Bericht aus Freiburg

Martl, (vor 8847 Tagen)

Ich war gestern nach der Arbeit noch kurz ein Stündchen im (Schwarz-)Wald an einem neuen Platz um nachzuschauen, was die kleinen Freunde so machen.

Es scheint langsam wieder Schwung in die Sache zu kommen.

Frisch erschienen waren:

Pfifferling
Schönfußröhrling (sehr viele)
Gallenröhrling (viele)

Dann fand ich noch:

Birkenröhlinge (4)
Strubbelkopf (1)
Flockis (3)
Steinpilz (1)
Blutrote Röhrlinge (pers. Erstfund) (5 - 10)
Grüngefelderter Täubling (pers. Erstfund) (1)
Zinnobertäubling
Speisetäubling
Perlpilz
grauer Wulstling
Stinkmorchel
...

Apropos Zinnobertäubling:
Im Gerhardt steht, daß der Zinnobertäubling auf Kalk zu finden sei. Ich bezweifle jedoch, daß dort, wo ich war, basischer Boden auftritt.
Also habe ich entweder fehlbestimmt (was sehr gut möglich ist) oder das mit dem Kalkboden ist doch nicht so wichtig für den Zinnobertäubling.

Bis dann,
Martl

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Re: Bericht aus Freiburg

stefan, (vor 8847 Tagen) @ Martl

Hi Martel,
schön zu hören, dass es jetzt losgeht!

Hoffentlich läst Du mir auch was übrig, damit ich nicht ständig durch Wälder
laufe, in denen nur noch abgeschnittene Stiele stehen (heute in meinem
Spezialwäldchen" pasiert)und sich so ein deprimierendes Gefühl einstellt, als
wäre einem das Fahrrad gestohlen worden!!

Spass beiseite, würde mich freuen wenn Du mich über die aktuelle Situation
auf dem laufenden hälst.
Brauchst ja nicht gleich die GPS-Daten der Fundstellen mitteilen. Grobe Angaben
über Höhe,Himmelsrichtung, Waldart würden mich schon glücklich machen.

Ps: Ich war Heute im Münstertal, da macht sich solangsam der Regen der lezten
Tage bemerkbar.

Viel Erfolg wünscht Dir

-stefan aus Freiburg

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Re: Bericht aus Freiburg

Karl Keck ⌂, (vor 8846 Tagen) @ Martl

Apropos Zinnobertäubling: Im Gerhardt steht, daß der Zinnobertäubling auf
Kalk zu finden sei. Ich bezweifle jedoch, daß dort, wo ich war, basischer
Boden auftritt.
Also habe ich entweder fehlbestimmt (was sehr gut möglich ist) oder das mit
dem Kalkboden ist doch nicht so wichtig für den Zinnobertäubling.

Hallo Martl,

über die Ökologie des Harten Zinnober-Täublings schreibt G. J. Krieglsteiner in "Die Großpilze Baden-Württembergs", Band 2: "Charakterart des Verbandes Fagion sylvaticae". Und weiter: "Auf saueren bis alkalischen (pH-Werte in Ostwürttemberg zwischen 3,8 und 8,5), vorzugsweise neutralen (pH 5,5 - 6,5) flach bis mittelgründigen, mäßig trockenen bis frischen, ausreichend bis gut mit Basen versorgten, nur geringfügig nährstoffhaltigen, humosen Braunlehm-Rendzinen sowie auf Braun- und Parabraunerden unterschiedlicher Zusammensetzung und Reifestadien über Bunt- und Keupersandsteinen, Graniten und Gneisen, Basalten, Mergeln sowie Muschel-, Jura- und Moränenkalken."
"Symbionten (Mykorrhiza): In erster Linie Rotbuche."
Wuchs dein Zinnober-Täubling bei Buche?
Grüße nach Freiburg
Karl

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Täublinge

Martl, (vor 8846 Tagen) @ Karl Keck

Danke Karl!

Ja, ich bin meistens in Buchen-Fichten-Tannen-Mischwäldern unterwegs.
Auf die Idee, in G. J. Krieglsteiner "Die Großpilze Baden-Württembergs" nachzuschauen, hätte ich auch selbst kommen können.

Ich habe vor, mich dieses Jahr ein bißchen intensiver mit den Täublingen zu beschäftigen. Zumindest aus der Perspektive des Mykophagen *ggg*. Ohne Mikroskop ist das wahrscheinlich auch nicht anders möglich, oder?

Welche Kandidaten wären denn aus küchentechnischer Sicht am ehesten zu emfehlen?
Ich dachte an Speisetäubling (R. vesca), Wieseltäubling (R. mustelina) und Frauentäubling (R. cyanoxantha).

So jetzt geh ich auf Pirsch, nehm mir aber zur Not einen Schwimmreifen mit.

Liebe Grüße,
Martl

Hallo Martl,
über die Ökologie des Harten Zinnober-Täublings schreibt G. J. Krieglsteiner
in "Die Großpilze Baden-Württembergs", Band 2:
"Charakterart des Verbandes Fagion sylvaticae". Und weiter:
"Auf saueren bis alkalischen (pH-Werte in Ostwürttemberg zwischen 3,8
und 8,5), vorzugsweise neutralen (pH 5,5 - 6,5) flach bis mittelgründigen,
mäßig trockenen bis frischen, ausreichend bis gut mit Basen versorgten,
nur geringfügig nährstoffhaltigen, humosen Braunlehm-Rendzinen sowie auf
Braun- und Parabraunerden unterschiedlicher Zusammensetzung und
Reifestadien über Bunt- und Keupersandsteinen, Graniten und Gneisen,
Basalten, Mergeln sowie Muschel-, Jura- und Moränenkalken."
"Symbionten (Mykorrhiza): In erster Linie Rotbuche."
Wuchs dein Zinnober-Täubling bei Buche?
Grüße nach Freiburg
Karl