Lyophyllum/Tephrocybe boudieri? *PIC*

interhias ⌂, (vor 3938 Tagen)

Hallo zusammen,

die folgenden Fotos zeigen ein Graublatt, das ich schon seit Jahren immer wieder finde und das besonderes in der vergangenen Saison extrem häufig war. Mal wächst es in der Nadelstreu, mal in der Laubstreu. Im Feld riecht es meist aufdringlich mehlig-ranzig, aber nicht immer. Außderdem vergeht dieser Geruch spätestens bei Lagerung über Nacht und es bleibt nur eine schwach mehlige Note im Schnitt.

[image]

[image]

[image]

[image]

Hier noch eine weitere Kollektion von 2015:
[image]

Makroskopisch typisch sind die stark gebuckelten, feinst radialrunzeligen Hüte mit schwacher Streifung am Rand und relativ hellen olivbraunen Farben. Mikroskopisch sind schlank ellipsoide Sporen mit einem Q-Wert über 1,8 charakteristisch.

Mit dem Schlüssel im Gröger (2006) kommt man problemlos zu T. boudieri. Diese Art ist in der Literatur aber oft als recht kleine Art mit viel dunkleren Farben dargestellt (Großpilze BW3; Ludwig, Kompendium).

Lyophyllum ozes in GpBW (S. 323) entspricht meinem Eindruck nach exakt dem Pilz, den ich dauernd finde. Diese Art ist aber sowohl bei Gröger als auch in der Funga Nordica anscheinend unter den Tisch gefallen. Auch die Dartellungen von L. inolens (z.B. im Kompendium) ensprechen makroskopisch genau "meiner" Art, und ich frage mich, ob das nicht mit dem etwas inkonstanten Geruch der Art zu tun hat.

Vielleicht hat sich ja jemand von euch mal mit diesen mykologischen Stiefmütterchen befasst und sich ähnliche Fragen gestellt.

Beste Grüße
Hias

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Ulysses, (vor 3938 Tagen) @ interhias

Hallo,

derartige Funde hab ich aus der Regensburger Umgebung und von der Schwäbischen Alb auch mehrere. Immer über neutralem bis basischem Untergrund, ansonsten aber recht wenig anspruchsvoll (Laub, Nadel, feucht, mäßig trocken, Frühsommer bis kurz vor dem ersten starken Frost).

Bestimmt hab ich diese als Lyophyllum ozes ss. Großpilze BW, da das zu 100 % dem Pilz entspricht.

Wie Du schon sagst, findet sich dieses Artkonzept sonst nirgends. Dort, wo L. ozes aufgeführt wird, handelt es sich um eine ganz andere Art, die mit dem in GP BW unter diesem Namen behandelten Taxon nicht übereinstimmt. Warum es nun allerdings zweierlei Graublätter namens "ozes" gibt, konnte ich bislang nicht aufklären.

Zu L. inolens: Das ist m. E. ein deutlich größerer Pilz (Hut bis 5 (6) cm) Durchmesser, der zumindest bei meinen Funden recht ähnlich Gymnopus butyraceus aussah. Das, was ich L. ozes (GP BW) nenne, hat schmalere Fruchtkörper (Hut bis 2-3 cm, Stiele dünner).

Zu L. boudieri: Diese Art hat m. E. niedrige, im Längsschnitt rundliche bis abgeflachte Hüte, die im feuchten Zustand recht dunkel (bis kohlenbraun) gefärbt sind, während L. ozes (GP BW) ± schmal zugespitzte Hüte hat, die auch feucht heller sind (bis horngrau o.ä.). Ob aber Farbe und Form des Huts konstant sind und zur Abtrennung der Arten taugen?

Wahrscheinlich hilft Dir das bei Deinem Problem auch nicht weiter... Aber vielleicht hat ja jemand anders den "roten Faden" für den Weg durch den Lyophyllum-Schlüssel.

Beste Grüße
Josef

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Till, (vor 3938 Tagen) @ Ulysses

Hallo,
Wir hatten vor 7 Jahren mal diese Frage in unserer Gruppe hier in SO-Bayern. Ich denke, mein Freund Thomas Glaser nimmt es mir nicht übel, wenn ich mich hier u. a. auf seine damalige Diskussion berufe. Er beschrieb 4 Aufsammlungen einer Art, die er nach Großpilze BW problemlos als Lyophyllum ozes bestimmt hatte. "Auch mit dem 'alten' Moser landete ich bei T. ozes. Beide orientierten sich an Altmeister Ricken - 'Collybia ozes - im Nadelwald auf dem Erdboden, gesellig. Häufig.' Bei Gulden endete ich bei L. confusum. hier ist ozes eine helmlingsähnliche Art."

Ich (TRL) verglich Thomas' Beschreibung mit jenem Pilz, den ich ungefähr genauso oft wie er sein "ozes" in der gleichen Region als "L. boudieri" bestimmt hatte - aber eben nach Kühner/Romagnesi 1954, complém. -, und kam zu der Auffassung, dass die Unterschiede minimal waren. Thomas dazu: "L. boudieri ... soll sich nur durch eine dunklere Hutfarbe unterscheiden ... (Meinen Fund) nenne ich vorerst L. ozes ss. Singer, Ricken, Moser."

Die Diskussion zeigt, dass die Problematik schon bei den alten "Klassikern" auftaucht. Deshalb ist es ja so wichtig, dass man bei jeder irgendwie kritischen Art "im Sinne von" dazuschreibt. Damit kann man ganz gut leben - andernfalls müsste man ja strenggenommen immer die Typuskollektion untersuchen, was natürlich völlig unrealistisch ist.

Gute Nacht
Till

,

derartige Funde hab ich aus der Regensburger Umgebung und von der
Schwäbischen Alb auch mehrere. Immer über neutralem bis basischem
Untergrund, ansonsten aber recht wenig anspruchsvoll (Laub, Nadel, feucht,
mäßig trocken, Frühsommer bis kurz vor dem ersten starken Frost).
Bestimmt hab ich diese als Lyophyllum ozes ss. Großpilze BW , da das zu
100 % dem Pilz entspricht.
Wie Du schon sagst, findet sich dieses Artkonzept sonst nirgends. Dort, wo
L. ozes aufgeführt wird, handelt es sich um eine ganz andere Art, die mit
dem in GP BW unter diesem Namen behandelten Taxon nicht übereinstimmt.
Warum es nun allerdings zweierlei Graublätter namens "ozes"
gibt, konnte ich bislang nicht aufklären.
Zu L. inolens : Das ist m. E. ein deutlich größerer Pilz (Hut bis 5 (6)
cm) Durchmesser, der zumindest bei meinen Funden recht ähnlich Gymnopus
butyraceus aussah. Das, was ich L. ozes (GP BW) nenne, hat schmalere
Fruchtkörper (Hut bis 2-3 cm, Stiele dünner).
Zu L. boudieri : Diese Art hat m. E. niedrige, im Längsschnitt rundliche
bis abgeflachte Hüte, die im feuchten Zustand recht dunkel (bis
kohlenbraun) gefärbt sind, während L. ozes (GP BW) ± schmal zugespitzte
Hüte hat, die auch feucht heller sind (bis horngrau o.ä.). Ob aber Farbe
und Form des Huts konstant sind und zur Abtrennung der Arten taugen?
Wahrscheinlich hilft Dir das bei Deinem Problem auch nicht weiter... Aber
vielleicht hat ja jemand anders den "roten Faden" für den Weg
durch den Lyophyllum -Schlüssel.
Beste Grüße
Josef

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Andreas ⌂, (vor 3937 Tagen) @ interhias

Hallo Hias, und natürlich auch alle anderen,

tja, diese Tephrocybe ozes ist glaube ich schon sowas wie eine "Jugendsünde" von mir, denn ich habe die Art mal unter diesem Namen in der SPR vorgestellt. Dieser dort beschriebenen Kollektion gehört das Bild von Achim Bollmann in der Ba.-Wü.-Flora. Aus heutiger Sicht wäre ich mit meiner Bestimmung deutlich vorsichtiger, aber damals im jugendlichen Schwung .... *ggg* Außerdem ist die Beschreibung da in der SPR aus heutiger Sicht viel zu dürftig und damit wenig hilfreich.

Dennoch, was damals auffiel war, dass die Stiel deutlich glänzend-seidig längsfaserig waren, gut vergleichbar mit manchen Telamonien wie z. B. C. casimiri. Insofern kann ich mit der Bestimmung für diese Kollektion auch heute noch halbwegs leben.

In der Ba.-Wü.-Flora sind die drei Arten T. boudieri (sehr dunkle schwarzbraune Fruchtkörper), T. ozes (silberstielig und schlankstielig, wie Telamonie) und T. inolens (collybioid, mit Hutbuckel, genau wie Rh. asema aussehend) sehr gut abgebildet. Jedenfalls sind das für mich drei makroskopisch unterscheidbare Arten. Ob die jeweiligen Namen dazu passen, das ist eine andere Frage ....
Sehr häufig ist in meinen Wälder des Thüringer Waldes T. inolens, das entgegen seinem Namen frisch zerdrückt sehr stark mehlig-gurkig riecht. Dort wo diese Art in größerer Anzahl vorkommt - und das ist in den Fichtenwäldern sowohl auf Buntsandstein als auch of Kalk nicht selten der Fall - dort wird man auch immer Rhodocybe stangliana finden, die auf dieser Tephrocybe parasitiert. Ich habe die Rhodocybe noch auf keiner anderen Tephrocybe gefunden, auch wenn in der Literatur T. rancida als Wirt angegeben wird. Umgekehrt habe ich an die 10 Fundstellen in meinem Einzugsbereich, und auch im Schwarzwald konnte ich die Art auf Ansage mehrfach in entsprechenden Tephrocybe-Beständen finden.

beste Grüße,
Andreas

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Ulysses, (vor 3937 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

In der Ba.-Wü.-Flora sind die drei Arten T. boudieri (sehr dunkle
schwarzbraune Fruchtkörper), T. ozes (silberstielig und schlankstielig,
wie Telamonie) und T. inolens (collybioid, mit Hutbuckel, genau wie Rh.
asema aussehend) sehr gut abgebildet. Jedenfalls sind das für mich drei
makroskopisch unterscheidbare Arten. Ob die jeweiligen Namen dazu passen,
das ist eine andere Frage ....

Was m. E. im Schlüssel der BW-Flora fehlt, ist T. ozes ss. Moser (auch bei Gröger u. v. a.) mit "faserig-längsrissigen" Stielen und "gewölbten, dann flachen" Hüten. Die silberfaserigen Stiele und die deutlich (spitz-)buckeligen (und lange so bleibenden) Hüte der stattdessen dort aufgeführten Art passen dazu gar nicht recht. Dazu zwei Fragen:
-Hattest Du die Moser'sche ozes schon mal? Alles, was ich bislang aus diesem Kreis hatte, war stets mit spitzen Buckeln versehen und entsprach folglich sehr gut Deiner Telamonien-Tephrocybe.
-Kennst Du außer der Beschreibung in der BW-Flora noch eine Literaturstelle, die auf die Telamonien-Tephrocybe Bezug nimmt? Irgendwie glaube ich, dass dieses Taxon (also T. ozes ss. Großpilze BW) noch seiner Beschreibung harrt...

Sehr häufig ist in meinen Wäldern des Thüringer Waldes T. inolens, das
entgegen seinem Namen frisch zerdrückt sehr stark mehlig-gurkig riecht.
Dort wo diese Art in größerer Anzahl vorkommt - und das ist in den
Fichtenwäldern sowohl auf Buntsandstein als auch of Kalk nicht selten der
Fall

Das finde ich überaus interessant. Ich kenne T. inolens bislang nur von Kalk-Standorten. Buntsandstein haben wir hier im Regensburger Raum nicht, auf dem größerflächig vorhandenen Grünsandstein gab's für mich noch keinen Fund. Hattest Du die Art auch schon über Grundgestein (Granit, Gneis,...)?

Beste Grüße!
Josef

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Lothar, (vor 3937 Tagen) @ Andreas

Hallo Hias, Andreas, Till und andere,

ich hätte Hias Kollektion auch ozes genannt. Boudieri ist für mich ein kleinerer Pilz, der meist in der Laubstreu (Buchen- und Edellaubholzwälder) auftritt. Ob inolens wirklich eine gute Art ist oder nur eine "maste Form" von ozes, bin ich nicht mehr so sicher, zumal Andreas eben recht hat und inolens auch nach Mehl riecht.
Was mich auch verwirrt, ist die Tatsache, dass der Index of Fungi ozes als Collybia führt .. (???). Daneben gibt es dort ein T. ozes ss. NZ (was immer das heißt), was T. confusa sein soll - dieses Taxon sagt mir allerdings wenig.
Tephrocybe ist auch sicher kein einfaches Feld - aber zeig mir mal einer ein einfaches Feld ...

LG von Lothar

P.S. Rhodocybe stangliana fand ich auf der Alb auch schon mit Tephrocybe (ozes-inolens) zusammen.

P.S. Was Andreas über Jugendsünden schreibt, ist sehr interessant - da habe ich auch viele verbrochen. Problem ist nur, dass Alterssünden auch nicht immer viel besser sind ...

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Andreas ⌂, (vor 3937 Tagen) @ Lothar

Hallo,

P.S. Was Andreas über Jugendsünden schreibt, ist sehr interessant - da habe
ich auch viele verbrochen. Problem ist nur, dass Alterssünden auch nicht
immer viel besser sind ...

ja, natürlich, schon, aber die merk ich ja erst in 10 Jahren und interessieren mich folglich im Moment noch gar nicht *ggg*

beste Grüße,
Andreas

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri? *PIC*

interhias ⌂, (vor 3937 Tagen) @ Andreas

Hallo Josef, Till und Andreas,

sehr interessante Diskussion!

Die recht schmächtige, sehr dunkel gefärbte T. boudieri habe ich schon ein paar Mal gesehen. Von der "echten" T. inolens mit dem Habitus eines Butterrüblings habe ich aber noch keine konkrete Vorstellung.

Die folgende Aufsammlung von 2012 (montaner Nadelmischwald auf Muschelkalk) hatte ich als T. inolens bestimmt:

[image]

Als Geruch hatte ich "im Schnitt schwach mehlig, sonst geruchlos" notiert. Sporen: schlank ellipsoid bis subzylindrisch, Maße: 7,9 x 3,6 (6,5-8,5 x 3,5-4), Q=2,16. Diese Aufsammlung ist schon relativ kräftig (Hut bis 3,6, Stiel bis 0,4 cm breit). Ich kann mir aber trotz des Geruchsunterschieds nicht vorstellen, dass das etwas anderes ist als die im Ausgangsposting gezeigten Pilze, zumal dieser Geruch recht flüchtig zu sein scheint. Habt ihr vielleicht zufällig noch ein Foto von einer typischen T. inolens parat?

Dem Gröger-Schlüssel zufolge hat T. inolens einen Sporen-Q-Wert von unter 1,8. Könnt ihr das anhand eurer Funde bestätigen? Das wäre ein handfestes mikroskopisches Unterscheidungsmerkmal zu T. ozes (ss. Württemberg-Flora), deren Sporen bei meinen ca. 5 Aufsammlungen immer locker über Q=1,8 liegen.

In der Pilzflora Ehingen ist auch eine recht kräftige T. inolens mit deutlich breiteren Sporen drin. Das ist wohl die, die ihr (Josef, Andreas) meint, oder? Allerdings hat die auch so einen spitzen Buckel und diesen fein radialrunzeligen, speckigen Hut.

Die als L. inolens bestimmte Kollektion 44.31A im Pilzkompendium (mit anfangs deutlichen Mehlgeruch) ist der T. ozes ss. Württemberg-Flora auch verdammt ähnlich, finde ich.

Beste Grüße
Hias

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri? *PIC*

Andreas ⌂, (vor 3937 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

hab leider keine Aufzeichnungen gemacht zu meinen Tephrocybe inolens-FUnden. Werd ich dann wohl mal dieses Jahr besser nachholen ....

Gute Bilder hab ich auch keine - hier zwei Bilder, die eher Übersichtsbilder sind. Mir hat das direkt gemeinsame Vorkommen mit Rhodocollybia asema da gut gefallen :-)

Anschließend noch eines mit Rhodocybe stangliana zusammen mit Tephrocybe inolens (unten) und mit Lyphyllum cf inolens (oben).
Ich halte beide male die Tephrocybe für inolens, auch wenn die auf dem oberen Bild ziemlich dünn ist und geriefte Hutränder hat ....

beste Grüße,
Andreas

[image]

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri? *PIC*

Andreas ⌂, (vor 3937 Tagen) @ Andreas

zweites Bild

[image]

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

Ulysses, (vor 3936 Tagen) @ Andreas

Hallo,

das ist in allen abgebildeten Fällen auch das, was ich als T. inolens (auch anhand eigener Funde) anspreche: Hut flach (oder zumindest sehr bald verflachend), Stiel zwar ± stark mit kleinen Flöckchen besetzt, aber nicht auffällig (v.a. nicht auffällig glänzend) längsfaserig, und sowohl Hut als auch Stiel auch im feuchten Zustand mit hellen Farben (hellgrau, hell bräunlichgrau etc.). Sobald der Hut abtrocknet, sollte auch das stärker geriefte Exemplar wieder "undurchsichtig" sein.

T. boudieri (auch eigene Funde) unterscheidet sich davon durch kleinere und v.a. um einiges dunklere Fruchtkörper.

T. ozes (ss. Großpilze BW; auch eigene Funde) ist unterschieden durch zwar ähnlich helle, aber schmalere Fruchtkörper (Hutdurchmesser kleiner, Stiel dünner). Überdies ist der Stiel "glänzend silberig" längsfaserig und der Hut ist deutlich (spitz-)buckelig (und bleibt dies auch bis zu seinem Ende; nur einzelne Exemplare flachen mit der Zeit etwas aus, aber auch diese werden nie ganz flach).

T. ozes (ss. Moser et al.; keine eigenen Funde, nur Literaturauswertung) ist ähnlich gefärbt wie vorstehendes T. ozes, aber, so wie ich das bislang sehe, davon wiederum unterschieden durch matte (ähnlich T. inolens), stärker längsgeriefte Stiele und schon anfangs flache oder zumindest sehr bald verflachende Hüte.

Aufgrund der Unterschiede in Stielbekleidung, Hutform und der Färbung von Hut und Stiel sind die vier oben aufgeführten Taxa m. E. in keiner Kombination identisch. Ob sie jeweils den Typusexemplaren entsprechen, steht auf einem anderen Blatt... Für mich bleibt es auf jeden Fall dabei, dass es zwei eindeutig abgetrennte "ozes"-Artkonzepte gibt. Da das Epitheton in der Originalbeschreibung auf einen Collybia-artigen Pilz mit flachen Hüten bezogen wurde, kann es sich zumindest bei T. ozes ss. Großpilze BW nicht um den original beschriebenen Pilz handeln. Ob sich aber das bei Moser etc. verwendete Artkonzept mit dem originalen deckt? Wer weiß...

Beste Grüße
Josef

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri?

interhias ⌂, (vor 3935 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

das Foto mit den Butterrüblingen ist wirklich witzig.

Nach T. inolens muss ich mal gezielt Ausschau halten, denn auch die Rhodocybe stangliana ist mir bislang noch nicht untergekommen.

Beste Grüße
Hias

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri? *PIC*

Ice Cubensis, (vor 3618 Tagen) @ interhias

Hallo,

vielleicht kann ich mit diesem Bild die Diskussion nochmal beleben. Ich halte meinen Fund für Tephrocybe boudieri. Passt ganz gut zu dem Bild in der Ba-Wü-Flora. Gefunden am Wochende in einem Fichtenbestand. Mehlgeruch war deutlich zu vernehmen. Nicht mikroskopiert.

Danke schonmal für Eure Hilfe!

Ice Cubensis

[image]

Re: Lyophyllum/Tephrocybe boudieri? *PIC*

Andreas ⌂, (vor 3617 Tagen) @ Ice Cubensis

Hallo,
vielleicht kann ich mit diesem Bild die Diskussion nochmal beleben. Ich halte
meinen Fund für Tephrocybe boudieri. Passt ganz gut zu dem Bild in der
Ba-Wü-Flora. Gefunden am Wochende in einem Fichtenbestand. Mehlgeruch war
deutlich zu vernehmen. Nicht mikroskopiert.
Danke schonmal für Eure Hilfe!
Ice Cubensis

Hallo,

rein optisch käme auch noch L. inolens in Frage, für den die Ökologie besser passen würde.

Wenn ihr solche grauen Tephrocyben in größeren Beständen im Fichtenwald findet, dann achtet doch mal auf die kleine rosalich-weiße Clitopilus stanglianus (= Squamanita stangliana), die auf Tephrocybe parasitiert!
Ich finde die nicht sooo selten in solchen Gebieten auf T. inolens.

beste Grüße,
Andreas

[image]