Umfrage der Woche

Georg Müller, (vor 9856 Tagen)

Hi Leute,
ab heute gibts jede Woche eine Umfrage.
Vorschläge bitte an mich. Diese Woche aus aktuellem
Anlass die Psilo-Frage!

Georg

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Re: Umfrage der Woche

Birgit, (vor 9856 Tagen) @ Georg Müller

Hallo Georg,

dieser seltsame Spinner von gestern und heute war m.E. nicht unbedingt ein Psilofreak. Zumindestens ist mir nix dergleichen aufgefallen.

Leute, die Foren mißbrauchen, gibts überall.

Wie ich ja schonmal (mißverständlich offensichtlich) geschrieben habe, ist Ignorieren die beste Medizin. Auch wenns schwerfällt nicht antworten!

Birgit

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Re: Umfrage der Woche

Boris, (vor 9856 Tagen) @ Birgit

Hallo Georg,
dieser seltsame Spinner von gestern und heute war m.E. nicht unbedingt ein Psilofreak. Zumindestens ist mir nix dergleichen aufgefallen.
Leute, die Foren mißbrauchen, gibts überall.
Wie ich ja schonmal (mißverständlich offensichtlich) geschrieben habe, ist Ignorieren die beste Medizin. Auch wenns schwerfällt nicht antworten!
Birgit

Jup. Machts wie mit eurer Mailbox - SPAM einfach ignorieren! Nur schade um den verschwendeten Speicherplatz. Vorschlag an Georg, kennzeichne doch beim Archivieren nicht pilzbezogene Nonsens-Postings mit einem Stern oder so aehnlich. Das sehe ich nicht als Zensur an, sondern als die angenehme Moeglichkeit, beim Recherchieren die geistigen Erguesse solch verkappter Poeten einfach zu ueberlesen. :->
Arrividerci, Boris

"Das Erschreckende an den Vogonen war die vollkommen hirnlose Entschlossenheit, mit der sie all die hirnlosen Dinge ausfuehrten, zu denen sie sich entschlossen hatten. Dabei war es grundsaetzlich sinnlos, an ihren Verstand zu appelieren, weil sie keinen hatten!"

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Re: Umfrage der Woche

Hugo, (vor 9856 Tagen) @ Boris

Hallo Georg,
dieser seltsame Spinner von gestern und heute war m.E. nicht unbedingt ein Psilofreak. Zumindestens ist mir nix dergleichen aufgefallen.
Leute, die Foren mißbrauchen, gibts überall.
Wie ich ja schonmal (mißverständlich offensichtlich) geschrieben habe, ist Ignorieren die beste Medizin. Auch wenns schwerfällt nicht antworten!
Birgit

Jup. Machts wie mit eurer Mailbox - SPAM einfach ignorieren! Nur schade um den verschwendeten Speicherplatz. Vorschlag an Georg, kennzeichne doch beim Archivieren nicht pilzbezogene Nonsens-Postings mit einem Stern oder so aehnlich. Das sehe ich nicht als Zensur an, sondern als die angenehme Moeglichkeit, beim Recherchieren die geistigen Erguesse solch verkappter Poeten einfach zu ueberlesen. :->
Arrividerci, Boris
"Das Erschreckende an den Vogonen war die vollkommen hirnlose Entschlossenheit, mit der sie all die hirnlosen Dinge ausfuehrten, zu denen sie sich entschlossen hatten. Dabei war es grundsaetzlich sinnlos, an ihren Verstand zu appelieren, weil sie keinen hatten!"

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Zukünftig werde ich mich um feinfühligere Beiträge bemühen. Denn ob extra Psilo Forum oder nicht. Ich werde immer mal wieder bei Euch vorbeischauen. Soll eigentlich nicht bedrohlich klingen.

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Re: Umfrage der Woche

Boris, (vor 9856 Tagen) @ Hugo

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Zukünftig werde ich mich um feinfühligere Beiträge bemühen. Denn ob extra Psilo Forum oder nicht. Ich werde immer mal wieder bei Euch vorbeischauen. Soll eigentlich nicht bedrohlich klingen.

Ist nicht zu ernst gemeint, aber sei doch mal ehrlich: Was haben diese hochgeistigen Hoehenfluege denn noch mit PILZEN zu tun??

Ich bin recht tolerant, aber im zusammenhanglosen Fuellen von Georgs Festplatte seh ich nun wirklich keinen Sinn...

Don't panic! Boris

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Re: Umfrage der Woche

Kerstin, (vor 9855 Tagen) @ Boris

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Zukünftig werde ich mich um feinfühligere Beiträge bemühen. Denn ob extra Psilo Forum oder nicht. Ich werde immer mal wieder bei Euch vorbeischauen. Soll eigentlich nicht bedrohlich klingen.

Ist nicht zu ernst gemeint, aber sei doch mal ehrlich: Was haben diese hochgeistigen Hoehenfluege denn noch mit PILZEN zu tun??
Ich bin recht tolerant, aber im zusammenhanglosen Fuellen von Georgs Festplatte seh ich nun wirklich keinen Sinn...
Don't panic! Boris

Dann solltest Du vielleicht auch mal die Vogonen zuhause lassen
Gruß und so Kerstin

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Re: Umfrage der Woche

Birgit, (vor 9855 Tagen) @ Kerstin

Dann solltest Du vielleicht auch mal die Vogonen zuhause lassen

Nein, Boris, mach das bloß nicht.

Birgit

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Re: Umfrage der Woche

Boris, (vor 9854 Tagen) @ Birgit

Dann solltest Du vielleicht auch mal die Vogonen zuhause lassen

Nein, Boris, mach das bloß nicht.
Birgit

Keine Sorge! Meine Zitate haben naemlich immer Zusammenhang, auch wenns einigen Leuten vielleicht nicht gefaellt! ;-)

Liebe Kerstin, wie gefielen dir denn die Cartoons zum Thema exzessiver Missbrauch der Nomenklaturregeln? (Siehe Clitocybe, aehm ich meine Lepista, verzeihung ich meine natuerlich Clitocybe nebularis...)

"Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, das wir uns immer genau die Regeln ausdenken koennen, die uns gerade in den Kram passen."
Douglas Adams, Die letzten ihrer Art...

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Re: Umfrage der Woche

Kerstin, (vor 9854 Tagen) @ Boris

Dann solltest Du vielleicht auch mal die Vogonen zuhause lassen

Nein, Boris, mach das bloß nicht.
Birgit

Keine Sorge! Meine Zitate haben naemlich immer Zusammenhang, auch wenns einigen Leuten vielleicht nicht gefaellt! ;-)
Liebe Kerstin, wie gefielen dir denn die Cartoons zum Thema exzessiver Missbrauch der Nomenklaturregeln? (Siehe Clitocybe, aehm ich meine Lepista, verzeihung ich meine natuerlich Clitocybe nebularis...)
"Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, das wir uns immer genau die Regeln ausdenken koennen, die uns gerade in den Kram passen."
Douglas Adams, Die letzten ihrer Art...

also ganz ehrlich: ich sehe da keinen wirklichen zusammenhang.
Ich glaube vielmehr, dass Du die Antriebskraft der Taxonomen,
seien es zun Mykologen oder Botaniker oder Zoologen,
nicht nachvollziehen kannst. Es geht nicht um Ruhm -
man wird als Taxonom heutzutage nicht berühmt.
Es gehr nicht um Reichtum: man kann damit einfach
nichts verdienen - da muss man als BiowissenschaftlerIn
schon in die biotechnologie, pharmacie oder genetik abtauchen -
hier können dann auch echte Neuigkeiten entwickelt werden,
für die es Geld und vielleicht auch Ruhm zu ernten gibt.

Die Taxonomie versucht, das "natürliche System" der
Organismen zu ergründen. Ob das eine sinnvolle Idee ist,
darüber kann man sicher streiten. Aber daß man sich dazu
einer gemeinsamen geregelten Sprache (sprich Nomenklatur)
bedient, ist - finde ich - ganz praktisch.

Als Zoologin im Bereich der Meeresbiologie hab ich ziemlich viel mit kleinem Wurmzeug
zu tun, deren Namen und Verwandtschaftsverhältnisse auch ständig verändert werden.
Damit man jederzeit weiß, über welches Wesen man gerade spricht, schreibt oder liest, ist deshalb
auch hier die vollständige Bezeichnung (d.h. mit Autor und Jahreszahl)von großer Bedeutung.
Das ist meist nicht gerade erbauliche Lektüre, macht auch nicht immer Spaß und ist manchmal
ziemlich mühsam. Dennoch wüsste ich nicht, wie man die Verständigung auf diesem gebiet
mit anderen Mitteln oder einer anderen Sprache besser regeln könnte.

Ich kann die ganze Aufregung garnicht nachvollziehen.

OK Ich glaub ich gebs auf - sicher kommt jetzt gleich wieder ein Vogonenschwall aus dem Äther.
Lass ich an mir vorbeirauschen.

Jedem das seine.
Kerstin

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Re: Nomenklatur, naechste Runde!

Boris, (vor 9854 Tagen) @ Kerstin

also ganz ehrlich: ich sehe da keinen wirklichen zusammenhang.
Ich glaube vielmehr, dass Du die Antriebskraft der Taxonomen,
seien es zun Mykologen oder Botaniker oder Zoologen,
nicht nachvollziehen kannst.

(Siehe unten)

Die Taxonomie versucht, das "natürliche System" der
Organismen zu ergründen. Ob das eine sinnvolle Idee ist,
darüber kann man sicher streiten. Aber daß man sich dazu
einer gemeinsamen geregelten Sprache (sprich Nomenklatur)
bedient, ist - finde ich - ganz praktisch.

Wir reden zum Teil aneinander vorbei schaetze ich. Wenn zum Beispiel eine Nomenklaturregel besagt dass um jeden Preis der Name des Erstbeschreibers benutzt werden soll, wobei diese Erstbeschreibungen oft so dubios und vage sind, dass selbst langjaehrige Experten oft nicht eindeutige Zuordnungen treffen koennen, dann ist das nichts was mit Systematik zu tun hat, sondern mit Entdeckerruhm. Wenn dann lange etablierte Namen - die z.T. durchaus eindeutig sind - nach mehreren Jahrzehnten (Jahrhunderten?) als null und nichtig erklaert werden, foerdert das vielleicht den Verkauf von Literatur, aber nicht das Verstaendnis. Soviel zu dem Teil der Nomenklatur, der schon mal ueberhaupt nichts mit Systematik zu tun hat.

Zu dem systematisch bedingten Teil habe ich auch noch was zu sagen: Der Stellenwert mikroskopischer Merkmale wird zum Teil ueberbewertet. Ich habe schon vor laengerer Zeit ein Posting zum Thema Konvergenz gemacht. Wenn man zum Beispiel eine natuerliche Verwandtschaftsbeziehung zwischen Russula und Ganoderma zu ziehen versucht, und dabei alle anderen Merkmale unter den Tisch fallen laesst (Konsistenz des Fleisches, Umwachsen von Fremdobjekten etc.) finde ich das schon sehr tunnelsichtig. Ich habe nichts gegen das botanische System an sich, aber sehr wohl einiges gegen die geduldeten Misstaende bei dessen Auslegung.
Letzlich muss ja auch der des lateinischen maechtige Pilzfreund zugeben, dass Namen wie Boletes queletii, Inocybe patoulliardii oder Lepista rickenii wesentlich einpraegsamer und aussagekraeftiger sind als so banale Namen wie Glattstieliger Hexenroehrling, Ziegelroter Risspilz oder Marmorierter Roetelritterling. Da soll noch einer sagen, in der Nomenklatur liegt kein Ruhm zu holen! ;-)

OK Ich glaub ich gebs auf - sicher kommt jetzt gleich wieder ein Vogonenschwall aus dem Äther. Lass ich an mir vorbeirauschen.

Freili, was so ein richtig arroganter Akademiker ist, der hat mit dem Ignorieren begruendeter Bedenken und Verbesserungsvorschlaege Andersdenkender keine Probleme (hab ich an der Uni selber schon oft genug erlebt). Dank dieser toleranten Eigenschaft sind z.B. alternative Heilmethoden immer unterdrueckt worden. Liebe Kerstin, du unterschaetzt mich! Wie waer's statt mit Adams fuer die ganz hartgesottenen mit Ephraim Kishon:

"Wenn Sie auf Rathenau verweisen und das ernst meinen, mein Herr, dann bitte ich Sie zunaechst einmal Rathenaus Schriften zu lesen. Die sind gerade wieder editiert worden, alles zugaenglich. Dort werden Sie alle Argumente gegen ihre Position aufgelistet finden. Rathenau hat in seiner Zeit die Diskussion, die wir hier fuehren ebenso gefuehrt. Das laesst sich anhand der Schriften ueberpruefen." Applaus. Bravo-Rufe. Der Aufmuepfige setzte sich beschaemt, und alle rueckten von ihm ab. Ich aber hatte den eindrucksvollen Trick registriert, den ich zu Ehren des genialen Erfinders Professor Brock das "Rathenau-Gambit" nenne. Er ist aeusserst simpel, wirkt aber sofort und endgueltig. Er basiert darauf, dass sich die meisten Leute schaemen, wenn sie etwas nicht kennen oder nicht gelesen haben. So haben sie keinerlei Chancen gegen jene, die so tun als wuessten sie etwas."
Ephraim Kishon, "Picasso war kein Scharlatan"

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Re: Nomenklatur, naechste Runde!

Kerstin, (vor 9852 Tagen) @ Boris

also ganz ehrlich: ich sehe da keinen wirklichen zusammenhang.
Ich glaube vielmehr, dass Du die Antriebskraft der Taxonomen,
seien es zun Mykologen oder Botaniker oder Zoologen,
nicht nachvollziehen kannst.

(Siehe unten)

Die Taxonomie versucht, das "natürliche System" der
Organismen zu ergründen. Ob das eine sinnvolle Idee ist,
darüber kann man sicher streiten. Aber daß man sich dazu
einer gemeinsamen geregelten Sprache (sprich Nomenklatur)
bedient, ist - finde ich - ganz praktisch.

Wir reden zum Teil aneinander vorbei schaetze ich. Wenn zum Beispiel eine Nomenklaturregel besagt dass um jeden Preis der Name des Erstbeschreibers benutzt werden soll, wobei diese Erstbeschreibungen oft so dubios und vage sind, dass selbst langjaehrige Experten oft nicht eindeutige Zuordnungen treffen koennen, dann ist das nichts was mit Systematik zu tun hat, sondern mit Entdeckerruhm. Wenn dann lange etablierte Namen - die z.T. durchaus eindeutig sind - nach mehreren Jahrzehnten (Jahrhunderten?) als null und nichtig erklaert werden, foerdert das vielleicht den Verkauf von Literatur, aber nicht das Verstaendnis. Soviel zu dem Teil der Nomenklatur, der schon mal ueberhaupt nichts mit Systematik zu tun hat.
Zu dem systematisch bedingten Teil habe ich auch noch was zu sagen: Der Stellenwert mikroskopischer Merkmale wird zum Teil ueberbewertet. Ich habe schon vor laengerer Zeit ein Posting zum Thema Konvergenz gemacht. Wenn man zum Beispiel eine natuerliche Verwandtschaftsbeziehung zwischen Russula und Ganoderma zu ziehen versucht, und dabei alle anderen Merkmale unter den Tisch fallen laesst (Konsistenz des Fleisches, Umwachsen von Fremdobjekten etc.) finde ich das schon sehr tunnelsichtig. Ich habe nichts gegen das botanische System an sich, aber sehr wohl einiges gegen die geduldeten Misstaende bei dessen Auslegung.

Dazu kann ich garnichts sagen, weil mir die technik der Mykologischen Systematik nicht besonders vertraut ist. Ich weiß ja nichtmal ob es tatsächlich stimmt, daß zwischen Russula und Granoderma enge Beziehungen vermutet werden.

Letzlich muss ja auch der des lateinischen maechtige Pilzfreund zugeben, dass Namen wie Boletes queletii, Inocybe patoulliardii oder Lepista rickenii wesentlich einpraegsamer und aussagekraeftiger sind als so banale Namen wie Glattstieliger Hexenroehrling, Ziegelroter Risspilz oder Marmorierter Roetelritterling. Da soll noch einer sagen, in der Nomenklatur liegt kein Ruhm zu holen! ;-)

Wenn Du das als Entdecker-Ruhm betrachtest kann ich Dir gerade noch folgen, doch glaube ich nicht, dass die Mehrzahl der Systematiker davon träumt einmal posthum als "Artname" unsterblich zu werden. Und das ist auch sicher nicht der Zweck der Systematik.
Deutsche Namen sind schön und gut (ohne Häme!) aber nicht international gülig.

OK Ich glaub ich gebs auf - sicher kommt jetzt gleich wieder ein Vogonenschwall aus dem Äther. Lass ich an mir vorbeirauschen.

Freili, was so ein richtig arroganter Akademiker ist, der hat mit dem Ignorieren begruendeter Bedenken und Verbesserungsvorschlaege Andersdenkender keine Probleme (hab ich an der Uni selber schon oft genug erlebt). Dank dieser toleranten Eigenschaft sind z.B. alternative Heilmethoden immer unterdrueckt worden. Liebe Kerstin, du unterschaetzt mich! Wie waer's statt mit Adams fuer die ganz hartgesottenen mit Ephraim Kishon:

Ich hab zwar Douglas Adams nicht gelesen (Kishon ist schon lange her), aber ich zweifle daran, dass dort "Verbesserungsvorschläge Andersdenkender" für die biologische Nomenklatur zu finden sind. Und du hast auch noch nichts konkretes dazu gesagt.
Als arrogante (im Sinne von "dünkelhaft") Akademikerin würde ich im Übrigen nicht die Zeit mit mir völlig unbekannten Pilzlern vertreiben.

"Wenn Sie auf Rathenau verweisen und das ernst meinen, mein Herr, dann bitte ich Sie zunaechst einmal Rathenaus Schriften zu lesen. Die sind gerade wieder editiert worden, alles zugaenglich. Dort werden Sie alle Argumente gegen ihre Position aufgelistet finden. Rathenau hat in seiner Zeit die Diskussion, die wir hier fuehren ebenso gefuehrt. Das laesst sich anhand der Schriften ueberpruefen." Applaus. Bravo-Rufe. Der Aufmuepfige setzte sich beschaemt, und alle rueckten von ihm ab. Ich aber hatte den eindrucksvollen Trick registriert, den ich zu Ehren des genialen Erfinders Professor Brock das "Rathenau-Gambit" nenne. Er ist aeusserst simpel, wirkt aber sofort und endgueltig. Er basiert darauf, dass sich die meisten Leute schaemen, wenn sie etwas nicht kennen oder nicht gelesen haben. So haben sie keinerlei Chancen gegen jene, die so tun als wuessten sie etwas."
Ephraim Kishon, "Picasso war kein Scharlatan"

Falls Du Probleme damit hast, dass du etwas nicht kennst, was andere für wichtig halten ist das mein Problem nicht. Und ich habe damit, nicht zu jedem Thema mitreden zu können, keine Probleme.
Ein bißchen frage ich mich, was Dich so gekränkt hat, dass Du so emotional auf ein so dröges Thema wie die Nomenklatur reagierst. Jedenfalls hoffe ich, dass wir das Thema langsam fallenlassen können.
Gute Grüße
Kerstin

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Nomenklatur, nur die Spitze des Eisbergs...

Boris, (vor 9851 Tagen) @ Kerstin

Dazu kann ich garnichts sagen, weil mir die technik der Mykologischen Systematik nicht besonders vertraut ist. Ich weiß ja nichtmal ob es tatsächlich stimmt, daß zwischen Russula und Granoderma enge Beziehungen vermutet werden.

Zu der meiner Meinung nach größten Entgleisung im Nomenklatursystem, dem ständigen Umbennen gemäß der Erstbescheiberregel hast du in der Tat nichts gesagt. Ansonsten will ich nicht auf dieses spezielle Beispiel raus, sondern auf die momentane Tendenz den Stellenwert mikroskopischer Merkmale bei der Suche nach dem "natürlichen System" überzubewerten: die sind nämlich auch nicht unbedingt so stabil, wie man immer sagt. Und wenn dann noch irgendwelche Erzmykologen anfangen mit dem Elektronenmikroskop zu hantieren kann ich mir nur noch an den Kopf langen.

Beispiel: Harry hat mir letztens gesagt, dass die beiden Kegeligen Saftlinge (H. conica + H. nigrescens) wieder zusammengelegt wurden, da das Mikromerkmal "Anzahl der Sporen" im Dauerbetrieb doch nicht stabil genug war. Da drängt sich wirklich die Dilbert-Karrikatur auf. Der Leidtragende solch unausgegegorener Umstrukturierungen ist immer der weniger professionelle Mykologe.

Ich hab zwar Douglas Adams nicht gelesen (Kishon ist schon lange her), aber ich zweifle daran, dass dort "Verbesserungsvorschläge Andersdenkender" für die biologische Nomenklatur zu finden sind. Und du hast auch noch nichts konkretes dazu gesagt.

Auch wenns manchmal nicht den Eindruck macht, ich liebe konstruktive(!) Kritik. Hier sind ein paar Verbesserungsvorschläge meinerseits:

1) Die Erstbeschreiberregel sollte nicht angewandt werden, bei Namen die schon über fünf Jahre etabliert sind, da dann bereits so viel Literatur erschienen ist, das die Umbenennung nur ins Chaos führt.
2) Stehen mehrere Namen zur Auswahl haben "informative" Artnahmen (erythropus, rubescens, radicans etc.) immer den Vorzug gegenüber rein bezeichnenden Namen.
3) Bei ausserplanmäßigen Umbenennungen von Arten, die schon zehn Jahre oder länger beschrieben sind, z.B. der Frühjahrslorchel, sollte vor Umbenennungen die Öffentlichkeit befragt werden. Geht übers Internet wunderbar. (Die mangelnde Einbeziehung von Aussenstehenden halte ich für die größte Schwäche des bestehenden Nomenklatursystems.)

Als arrogante (im Sinne von "dünkelhaft") Akademikerin würde ich im Übrigen nicht die Zeit mit mir völlig unbekannten Pilzlern vertreiben.

Genau das ist z.B. der Unterschied zwischen Leuten wie German Krieglsteiner, die andere Leute aktiv miteinbeziehen und auch Zwischenergebnisse publizieren (o.k., jetzt weiß ich dass der ja auch kein "echter" Akademiker ist) und gewissen Leuten die ich in KL kennengelernt habe, die sich mit niemandes beraten und auch ihre Forschungsergebnisse nur spärlich an die Aussenwelt dringen lassen. Ich will wirklich keinen ganzen Stand pauschal verdammen, aber menschliche Größe ist im Bereich der Profs. und Drs. doch recht selten (in ALLEN Fachrichtungen).

Ein bißchen frage ich mich, was Dich so gekränkt hat, dass Du so emotional auf ein so dröges Thema wie die Nomenklatur reagierst. Jedenfalls hoffe ich, dass wir das Thema langsam fallenlassen können.

Wahrscheinlich die Summe von vielen, ich habe lange Jahre das ganze bürokratische System kennengelernt. Das fing mit Kleinigkeiten an wie korrekter Referenzierung in der Diplomarbeit (Klammer, Jahreszahlen, so und nicht anders) und erstreckte sich bis hin zu unverhohlener Arroganz gegen Leute, die nicht aus dem selben Fachgebiet stammen.

Ein Beispiel, ich wollte mich mal als Redner für eine Vorlesungsreihe zum Thema Gentechnik zur Verfügung stellen nachdem der kritische Redner aus einem der Ökoinstitute überraschend erkrankte, und wurde vom Vorlesungsleiter (ein Prof. Biol.) ausgelacht. Schliesslich gelang es doch einen Redner aus dem Umweltinstitut München aufzutreiben - und der hielt die Vorlesung sinngemäß HAARGENAU so wie ich es tun wollte. Nicht Wissen zählt, sondern der Titel. Kishon hat doch recht.

Es mag für manche interessant sein, dass es auch hier ein paar unkonventionelle Ketzer gibt, die echtes Wissen höher als Form und Titel bewerten. Prof. agr. Sigmar Gröneveld z.B. , einer der unbequemsten Kritiker der Gentechnik im Agrarbereich, akzeptiert auch handschriftlich angefertigte Diplomarbeiten, wenn sie seinen strengen inhaltlichen Anforderungen genügen.

Gute Grüße
Kerstin

Schöne Grüße, Boris.

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Re: Nomenklatur, nur die Spitze des Eisbergs...

MUFTI, (vor 9851 Tagen) @ Boris

Und wenn dann noch irgendwelche Erzmykologen anfangen mit dem
Elektronenmikroskop zu hantieren kann ich mir nur noch an den Kopf langen.

Warum eigentlich nicht mit dem Elektronenmikroskop hantieren ?

Gestern habe ich gehoert, dass nur 10% aller
Lebewesen biologisch kathalogisiert sind
(die meisten unbekannten schwimmen allerdings
im Meer rum).
Und gerade die Forschung an Pilzen hat schon
sehr segensreiche Entdeckungen hervorgebracht
(ich erinnere nur an Aspergillus pennicilinum).
Pilze sind ja mehr als nur die Grosspilze mit
40 cm Hutdurchmesser.
Es gibt Pilzarten, die makroskopisch nur schwer
zu unterscheiden sind, die aber durchaus
Unterschiede haben koennen, was ihre fuer die
biologische (oder sogar medizinische) Forschung
interessanten Inhaltsstoffe angeht. In so einem
Fall wuerde ich es geradezu fuer idiotisch
halten, auf Hilfsmittel wie Elektronenmikroskop
zu verzichten, nur weil das fuer den
"Schwammerlsuchexperten" leicht ueberkandidelt
erscheinen mag 8-)

Das fing mit Kleinigkeiten an wie korrekter Referenzierung in der Diplomarbeit (Klammer,
Jahreszahlen, so und nicht anders) und erstreckte sich bis hin zu unverhohlener Arroganz gegen Leute,
die nicht aus dem selben Fachgebiet stammen.

Komisch. In meinem Fachgebiet ist es
nicht ungewoehnlich, mit Leuten aus
anderen Fachgebieten zusammenzuarbeiten.
(ich dachte, das ist ganz besonders in der
Informatik ausgepraegt...). Die Konventionen
in verschiedenen Fachbereichen in Sachen
korrekter Referenzierung sind nach meinen
Beobachtungen durchaus unterschiedlich.
Das ist (genauso wie die Ueberbewertung
der aeusseren Form (ich habe mal mitgekriegt,
wie jemand 2 Noten abgezogen wurden, weil beim
Ausdruck (wie ueblich auf den letzten Druecker)
der Font wegen Tonermangel fleckig war))
nur ein Zeichen von brandschatzenden Vogonen.
Nach meiner Einschaetzung gibts solche Vogonen
aber nicht nur in der Wissenschaft, die gibt
es ueberall. Was erwartest Du ?
Schliesslich sind wir hier in Deutschland 8-)

Prof. agr. Sigmar Gröneveld z.B. , einer der unbequemsten
Kritiker der Gentechnik im Agrarbereich, akzeptiert auch
handschriftlich angefertigte Diplomarbeiten

Das ist in der Tat selten inzwischen...

Wenn Du uebrigens die Leute mal drauf
ansprichst, warum die Standards in
der aeusseren Form so hochgeschraubt
wurden, wirst Du uebrigens feststellen,
dass die sich damit verteidigen werden,
dass auch die Studenten mit ihren
immer perfekter werdenen Abgabedokumenten
die Erwartungen hochgetrieben haben...
Und ich finde, so ganz unrecht haben
sie damit auch nicht...
ps: Meine Praktikumsberichte habe ich
trotz Sauklaue noch meistens mit
der Hand geschrieben, bei der Diplomarbeit
musste es dann auch gleich LaTeX sein...

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The good, the bad and the ugly

Boris, (vor 9851 Tagen) @ MUFTI

Warum eigentlich nicht mit dem Elektronenmikroskop hantieren ?

Krieglsteiner hat mal gesagt, wenn man die bei der Pilzbestimmung verwendeten Verfahren beim Menschen anwenden würde, wären wir wohl alle verschiedene Arten und da hat er wohl recht. Wo ist bei so variablen Organismen die Grenze zu ziehen? Tunnelelektronische Atomstrukturaufnahmen der Huthaut? Vermessungen der Orbitalstruktur der Basidien? Massenspektopraphische Analysen der Sporen? What you see is what you get...

Übrigens schwanken auch innerhalb einer Art die Wirkstoffgehalte bei Pilzen erheblich. Siehe Fliegenpilz.

Was in der Wissenschaft machbar ist, wird auch gemacht, das ist eine Message die ich mittlerweile bekommen habe, aber man erlaube mir auch manchmal über den Sinn des ganzen nachzudenken. Bei aller Spezialisierung vermisse ich in der Wissenschaft vor allem einen Blick für globale Zusammenhänge. Wer kennt z.B. ein Pilzbuch in dem auch Begleitpflanzen (ausser den Mykorrhizapartnern) genannt werden, meines Wissens ist Krieglsteiner der einzige der sich ueberhaupt mit diesem Thema beschäftigt...

Gestern habe ich gehoert, dass nur 10% aller
Lebewesen biologisch kathalogisiert sind
(die meisten unbekannten schwimmen allerdings
im Meer rum).

"Wenn du 10 Pilze kennst, weißt du du kennst ein paar Arten..
Wenn du 100 Pilze kennst, glaubst du du kennst ein paar Arten..
Wenn du 1000 Pilze kennst, weißt du daß du nichts weißt!"
(Verfasser unbekannt)

Komisch. In meinem Fachgebiet ist es
nicht ungewoehnlich, mit Leuten aus
anderen Fachgebieten zusammenzuarbeiten.
(ich dachte, das ist ganz besonders in der
Informatik ausgepraegt...).

Vielleicht hab ich ja einfach nur die falsche Uni besucht. KL ist extrem technokratisch, nicht mal Biologie wurde als Nebenfach angeboten. Von den Geisteswissenschaften ganz zu schweigen, die hat man gleich in Trier zurückgelassen. Die Abwesenheit der rechten Hirnhälfte tut meiner Meinung nach Wissenschaft nicht gut...

Die Konventionen
in verschiedenen Fachbereichen in Sachen
korrekter Referenzierung sind nach meinen
Beobachtungen durchaus unterschiedlich.
Das ist (genauso wie die Ueberbewertung
der aeusseren Form (ich habe mal mitgekriegt,
wie jemand 2 Noten abgezogen wurden, weil beim
Ausdruck (wie ueblich auf den letzten Druecker)
der Font wegen Tonermangel fleckig war))
nur ein Zeichen von brandschatzenden Vogonen.
Nach meiner Einschaetzung gibts solche Vogonen
aber nicht nur in der Wissenschaft, die gibt
es ueberall. Was erwartest Du ?
Schliesslich sind wir hier in Deutschland 8-)

Viel zu viel Macht. Wird Zeit das sich das mal ändert. Gröneveld z.B. belebt seine Vorlesungen indem er sie gelegentlich auf einen Gen-Acker verlegt. :-) Seine lieben Kollegen wollen ihn absägen, schaffen es aber nicht, denn kein Gesetz verbietet so etwas. ;-)

Wenn Du uebrigens die Leute mal drauf
ansprichst, warum die Standards in
der aeusseren Form so hochgeschraubt
wurden, wirst Du uebrigens feststellen,
dass die sich damit verteidigen werden,
dass auch die Studenten mit ihren
immer perfekter werdenen Abgabedokumenten
die Erwartungen hochgetrieben haben...
Und ich finde, so ganz unrecht haben
sie damit auch nicht...

Wissensinflation auf Kosten des Inhalts nenn ich das. Ich habe schon genug Hochglanzfolienseminare mit Formeln im Dutzend billiger erlebt, wenn das Auditorium nichts mehr versteht findets der Prof i.A. toll. Volkshochschulen (auch wieder so ein Wort das implizit mit einer Abwertung verbunden ist) sind i.A. motivierter dass jeder was mitbekommt, weil bei ihnen der eigene Erfolg noch direkt von der Zufriedenheit der Hörerschaft abhängt...

cu, Boris

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Plädoyer für Zweisprachigkeit

Birgit, (vor 9851 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

deine Argumente für die deutschen Bezeichnungen in allen Ehren, aber auch die deutschen sind ganz offensichtlich nicht eindeutig ( Au, bitte nicht so fest schlagen! ;-)) ). Ich konnte zumindestens weder einen Grauen Erdritterling, noch einen kirschroten Saftling, beide von dir in anderen Beiträgen angesprochen in meinem Buch finden. Mag sein, daß sie nicht drin sind, aber bei 1200 Arten sollte wenigestens einer von beiden dabei sein. Außerdem schreibe ich statt Lilastiel Rötelritterling (unmöglicher Name!)lieber und kürzer Lepista persaonata.

Gruß

Birgit

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Re: Plädoyer für Zweisprachigkeit

Boris, (vor 9850 Tagen) @ Birgit

Hallo Boris,
deine Argumente für die deutschen Bezeichnungen in allen Ehren, aber auch die deutschen sind ganz offensichtlich nicht eindeutig ( Au, bitte nicht so fest schlagen! ;-)) ). Ich konnte zumindestens weder einen Grauen Erdritterling, noch einen kirschroten Saftling, beide von dir in anderen Beiträgen angesprochen in meinem Buch finden. Mag sein, daß sie nicht drin sind, aber bei 1200 Arten sollte wenigestens einer von beiden dabei sein. Außerdem schreibe ich statt Lilastiel Rötelritterling (unmöglicher Name!)lieber und kürzer Lepista persaonata.

Die gängigen Namen sind "Mausgrauer Erdritterling" für Tricholoma terreum und "Kirschroter Saftling" für Hygrocybe coccinea. Unter dem Namen sind sie auch in vielen Pilzbüchern zu finden, z.B. im Pareys oder Hennig/Kreisel. Ich lehne die lateinischen Namen auch nicht ab, bin nur gegen unnötige Verwirrungsmanöver.

Sicher ist es am besten, wenn man beide Namen verwendet, so wird z.B. Cortinarius variicolor manchmal für den Erdigriechenden Schleimkopf und manchmal für die Schleiereule benutzt - Chaos! Georg macht es beim Posten seiner Funde ja wirklich vorbildlich, ist halt ein zusätzlicher Zeitaufwand.

Gruß, Boris

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an B&B

Bruno, (vor 9850 Tagen) @ Boris

Dear convential unconventionalists!
Würdet Ihr bitte weiter oben weitermachen. Dann muß ich nicht so "scrollen".
Fauler Bruno

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Re: The good, the bad and the ugly

MUFTI, (vor 9850 Tagen) @ Boris

Warum eigentlich nicht mit dem Elektronenmikroskop hantieren ?

Tunnelelektronische Atomstrukturaufnahmen der
Huthaut? Vermessungen der Orbitalstruktur der Basidien?

Also Elektronenmikroskop und Tunnelrastermikroskop
(bzw. Rasterkraftmicroskop o.ae.) sind schon
verschiedene Paar Stiefel, weil ein paar
Dimensionen in der Aufloesung verschieden.

Du hast bestimmt auch schon die tollen Monsterbilder
von Ameisen oder Milben unter dem Elektronenmikroskop
gesehen. Da ist man auch noch ganz weit weg von den
Atomorbitalen...

Massenspektrographische Analysen der Sporen?

Sind die nicht ein bisschen zu gross dafuer ?
Ansonsten hat die Idee was 8-)

Was in der Wissenschaft machbar ist, wird auch gemacht, das ist eine Message die ich mittlerweile bekommen habe, aber man erlaube mir auch manchmal über den Sinn des ganzen

nachzudenken.

Genau das kann der falsche Ansatz sein 8-)
Warum z.B. als Bednarz damals sein Oxidgebaeck auf
extrem tiefe Temperaturen gekuehlt hat, wusste er
vermutlich nicht mal selbst, was das eigentlich
bezwecken soll. Haette er es nicht getan, haetten
wir heutzutage keine Hochtemperatursupraleiter,
die das Zeug haben, die Tuer zu einer ganz neuen
wissenschaftlichen Welt aufzustossen. Allein die
neuen hohen Magnetfelder, die sie ermoeglichen
kann zu neuen Effekten fuehren, von den Experimenten,
die eine Verminderung der Gravitation ueber
supraleitenden rotierenden Scheiben nachweisen
wollen, mal ganz zu schweigen.

"Bringt nichts", "Geht nicht" sind halt auch
wissenschaftliche Ergebnisse, die man nicht
unterschaetzen darf. Nicht jeder hat das Glueck,
dass sein Forschungsgebiet eine nobelpreiswuerdige
Entdeckung abdeckt...

KL ist extrem technokratisch, nicht mal Biologie wurde als Nebenfach angeboten.

Nur zur Info: Bei uns gibt es das. Eine Informatikerin, die ich kenne, hatte Nebenfach Bio.

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Re: Umfrage der Woche

Werner, (vor 9856 Tagen) @ Georg Müller

Hi Leute,
ab heute gibts jede Woche eine Umfrage.
Vorschläge bitte an mich. Diese Woche aus aktuellem
Anlass die Psilo-Frage!
Georg

Hallo Georg,habe Dich immer als normalen Menschen
gehalten.Was soll eine Umfrage über Rauschis usw?
Diese Leute gehören weder ins Forum noch sonst wo
hin,
außer Gefängnis oder Friedhof!!!
Werner

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Re: Umfrage der Woche

Birgit, (vor 9856 Tagen) @ Werner

Diese Leute gehören weder ins Forum noch sonst wo
hin,
außer Gefängnis oder Friedhof!!!

Werner, ich nehm jetzt mal an, daß der Beitrag wirklich von dir war.
Das ist ja wohl Bayern in Reinkultur. Die legale Droge Alkohol wird vom Staat nicht nur toleriert, sondern auf diversen Volks- und Oktoberfesten kräftig unters Volk gebracht, weil der Staat dran verdient. Durch Alkoholismus entsteht andererseits ebenfalls ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden, der meiner Meinung nach nicht geringer ist als der von Junkies verursachte.
Andererseits werden weiche Drogen wie Cannabis verteufelt. Wo bitte ist da denn der große Unterschied außer daß der Staat nix dran verdient?

Wohlgemerkt, ich hab nix am Hut mit Zauberpilzen.
Aber grölende bessoffene Horden in der U-Bahn beim Oktoberfest und nach Fußballspielen ekeln mich wesentlich mehr an, als jeder Psilofreak, der sich daheim im stillen Kämmerchen seine Pilze reinzieht.

Leben und Leben lassen

in diesem Sinne

Birgit

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Re: Umfrage der Woche

Boris, (vor 9856 Tagen) @ Birgit

Diese Leute gehören weder ins Forum noch sonst wo
hin,
außer Gefängnis oder Friedhof!!!

Werner, ich nehm jetzt mal an, daß der Beitrag wirklich von dir war.
Das ist ja wohl Bayern in Reinkultur. Die legale Droge Alkohol wird vom Staat nicht nur toleriert, sondern auf diversen Volks- und Oktoberfesten kräftig unters Volk gebracht, weil der Staat dran verdient. Durch Alkoholismus entsteht andererseits ebenfalls ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden, der meiner Meinung nach nicht geringer ist als der von Junkies verursachte.
Andererseits werden weiche Drogen wie Cannabis verteufelt. Wo bitte ist da denn der große Unterschied außer daß der Staat nix dran verdient?

Hi, Birgit! Du hast die Zigaretten vergessen! Cannabis macht nicht physisch suechtig, Tabak nachweislich sehr wohl!
(Mein Kalifornienurlaub war SEHR lehrreich, was alternatives Leben auf dem Lande betrifft... ;-) Da koennen die armen Psilozuechter auf der Fensterbank wohl nur vor neid gruen werden. Wohlgemerkt, ich nehme nichts von dem Zeug, aber einen wissenschaftlichen Selbstversuch im Stil von Georg durchzufuehren, halte ich fuer durchaus vertretbar.)
Zu den Dingen, die ich nicht mag zaehlen Intoleranz und Bigotie. Mit zweierlei Waagschalen messen, nur weil der Staat mit dem einen 200% Kohle machen kann und mit dem anderen nicht, ist kein feiner Zug!
Stay cool, Boris

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Re: Umfrage der Woche

Birgit, (vor 9855 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

Du hast die Zigaretten vergessen! Cannabis macht nicht physisch suechtig, Tabak nachweislich sehr wohl!

Warum habe ich wohl die Zigaretten vergessen? ;-)). Die physischen Entzugserscheinungen halte ich nicht für so relevant, ich mußte schon mal gezwungenermaßen auf einen Schlag aufhören und hatte keinerlei physischen Entzgserscheinungen. (Wer 1 Woche im Krankenhausbett liegt und überhaupt nicht aufstehen darf, kann nicht heimlich unter der Bettdecke rauchen.) Was den volkswirtschaftlichen Schaden angeht, muß ich mich auch etwas zurücknehmen, Alkoholiker und Raucher zahlen im Laufe ihres Lebens Unsummen an Steuern an den Staat. Eigenltich hätten sie einen Anspruch auf "Rückerstattung" bei Krankheiten. Also: Legalize it, aber mit Steuern? ;-))

Ich trinke natürlich auch hin und wieder Alkohol, aber diese agressiven, gröhlenden Besoffenen kann ich gar nicht leiden.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Umfrage der Woche

MHeidenreich, (vor 9856 Tagen) @ Georg Müller

Könnte man das nicht auch auf die Wetterzentrale
ausweiten ?
z.B. Wetter - Chat einrichten oder nicht ?

Gruß MH