Re: Harter Zinnobertäubling

Ufo, (vor 2625 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
sehr schöne Dokumentation.
Die Artbestimmung ist unzweifelhaft
Zu deinen Fragen kann ich nichts weiter beitragen
Ich finde den Geschmack dieser Art gewöhnungsbedürftig , zum Essen nehme ich den eigentlich nie mit

beste Grüsse vom Bodensee
Uwe

Hallo miteinander!
Regelmäßige Mitleser*innen haben schon was von diesem Fund mitbekommen. Ich
denke, eigentlich kommt nur Russula lepida/rosea/rosacea in Frage, auch
wenn ein paar Merkmale nicht ganz literaturkonform sind. Aber nachdem die
Literatur untereinander auch nicht konform ist ... so steht über das
Sporenornament in GpBW "dicht bestachelt", während GERHARDT und
BON sowie MARXMÜLLER in RUSSULARIUM ICONES "gratig-netzig"
schreiben – und so sehen meine Sporen auch aus.
Geschwind die Daten zu diesem Täublibg: Funddatum: 16.08.2019
Fundort/Habitat: Hochsträß bei Ringingen, gute 600 mNN, Lösslehm über Kalk,
am Rand einer vergrasten Rückegasse (die Jäger fahren da gelegentlich
durch) in einem Buchenwald mit eingesprengten Eichen und viel Unterwuchs
Hut: Ø 10...14 cm; HDS samtig-trocken, kann feinschollig aufbrechen, bei
reifen Frk. die Lamellenenden freigebend; karmin- bis ziegelrot (je nach
Zustand blasser oder intensiver gefärbt, Exsikkat entspr. RAL 3003), Mitte
manchmal mit Ockerton; Fleisch weiß; Huthaut 1…2 cm abziehbar (!??)
Lamellen: leicht ausgebuchtet angewachsen; nur in Stielnähe gegabelt oder
wenige Zwischenlamellen; Lamellenschneiden fein gesägt (wo habe ich
dieses Merkmal schon gelesen?? Vor allem bei welcher Russula??), in
Hutrandnähe intensiv rot, teilweise dunkelbräunlich rau punktiert (das
konnte ich nirgends lesen!); am Grund anastomisierend; weißlich-creme, bei
Berührung braun werdend, beim Trocknen neben dem Braun auch deutliches
Grau!
Stiel: Länge 8...10 cm, Dicke 2,2...2,6 cm; meist leicht keulig; voll;
Grundfarbe (creme-)weißlich mit viel Rot im gleichen Farbton wie der Hut;
Verfärbungen nach Braun und Grau wie bei den Lamellen ( darf der grauen??
Finde nix drüber in der Literatur)
Geruch: unauffällig, schwach nach Obst
Geschmack: trotz langem Kauen mild, wohlschmeckend in allen Teilen (???)
Sporen: SPP recht weißlich Ib (- IIa?); breitellipsoide Ostereier – 7,0…
7,9 …8,7 x 5,8… 6,6 …7,1; Q 1,11… 1,19 …1,25; gratig-netziges Ornament,
Höhe 0,5…0,8 µm
Mich würde interessieren, ob Ihr
(a) mit meiner Benamsung einverstanden seid, oder wenn nicht – was dann?
(b) was über die unterstrichenen Merkmale wisst, und wenn – was?
Die Bilder muss ich doch nicht weiter kommentieren!? Ich möchte nämlich
dringend schlafen gehen... Der zweite Teil der Makros ist 4 Tage später
aufgenommen, die Frk. waren solange offen im Kühlschrank.


Feingesägte Lamellenschneiden:

Teilweise dunkelbräunlich rau punktierte Lamellenschneiden:


Nach 4 Tagen KühlschranK:


Hier hatte ich am Fundtag die Huthaut abgezogen:


Gute Nacht – Rika


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