Gelbstieliger Trompetenpfiff. vs. C. lutescens

DieterB, (vor 8843 Tagen)

Hallo zusammen,

immer noch hab ich Probleme, den Duftenden Gabeling (Cantharellus lutescens = aurora = xanthopus) optisch vom Gelbstieligen Trompeten-Pfifferling zu unterscheiden. Immer mal wieder finde ich "ältere" Exemplare, bei denen ja auch C. lutescens nicht mehr so fruchtig riechen soll und dann bin ich wegen der Art unsicher. Kennt da jemand sichere, mit bloßem Auge erkennbare Unterscheidungsmerkmale?

Danke für Antworten und viele Grüße
Dieter

Eintrag gesperrt
7 Aufrufe

Re: Gelbstieliger Trompetenpfiff. vs. C. lutescens

Birgit, (vor 8843 Tagen) @ DieterB

Hallo Dieter

immer noch hab ich Probleme, den Duftenden Gabeling (Cantharellus lutescens =
aurora = xanthopus) optisch vom Gelbstieligen Trompeten-Pfifferling zu
unterscheiden. Immer mal wieder finde ich "ältere" Exemplare,
bei denen ja auch C. lutescens nicht mehr so fruchtig riechen soll und
dann bin ich wegen der Art unsicher. Kennt da jemand sichere, mit bloßem
Auge erkennbare Unterscheidungsmerkmale?

ich find den duftenden Leistling (=starkriechender Pfifferling = Duftender Gabeling = C. xanthopus) seltenst, aber trotzdem: Der duftende Leistling hat keine Leisten (deswegen heißt er ja auch Leistling ;-)) sondern nur Runzeln (adrig runzelig) der Trompetenpfifferling hat immer Leisten. Der Trompetenpfifferling ist meist in der Hutmitte tief durchbohrt, der duftende Leistling kann auch, aber nur bis zum Stielanfang durchbohrt sein. Die Leisten sind eigentlich das ausschlaggebende Unterscheidungsmerkmal.
Das adrig runzlige ist ähnlich, aber ausgeprägter wie bei der Totentrompete (Craterellus cornucopioides).

LIebe Grüße

Birgit

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Gelbstieliger Trompetenpfiff. vs. C. lutescens

DieterB, (vor 8843 Tagen) @ Birgit

Der duftende Leistling
hat keine Leisten (deswegen heißt er ja auch Leistling ;-)) sondern nur
Runzeln (adrig runzelig) der Trompetenpfifferling hat immer Leisten .
Der Trompetenpfifferling ist meist in der Hutmitte tief durchbohrt, der
duftende Leistling kann auch, aber nur bis zum Stielanfang durchbohrt
sein. Die Leisten sind eigentlich das ausschlaggebende
Unterscheidungsmerkmal.
Das adrig runzlige ist ähnlich, aber ausgeprägter wie bei der Totentrompete
(Craterellus cornucopioides).

Liebe Birgit,

von der Tendenz her verstehe ich natürlich, was Du mir erklären willst, Danke dafür. Der Hintergrund meiner Unsicherheit ist, daß ich einige wenige Male fruchtig riechende "Leistlinge" gefunden habe, die mehr als Runzeln hatten, also deutliche Leisten. Ich weiß halt nicht, ob und wie häufig es Ausnahmen gibt von Deiner zitierten Unterscheidungsregel oder ob mein Geruchssinn auf Abwegen war ;-) (geschmeckt haben sie alle). Bleibt noch die Tiefe der Durchbohrung: Ist bei typischer Form kein Problem, aber sie sind nicht alle typisch. Ich kenne Populationen (Standorte) von normalen Trompetenpfifferlingen, da ist typischerweise die Durchbohrung ausgesprochen gering.

Hast Du übrigens auch den Eindruck, daß dieses Jahr die Nicht-cibarius-Arten der ganzen Familie sehr früh da sind?

Herzliche Grüße
Dieter

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Gelbstieliger Trompetenpfiff. vs. C. lutescens

Karl Keck ⌂, (vor 8843 Tagen) @ DieterB

Kennt da jemand sichere, mit bloßem
Auge erkennbare Unterscheidungsmerkmale?

Hallo Dieter,

für mich ist neben dem Geruch immer auch die Stielfarbe ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: bei C. xanthopus = aurora = lutescens ist der Stiel freudig gelborange, während ich den Stiel bei C. tubaeformis eher gelbgrau bis ockerlich finde.
Na ja - "sichere Unterscheidungsmerkmale" sind das wohl auch nicht ...
Der tollen Fundliste nach hätte ich wohl trotz des Dauerregens nach Mittenwald kommen sollen.
Viele Grüße
Karl

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Gelbstieliger Trompetenpfiff. vs. C. lutescens

DieterB, (vor 8843 Tagen) @ Karl Keck

für mich ist neben dem Geruch immer auch die Stielfarbe ein wichtiges
Unterscheidungsmerkmal: bei C. xanthopus = aurora = lutescens ist der
Stiel freudig gelborange, während ich den Stiel bei C. tubaeformis eher
gelbgrau bis ockerlich finde.
Na ja - "sichere Unterscheidungsmerkmale" sind das wohl auch nicht
...

Hallo Karl,

bisher war ich auch geneigt, am ehesten mich nach der Stielfarbe auf die eine oder andere Art "festzulegen".

Der tollen Fundliste nach hätte ich wohl trotz des Dauerregens nach
Mittenwald kommen sollen.

Du bist nicht der Einzige, der das nachträglich denkt. Ich vermute, daß einige der Teilnehmer dort nochmals hingehen werden, wenn das Wetter besser ist, es einige Tage warm war und deshalb auch eine größere Zahl von Röhrlingen anzutreffen sein wird. Die Gegend war auch voller Ramarien, aber leider war Herr Christan nicht dabei, sonst hätte es bestimmt eine Liste von 10 oder mehr Arten gegeben. Auch ich fahre innerhalb der nächsten 2-3 Wochen noch mal hin. Falls Du interessiert bist, können wir uns gerne verabreden.

Viele Grüße
Dieter