Wo bleiben sie denn?

Detlef, (vor 8844 Tagen)

Brauche Eure Hilfe. Trotz Unmengen Regens und warmer Witterung seit Wochen sind hier die Wälder rund um Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern wie leergefegt. Keine Steinpilze,keine Maronen, nicht mal die giftigen wie z.B: Fliegenpilz, Knollenblätterpilz etc. sind zu finden. Nur die Pfifferlingsjünger kommen angeblich voll auf Ihre Kosten. Kann es sein, das es schon zu nass ist? Im letzten Jahr haben wir um diese Zeit prima gesammelt. Aber jetzt: Nichts, Nichts, Nichts. Meine Freunde sind auch schon ratlos. Hat einer von Euch eine Erklärung dafür? Ich bin relativer " Pilzanfänger".

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Re: Wo bleiben sie denn?

gottfried, (vor 8844 Tagen) @ Detlef

Hallo Detlef,
man könnte die absolute Pilzflaute bei Euch und anderswo pauschal damit erklären, dass wir zwei Super- Pilzjahre (2000/ 2001) hinter uns haben. Das ist zumindest landläufig oft die Erklärung für das Ausbleiben der Pilze. Wer andererseits aufmerksam die Postings im FORUM verfolgt, dem ist nicht entgangen, dass es in diesem Jahr auch Gebiete gibt, die (fast) rekord- verdächtige Ernten einbringen konnten und können. Und auch die Mondphasen taugen nicht für die Erklärung der regionalen Unterschiede.

Aber ich denke, so einfach liegen die Dinge nicht. Ich bin vielmehr der Meinung, dass man das Pilzwachstum gut mit dem Wetter vergleichen kann, wobei durch intensive Forschung auf diesem Gebiet schon recht gute Computermodelle entwickelt wurden, die die sog. Chaostheorie simulieren und brauchbare Vorhersagen erreicht werden. Und genau diese intensive Forschung ist bisher zum Wachstum der Pilze noch nicht erfolgt. (Gott sei Dank!)

Mit Sicherheit gehen eine Menge von Einflußfaktoren in die "Rechnung" ein. Eine kleine Auswahl könnte sein: Luft-/ Bodentemperatur, Luft-/ Bodenfeuchte, chemische Bodenreaktion, Schadstoffgehalte der Luft, Tages- und Nachtemperaturen, Lichtverhältnisse ect. ect...! Und die Unberechenbarkeit scheint im Zusammenspiel dieser vielen Randbedingungen- in deren Komplexität- begründet zu sein...

Eine ganz spezielle Beobachtung habe ich beim Anbau von Kulturpilzen gemacht. Diese fruktifizieren oft am Schluß einer langen Trockenperiode bei teilweise tropischen Temperaturen. Jüngstes Beispiel: Pleurotus pulmonarius vor ca. 14 Tagen. Ich glaube, dass durch widrige Witterung (Trockenheit/ Wärme/ Übermenge von Feuchtigkeit) eine Art "Streßsituation" für das Myzel entsteht, was wiederum zum Zweck der Erhaltung der Art die Fruktifikation und anschließenden Sporenfall auslöst. Oder denken wir nur daran, dass Shii- Take Hölzer am Ende einer Trockenphase intensiv gewässert und anschließend erschüttert werden. Nach wenigen Tagen erscheinen dann recht regelmäßig die Fruchtkörper.

Wofür ich keine Erklärung habe: Derzeit fruktifiziert ein Holz mit Pleurotus ostreatus bei ströhmendem Regen und ohne Erdkontakt- beimpft 11/2001! Oder liegt es vielleicht doch an den hohen Regenmengen in den letzten Stunden hier in Ost- Thüringen?
Bin gespannt auf andere Theorien

Gruß g

Brauche Eure Hilfe. Trotz Unmengen Regens und warmer Witterung seit Wochen
sind hier die Wälder rund um Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern wie
leergefegt. Keine Steinpilze,keine Maronen, nicht mal die giftigen wie
z.B: Fliegenpilz, Knollenblätterpilz etc. sind zu finden. Nur die
Pfifferlingsjünger kommen angeblich voll auf Ihre Kosten. Kann es sein,
das es schon zu nass ist? Im letzten Jahr haben wir um diese Zeit prima
gesammelt. Aber jetzt: Nichts, Nichts, Nichts. Meine Freunde sind auch
schon ratlos. Hat einer von Euch eine Erklärung dafür? Ich bin relativer
" Pilzanfänger".

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Re: Notwendige Ergänzung!

gottfried, (vor 8844 Tagen) @ gottfried

Entgegen meiner früheren Äußerungen möchte ich einen Einfluß der Mondphasen auf das Pilzwachstum nicht mehr grundsätzlich ausschließen. Allerdings glaube ich nicht, dass der Mond der alleinige auslösende Faktor für die Fruchtkörperbildung ist. Und das der Mond Natur und Kreatur beeinflußt, dürfte unstrittig sein: Gezeiten am Meer, Schlafstörungen bei Vollmond bzw. Menstruationszyklen unserer schönen Frauen!
Gruß g

Hallo Detlef,
man könnte die absolute Pilzflaute bei Euch und anderswo pauschal damit
erklären, dass wir zwei Super- Pilzjahre (2000/ 2001) hinter uns haben.
Das ist zumindest landläufig oft die Erklärung für das Ausbleiben der
Pilze. Wer andererseits aufmerksam die Postings im FORUM verfolgt, dem ist
nicht entgangen, dass es in diesem Jahr auch Gebiete gibt, die (fast)
rekord- verdächtige Ernten einbringen konnten und können. Und auch die
Mondphasen taugen nicht für die Erklärung der regionalen Unterschiede.
Aber ich denke, so einfach liegen die Dinge nicht. Ich bin vielmehr der
Meinung, dass man das Pilzwachstum gut mit dem Wetter vergleichen kann,
wobei durch intensive Forschung auf diesem Gebiet schon recht gute
Computermodelle entwickelt wurden, die die sog. Chaostheorie simulieren
und brauchbare Vorhersagen erreicht werden. Und genau diese intensive
Forschung ist bisher zum Wachstum der Pilze noch nicht erfolgt. (Gott sei
Dank!)
Mit Sicherheit gehen eine Menge von Einflußfaktoren in die
"Rechnung" ein. Eine kleine Auswahl könnte sein: Luft-/
Bodentemperatur, Luft-/ Bodenfeuchte, chemische Bodenreaktion,
Schadstoffgehalte der Luft, Tages- und Nachtemperaturen, Lichtverhältnisse
ect. ect...! Und die Unberechenbarkeit scheint im Zusammenspiel dieser
vielen Randbedingungen- in deren Komplexität- begründet zu sein...
Eine ganz spezielle Beobachtung habe ich beim Anbau von Kulturpilzen gemacht.
Diese fruktifizieren oft am Schluß einer langen Trockenperiode bei
teilweise tropischen Temperaturen. Jüngstes Beispiel: Pleurotus
pulmonarius vor ca. 14 Tagen. Ich glaube, dass durch widrige Witterung
(Trockenheit/ Wärme/ Übermenge von Feuchtigkeit) eine Art
"Streßsituation" für das Myzel entsteht, was wiederum zum Zweck
der Erhaltung der Art die Fruktifikation und anschließenden Sporenfall
auslöst. Oder denken wir nur daran, dass Shii- Take Hölzer am Ende einer
Trockenphase intensiv gewässert und anschließend erschüttert werden. Nach
wenigen Tagen erscheinen dann recht regelmäßig die Fruchtkörper.
Wofür ich keine Erklärung habe: Derzeit fruktifiziert ein Holz mit Pleurotus
ostreatus bei ströhmendem Regen und ohne Erdkontakt- beimpft 11/2001! Oder
liegt es vielleicht doch an den hohen Regenmengen in den letzten Stunden
hier in Ost- Thüringen?
Bin gespannt auf andere Theorien
Gruß g

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Re: Wo bleiben sie denn? *PIC*

pre, (vor 8841 Tagen) @ Detlef

Hallo Detlef,
Ich war vom 20.-27.7.02 mit einem Boot auf der Seenplatte unterwegs. Auf einigen Landausflügen habe ich mich auch nach Pilzen umgesehen. Nichts aber auch gar nichts war zu finden. Zu kalt 11 - 17°

Im Flecken Zechlin habe ich dann doch noch dieses Bild gemacht.

Gruss und noch viel Erfolg. Uebrigens hier im Alpenvorland der Schweiz hat es zZ Pilze im Ueberfluss

pre Bern (Schweiz)

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Re: Pfi-Ti-Prei- Methode

gottfried, (vor 8840 Tagen) @ pre

Hallo pre,
ja, das ist die neue Anbaumethode für Pfifferlinge. Sie wachsen in Verkaufsschalen auf Tischen, wobei die Preisauszeichnung ebenfalls nachwachsend ist. Nach jeweils zwei Tagen erhöht sich der Preis um 1 (T)EURO.
Das Kürzel für diese Neuerung ist: Pfi-Ti-Prei- Methode!

Übrigens finde ich es ausgesprochen ungerecht, dass es in der kleinen Schweiz so viele Pilze und im großen Ost- Thüringen keine Pilze gibt!!!
Gruß g

Hallo Detlef,
Ich war vom 20.-27.7.02 mit einem Boot auf der Seenplatte unterwegs. Auf
einigen Landausflügen habe ich mich auch nach Pilzen umgesehen. Nichts
aber auch gar nichts war zu finden. Zu kalt 11 - 17°
Im Flecken Zechlin habe ich dann doch noch dieses Bild gemacht.
Gruss und noch viel Erfolg. Uebrigens hier im Alpenvorland der Schweiz hat es
zZ Pilze im Ueberfluss
pre Bern (Schweiz)