Pilze auf Holz, ein Problem?

Bernd, (vor 8786 Tagen)

Hallo,

letztes Jahr habe ich auf einer Pilzführung gehört, dass man - bis
auf wenige Ausnahmen - Pilze die direkt auf Holz wachsen nicht
essen sollte, da dies angeblich Giftstoffe aus dem verfaulendem Holz
aufnehmen würden.
Hier im Pfälzer Wald fiden sich z.Z. Massen an Trompetenpfifferlingen
und nicht wenige davon wachsen unter faulendem Holz hervor und manchmal
auch direkt auf ganz alten Holzresten.
Ich frage mich jetzt, ob man diese Pilze besser nicht essen sollte?
Ich habe die obige Behauptung nämlich sonst noch nirgendwo anders gehört
bzw. gelesen.
Kann jemand was dazu sagen?

Bernd

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Re: Pilze auf Holz, ein Problem?

Huperzia ⌂, (vor 8786 Tagen) @ Bernd

letztes Jahr habe ich auf einer Pilzführung gehört, dass man - bis
auf wenige Ausnahmen - Pilze die direkt auf Holz wachsen nicht
essen sollte, da dies angeblich Giftstoffe aus dem verfaulendem Holz
aufnehmen würden.

Hallo Bernd,

Was war das für eine Pilzführung? Ich halte das schlicht und einfach für falsch.
Es gibt ein paar wenige giftige Pilze an Holz, die für einen Anfänger oft schwer zu unterscheiden sind und der Gifthäubling (Galerina marginata ) ist da sicher nicht zu verharmlosen, aber auch viele sehr gute Speisepilze wachsen auf Holz.

Hier im Pfälzer Wald fiden sich z.Z. Massen an Trompetenpfifferlingen
und nicht wenige davon wachsen unter faulendem Holz hervor und manchmal
auch direkt auf ganz alten Holzresten.
Ich frage mich jetzt, ob man diese Pilze besser nicht essen sollte?
Ich habe die obige Behauptung nämlich sonst noch nirgendwo anders gehört
bzw. gelesen.

Der Trompetenpfifferling wächst aber nun nicht deswegen auf Holz, nur weil er mal in der Nähe ist oder vielleicht sollte man sagen, daß auch ein Champignon im Wald auf Holz wächst, weil ja der Erdboden letztendlich auch nichts anderes als verrottetes Holz ist.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Unsinn hoch drei! *oT*

gottfried, (vor 8786 Tagen) @ Bernd

- kein Text -

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Pilze auf Holz, kein Problem!

EricS ⌂, (vor 8786 Tagen) @ Bernd

Hallo Bernd,

ich kann Tanja und Gottfried nur beipflichten. Diese Behauptung kannst Du getrost vergessen. Wenn dem so wäre, würde das Forum hier bereits "ausgestorben". Würde man jeden Pilz, der saprophytisch lebt (d.h. organisches, bereits totes) Material besiedelt und sich von diesem ernährt, als Giftpilz verdammen, so müßten wir auf sehr viele unserer heißgeliebten Speisepilze verzichten:

- Austernseitling
- Stockschwämmchen
- Graublättriger Schwefelkopf
- Shii-take
- Champignons (Zuchtchampignons auf Substraten, die Dung enthalten)
- und und und...

Ich verstehe die Angst, daß Pilze z.T. Schwermetalle ansammeln (z.B. Riesenchampignons) oder gebietsweise radioaktiv stärker belastet sind...aber trotzdem fühle ich mich gesund und munter - trotz aller "Gifte" in unseren Wildpilzen. Ich denke, da wollte Dich jemand auf den Arm nehmen, damit er die Stockschwämmchen etc. (s.o.) für sich alleine hat und Du ihm nicht ins Gehege kommst.

Viele Grüße: Eric

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Vorsicht! *g*

Joachim, (vor 8786 Tagen) @ Bernd

Hallo Bernd,
es sind solche Pilze giftig, die neben rostigen Eisen, an faulenden
Stoffen, neben giftigen Reptilien und an Bäumen Wachsen die wie der
Ölbaum die Eigenschaft haben, die Pilze zu verderben.
So sagte es Albertus Magnus, der große Gelehrte Naturwissenschaftler!
Allerdings hatte Albertus Magnus dies im Mittelalter "festgestellt".
Heute wissen wir zum Glück mehr über Pilze.
Ich kann es einfach nicht Glauben das bei einer Pilzführung so ein
Unsinn erzählt wird. Hoffentlich wurde nicht auch noch gesagt das Pilze
ohne Insekten und Schneckenfraß giftig sind, naja so was wurde unlängst
auch im TV behauptet.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim