Re: Täubling in Gelb-Grün
Hallo zusammen,
Wenn ihr über Luteoviridans schreibt, klingelts bei mir.
Nur schon deren Beschreibungen fehlen mir. Bin seit einiger Zeit auf der
Suche nach zuverlässigen Merkmalen. Wo haben denn Gröger und Einhellinger
(fehlen mir leider)die Daten her? Und die Fotos? Von einem Pilz, von dem
wahrscheinlich auch Exsikkate fehlen. So beschäftigte ich mich n.V.m.,
nach einem Russulakurs in Jena, mit einer "grünen" Russula aus
dem Abfall unseres Pilzvereins,und nach und nach ermittelte ich
schliesslich eben diese R. luteoviridans. Die Suche nach vergleichbarem
Material blieb jedoch erfolglos.
Meine mikroskopieschen Möglichkeiten sind begrenzt: Mein Myko ist zwar gut
aber nicht Spitze und fotographieren kann ich nicht.
Geschmack: Erst mild, nach einigen Sekunden etwas schärflich
(=>Weggespukt) und nach einigen Minuten anhaltend ätzende Zungenspitze
Geruch: Nicht unangenehm
Sp-Ornament: Isoliert grob stumpf-höckrig rasche orange Verfärbung.
Danke und Gruss Mani
Servus Mani,
der Zeichnung nach hat dein grüner Täubling Dermatozystiden (=Pileozystiden) und muss demnach etwas anderes sein als R. luteoviridans ss. Blum. Letzterer ist nur mit Primordialhyphen beschrieben.
R. luteoviridans non ss. Blum ist möglicherweise ein Synonym zu R. cuprea, zu der würden auch die isoliert stacheligen großen Sporen und die Pileozystiden deines Täublings ganz gut passen. Ein Foto zu dieser Art findest du in der Monographie von Sarnari auf S. 725 (olivbräunlich) und in diversen anderen Werken (PDS6).
Beste Grüße
Hias