Warum - gehst Du in die Pilze ...

Franz Wollersheim, (vor 8770 Tagen)

und schreibst in diesem Forum ?

Nur diese Konstillation ... ist schon provokant!

LG an alle

franz

KochtopfpilzlerInnen oder Lateiniker....egal...;-)
... ist kein künstlich erzeugtes Thema ... ok ?!

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Re: Warum - gehst Du in die Pilze ...

Doris Kreissl, (vor 8770 Tagen) @ Franz Wollersheim

und schreibst in diesem Forum ?
Nur diese Konstillation ... ist schon provokant!
LG an alle
franz
KochtopfpilzlerInnen oder Lateiniker....egal...;-)
... ist kein künstlich erzeugtes Thema ... ok ?!

Hallo Franz,
ich antworte Dir mit den Worten von Hans Hellmut Hillrich, der in seinem Buch "Pilze sammeln", mir gewissermaßen, die Antwort gegeben hat *Warum* ich es so liebe im Wald rumzustiefel:-)
Zitat: aus dem Kapitel Stimmen in der Stille
"Du beobachtest den Wald, und du beobachtest dich selbst, blickst in dich hinein wie in ein Reagenzglas. Du merkst, wie der verlauf der Suche deine Stimmung verändert, von beginnender Frustration in vorsichtige Hoffnungsbereitschaft, von triumphierender Freude in schiere Glückseeligkeit, von vibrierender Erwartung in kleinlaute Enttäuschung. Du registrierst alles, was Fingerzeig, Indiz, Spur, Hinweis, Schlüssel zum Erfolg sein könnte. Du entwickelst ein Gefühl gesteigerter Wahrnehmung und beginnst den Zustand zu genießen, das du sowohl Subjekt als auch Objekt dieser Wahrnehmungen bist.Du achtest auf alles und gewinnst ganz natürlich ein Stück Selbstachtung hinzu. In solchen Momenten und insbesondere dann, wenn eine reichhaltige Fundstelle das Gemüt aufhellt und weitere Gastgeschenke annonciert hat, erlaube ich mir die Vision, dass alles nur eine Frage der Wahrnehmung ist. Die Dinge existieren, aber wir sehen sie nicht! Wenn das Vexierbild des Waldes sich allmählich entschlüßelt, wenn der Autobahn-, der Einkaufs-,der Stadtblick mich nicht mehr einschnürt, wenn ich in der anfangs dumpfen Unordnung aus Licht und Schatten plötzlich Muster, Strukturen, Feinheiten und schließlich noch Prachtexemplare von Pilzen erkenne, dann kommt jener finale Moment, der mir die Option beschert, ich müsse nur noch ein wenig genauer hinsehen, um auf der Lichtung vor mir auch noch das letzte Einhorn, den Eingang zum Gral oder die blaue Blume zu entdecken....."

liebe Grüße Aleuria

PS: und hier lese ich ( und schreibe , wenn auch selten;-)) weil es Freude macht an den Funden anderer teilhaben zu können , die, wenn auch jeder auf seine Art und Weise, doch die gleiche *Leidenschaft* teilen.
Mein Dank, an Georg der diese Seite möglich macht!

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Schöner Text! *oT*

Karl Keck ⌂, (vor 8770 Tagen) @ Doris Kreissl

- kein Text -

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Kann ich mich nur anschließen ...

Franz Wollersheim, (vor 8770 Tagen) @ Doris Kreissl

siehste mal ... hätte ich den Helmut Hillerich wäre mein Beitrag überflüssig ;-)
Hallo Aleuria,

Super-Stat ... zwar bin ich nicht so poetisch begabt wie H.H. aber im Großen und Ganzen haut das schon hin ;-).

Vielen Dank .

LG

franz

Hallo Franz,
ich antworte Dir mit den Worten von Hans Hellmut Hillrich, der in seinem Buch
"Pilze sammeln", mir gewissermaßen, die Antwort gegeben hat
*Warum* ich es so liebe im Wald rumzustiefel:-)
Zitat: aus dem Kapitel Stimmen in der Stille
"Du beobachtest den Wald, und du beobachtest dich selbst, blickst in
dich hinein wie in ein Reagenzglas. Du merkst, wie der verlauf der Suche
deine Stimmung verändert, von beginnender Frustration in vorsichtige
Hoffnungsbereitschaft, von triumphierender Freude in schiere
Glückseeligkeit, von vibrierender Erwartung in kleinlaute Enttäuschung. Du
registrierst alles, was Fingerzeig, Indiz, Spur, Hinweis, Schlüssel zum
Erfolg sein könnte. Du entwickelst ein Gefühl gesteigerter Wahrnehmung und
beginnst den Zustand zu genießen, das du sowohl Subjekt als auch Objekt
dieser Wahrnehmungen bist.Du achtest auf alles und gewinnst ganz natürlich
ein Stück Selbstachtung hinzu. In solchen Momenten und insbesondere dann,
wenn eine reichhaltige Fundstelle das Gemüt aufhellt und weitere
Gastgeschenke annonciert hat, erlaube ich mir die Vision, dass alles nur
eine Frage der Wahrnehmung ist. Die Dinge existieren, aber wir sehen sie
nicht! Wenn das Vexierbild des Waldes sich allmählich entschlüßelt, wenn
der Autobahn-, der Einkaufs-,der Stadtblick mich nicht mehr einschnürt,
wenn ich in der anfangs dumpfen Unordnung aus Licht und Schatten plötzlich
Muster, Strukturen, Feinheiten und schließlich noch Prachtexemplare von
Pilzen erkenne, dann kommt jener finale Moment, der mir die Option
beschert, ich müsse nur noch ein wenig genauer hinsehen, um auf der
Lichtung vor mir auch noch das letzte Einhorn, den Eingang zum Gral oder
die blaue Blume zu entdecken....."
liebe Grüße Aleuria
PS: und hier lese ich ( und schreibe , wenn auch selten;-)) weil es Freude
macht an den Funden anderer teilhaben zu können , die, wenn auch jeder auf
seine Art und Weise, doch die gleiche *Leidenschaft* teilen.
Mein Dank, an Georg der diese Seite möglich macht!