Ein paar Umo's, von Kazuya *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8689 Tagen)

Hallo,
im letzten Jahr habe ich so einige unbekannte Pilzarten auf meiner Digitalkamera angesammelt. Nun gibt es immer das Problem mit der Zuordnung, sie können ja auch nicht ewig auf der Kamera bleiben. Ich hatte schon länger vor, euch die Fotos zu zeigen, kam aber nie dazu oder hatte es vergessen.
[image]
UMO 1
ist sicherlich ein Ritterling, der dem Seifenritterling (T. saponaceum) aber auch, wegen des stark bereiften Stieles in die Gruppe um T. atrosquamosum passen könnte. Ich weiß damit nicht viel mit anzufangen und kann nur diese Vermutungen anstellen. Die Fruchtkörper fand ich gesellig an einem Wegrand wachsend. Es waren außer Buchen keine anderen Bäume in der Nähe. Die Hutbreite beträgt ungefähr 8 cm; Oberfläche rau, fein bereift, bleigrau bis mausgrau; Lamellen weißlich und deutlich mit Burggraben. Stiel weißlich und stark bereift, fast geschuppt. Der Variabilität des Seifenritterlings bin ich schon konfrontiert, habe ihn zunächst nicht bestimmen können, letztenendes gelang es aber doch. Diesmal scheine ich mir nicht so sicher zu sein, aber schaut selbst:
[image]
UMO 2
Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei der nächsten Art um einen Schleierling handelt. Es käme durchaus eine Art der Untergattung Leprocybe in Frage, doch ist es auch hier nicht leicht. Hätte der Fruchtkörper nicht so einen gut ausgeprägten Buckel, wäre es sicherlich der Orangefuchsige Raukopf (C. orellanus), und hätte ich den Pilz im Nadelwald gefunden käme er dem Spitzbuckeligen Raukopf (C. ribellus) sehr nahe. Da beides aber nicht zutrifft, blieb diese Art bislang unbestimmt. Die Fruchtkörper wuchsen an einem sehr grasigen Wegrand unter Erlen und Weiden. Fruchtkörper mit Hutbreite von etwa 12 cm. Die Oberfläche war längsfaserig, braun bis rotbraun. Lamellen breit angewachsen bis ausgebuchtet, kräftig rotbraun gefärbt. Stiel zylindrisch, rotbraun, mit kaum sichtbaren Cortinaresten.
[image]
UMO 3
Die letzte Art ist wohl zu 100% ein Schlauchpilz. Sehr wahrscheinlich einer aus der Familie der Becherlinge (Pezizaceae). Durch die teilweise eingeschnittenden Fruchtkörper, die sehr brüchig und bis etwa 4 cm breit und ebenso hoch waren, erinnerte mich diese Art an einen Öhrling (Otidea). Die genaue Art konnt ich jedoch nicht bestimmen. Ich fand sie an einem Krautlosen Wegrand, nahe einer Straße unter verschiedenen Bäumen (u.a. Buche, Erle und eventl. Pappel. Der Spazierstock-Öhrling (O. apophysata !!) käme der Art nahe, dieser ist in Deutschland jedoch sehr selten.

Viele Grüße,
Kazuya

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Re: Ein paar Umo's, von Kazuya

Harald Andres Schmid, (vor 8689 Tagen) @ Notizbrettbildservice

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UMO 1
ist sicherlich ein Ritterling, der dem Seifenritterling (T. saponaceum) aber
auch, wegen des stark bereiften Stieles in die Gruppe um T. atrosquamosum
passen könnte.

hallo
ich denke, Seifenritterling ist die wahrscheinlichste Lösung. Mir fällt sonst kein passender Tricholoma mehr ein...
Gruss, Harald Andres

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UMO 3

Huperzia ⌂, (vor 8689 Tagen) @ Notizbrettbildservice

UMO 3
Die letzte Art ist wohl zu 100% ein Schlauchpilz. Sehr wahrscheinlich einer
aus der Familie der Becherlinge (Pezizaceae). Durch die teilweise
eingeschnittenden Fruchtkörper, die sehr brüchig und bis etwa 4 cm breit
und ebenso hoch waren, erinnerte mich diese Art an einen Öhrling (Otidea).
Die genaue Art konnt ich jedoch nicht bestimmen. Ich fand sie an einem
Krautlosen Wegrand, nahe einer Straße unter verschiedenen Bäumen (u.a.
Buche, Erle und eventl. Pappel. Der Spazierstock-Öhrling (O. apophysata
!!) käme der Art nahe, dieser ist in Deutschland jedoch sehr selten.

Hallo Kazuya,

Ich halte den Pilz eher für eine "echte" Peziza (oder noch was anderes?) und Otidea fast für ausgeschlossen.
Hast du vielleicht noch ein Schnipselchen von dem Pilz getrocknet, so daß man vielleicht nachmikroskopieren könnte? (Würd´mich wirklich interessieren!)

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Ein paar Umo's, von Kazuya

hellmut, (vor 8689 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo,
im letzten Jahr habe ich so einige unbekannte Pilzarten auf meiner
Digitalkamera angesammelt. Nun gibt es immer das Problem mit der
Zuordnung, sie können ja auch nicht ewig auf der Kamera bleiben. Ich hatte
schon länger vor, euch die Fotos zu zeigen, kam aber nie dazu oder hatte
es vergessen.

UMO 1
ist sicherlich ein Ritterling, der dem Seifenritterling (T. saponaceum) aber
auch, wegen des stark bereiften Stieles in die Gruppe um T. atrosquamosum
passen könnte. Ich weiß damit nicht viel mit anzufangen und kann nur diese
Vermutungen anstellen. Die Fruchtkörper fand ich gesellig an einem Wegrand
wachsend. Es waren außer Buchen keine anderen Bäume in der Nähe. Die
Hutbreite beträgt ungefähr 8 cm; Oberfläche rau, fein bereift, bleigrau
bis mausgrau; Lamellen weißlich und deutlich mit Burggraben. Stiel
weißlich und stark bereift, fast geschuppt. Der Variabilität des
Seifenritterlings bin ich schon konfrontiert, habe ihn zunächst nicht
bestimmen können, letztenendes gelang es aber doch. Diesmal scheine ich
mir nicht so sicher zu sein, aber schaut selbst:
UMO 2
Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei der nächsten Art um
einen Schleierling handelt. Es käme durchaus eine Art der Untergattung
Leprocybe in Frage, doch ist es auch hier nicht leicht. Hätte der
Fruchtkörper nicht so einen gut ausgeprägten Buckel, wäre es sicherlich
der Orangefuchsige Raukopf (C. orellanus), und hätte ich den Pilz im
Nadelwald gefunden käme er dem Spitzbuckeligen Raukopf (C. ribellus) sehr
nahe. Da beides aber nicht zutrifft, blieb diese Art bislang unbestimmt.
Die Fruchtkörper wuchsen an einem sehr grasigen Wegrand unter Erlen und
Weiden. Fruchtkörper mit Hutbreite von etwa 12 cm. Die Oberfläche war
längsfaserig, braun bis rotbraun. Lamellen breit angewachsen bis
ausgebuchtet, kräftig rotbraun gefärbt. Stiel zylindrisch, rotbraun, mit
kaum sichtbaren Cortinaresten.

UMO 3
Die letzte Art ist wohl zu 100% ein Schlauchpilz. Sehr wahrscheinlich einer
aus der Familie der Becherlinge (Pezizaceae). Durch die teilweise
eingeschnittenden Fruchtkörper, die sehr brüchig und bis etwa 4 cm breit
und ebenso hoch waren, erinnerte mich diese Art an einen Öhrling (Otidea).
Die genaue Art konnt ich jedoch nicht bestimmen. Ich fand sie an einem
Krautlosen Wegrand, nahe einer Straße unter verschiedenen Bäumen (u.a.
Buche, Erle und eventl. Pappel. Der Spazierstock-Öhrling (O. apophysata
!!) käme der Art nahe, dieser ist in Deutschland jedoch sehr selten.
Viele Grüße,
Kazuya

Hallo,
wenn das Funddatum so um die Mitte Frühling war und sich ev. noch Eschen in der
Nähe befanden könnte es sich bei Bild 3 um Disciotis venosa dem Morchelbecherling handeln.
Ein sicheres Erkennungsmerkmal wäre noch der Geruch nach Chlor.

Grüße Hellmut

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UMO 3

Gelbfieber, (vor 8689 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

bei der rauen beige/grauen Außenseite von UMO 3, innen braun, FK-Größe 2-4cm fällt mir spontan der Glatte Becherling Paxina leucomelaena (Helvella leucomelaena) ein.

Liebe Grüße
Gelbfieber

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Re: UMO 3

Kazuya, (vor 8688 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber,
den P. (Helvella) leucomelas habe ich 2001 schon gefunden, und zwar im Frühling unter einem Nadelbaum. Durch den deutlichen Farbkontrast von weiß und schwarz sah der Pilz völlig anders aus. Zudem hatte dieser einen kleinen, leicht gerippten bis fast glatten Stielteil.
Viele Grüße,
Kazuya

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Re: Ein paar Umo's, von Kazuya

Andreas ⌂, (vor 8689 Tagen) @ Notizbrettbildservice

[...]

Hallo, Kazuya und ihr anderen Rätselrater,

hier meine Meinungen/Verdächtigungen zu den 3 Bildern

UMO 1
ist sicherlich ein Ritterling, der dem Seifenritterling (T. saponaceum) aber
auch, wegen des stark bereiften Stieles in die Gruppe um T. atrosquamosum
passen könnte. Ich weiß damit nicht viel mit anzufangen und kann nur diese
Vermutungen anstellen. Die Fruchtkörper fand ich gesellig an einem Wegrand
wachsend. Es waren außer Buchen keine anderen Bäume in der Nähe. Die
Hutbreite beträgt ungefähr 8 cm; Oberfläche rau, fein bereift, bleigrau
bis mausgrau; Lamellen weißlich und deutlich mit Burggraben. Stiel
weißlich und stark bereift, fast geschuppt. Der Variabilität des
Seifenritterlings bin ich schon konfrontiert, habe ihn zunächst nicht
bestimmen können, letztenendes gelang es aber doch. Diesmal scheine ich
mir nicht so sicher zu sein, aber schaut selbst:

Jein.
Meiner Meinung nach ein Weichritterling, jedenfalls sicher kein "echter" Ritterling. Die Stielbereifung würde auch zu Melanoleuca gut passen. Mikroskopisch wäre die Gattung sofort zu klären, die Artbestimmung ist jedoch schwierig. Ein Tipp wäre vielleicht Melanoleuca humilis ss. Ricken und Moser oder M. turrita = M. humilis ss. Breitenbach & Kränzlin (Braunrußiger Weichritterling).

UMO 2

Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei der nächsten Art um
einen Schleierling handelt. Es käme durchaus eine Art der Untergattung
Leprocybe in Frage, doch ist es auch hier nicht leicht. Hätte der
Fruchtkörper nicht so einen gut ausgeprägten Buckel, wäre es sicherlich
der Orangefuchsige Raukopf (C. orellanus), und hätte ich den Pilz im
Nadelwald gefunden käme er dem Spitzbuckeligen Raukopf (C. ribellus) sehr
nahe. Da beides aber nicht zutrifft, blieb diese Art bislang unbestimmt.
Die Fruchtkörper wuchsen an einem sehr grasigen Wegrand unter Erlen und
Weiden. Fruchtkörper mit Hutbreite von etwa 12 cm. Die Oberfläche war
längsfaserig, braun bis rotbraun. Lamellen breit angewachsen bis
ausgebuchtet, kräftig rotbraun gefärbt. Stiel zylindrisch, rotbraun, mit
kaum sichtbaren Cortinaresten.

Das ist mit Sicherheit ein Schleierling, wohl aus der Untergattung Telamonia, also ein Gürtelfuß oder Wasserkopf. Das Schwärzen dürfte arttypisch sein, kein Merkmal des Vergehens, dazu sind die Fruchtkörper noch zu frisch.
Kenne die Art nicht, aber sie könnte durchaus rauszubekommen sein, anhand der Farben und dem Schwärzen sieht sie jedenfalls recht charakteristisch aus.

UMO 3
Die letzte Art ist wohl zu 100% ein Schlauchpilz. Sehr wahrscheinlich einer
aus der Familie der Becherlinge (Pezizaceae). Durch die teilweise
eingeschnittenden Fruchtkörper, die sehr brüchig und bis etwa 4 cm breit
und ebenso hoch waren, erinnerte mich diese Art an einen Öhrling (Otidea).
Die genaue Art konnt ich jedoch nicht bestimmen. Ich fand sie an einem
Krautlosen Wegrand, nahe einer Straße unter verschiedenen Bäumen (u.a.
Buche, Erle und eventl. Pappel. Der Spazierstock-Öhrling (O. apophysata
!!) käme der Art nahe, dieser ist in Deutschland jedoch sehr selten.

Wie Hupi schon sagte ist dies sicher eine Pezia, also ein Echter Becherling. Mikroskopisch wäre die mit Jod blauende Schlauchspitze Gattungsmerkmal. Ich denke es handelt sich um eine Art aus dem Kreis um Peziza repanda/varia oder vielleicht auch arvernensis oder gar vesiculosa. Aber ohne Mikroskop ist es halt nicht mehr als Raterei ....

Viele Grüße,
Kazuya

Beste Grüße,
Andreas

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Ganz meine Meinung,

Helmut, (vor 8689 Tagen) @ Andreas

wobei ich inzwischen die Erfahrung machen musste, dass Arten der Gattung Peziza oft nur im frischen Zustand bestimmbar sind. Am Exsikkat sind gerne sogar einige Mikromerkmale nicht mehr feststellbar (Strukturen werden wohl beim Trocknen zerstört).

Servus

Helmut (mit einem L)

[...]
Hallo, Kazuya und ihr anderen Rätselrater,
hier meine Meinungen/Verdächtigungen zu den 3 Bildern
Jein.
Meiner Meinung nach ein Weichritterling, jedenfalls sicher kein
"echter" Ritterling. Die Stielbereifung würde auch zu
Melanoleuca gut passen. Mikroskopisch wäre die Gattung sofort zu klären,
die Artbestimmung ist jedoch schwierig. Ein Tipp wäre vielleicht
Melanoleuca humilis ss. Ricken und Moser oder M. turrita = M. humilis
ss. Breitenbach & Kränzlin (Braunrußiger Weichritterling).
UMO 2
Das ist mit Sicherheit ein Schleierling, wohl aus der Untergattung Telamonia
, also ein Gürtelfuß oder Wasserkopf. Das Schwärzen dürfte arttypisch
sein, kein Merkmal des Vergehens, dazu sind die Fruchtkörper noch zu
frisch.
Kenne die Art nicht, aber sie könnte durchaus rauszubekommen sein, anhand der
Farben und dem Schwärzen sieht sie jedenfalls recht charakteristisch aus.
Wie Hupi schon sagte ist dies sicher eine Pezia , also ein Echter
Becherling. Mikroskopisch wäre die mit Jod blauende Schlauchspitze
Gattungsmerkmal. Ich denke es handelt sich um eine Art aus dem Kreis um
Peziza repanda/varia oder vielleicht auch arvernensis oder gar
vesiculosa . Aber ohne Mikroskop ist es halt nicht mehr als Raterei ....
Beste Grüße,
Andreas

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Re: Ein paar Umo's, von Kazuya

Christoph ⌂, (vor 8689 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Nr. 1 halte ich auch für ne Melanoleuca,

Nr. 2: überprüfe mal Cortinarius (Tel.) adalberti. Der gehört in die Cort.-brunneus-Gruppe, hat auch entfernt stehende Lamellen (mit rötlichem Ton) und schwärzt. Ich hoffe, ich habs richtig im Kopf.

Grüße, Christoph

Hallo,
im letzten Jahr habe ich so einige unbekannte Pilzarten auf meiner
Digitalkamera angesammelt. Nun gibt es immer das Problem mit der
Zuordnung, sie können ja auch nicht ewig auf der Kamera bleiben. Ich hatte
schon länger vor, euch die Fotos zu zeigen, kam aber nie dazu oder hatte
es vergessen.

UMO 1
ist sicherlich ein Ritterling, der dem Seifenritterling (T. saponaceum) aber
auch, wegen des stark bereiften Stieles in die Gruppe um T. atrosquamosum
passen könnte. Ich weiß damit nicht viel mit anzufangen und kann nur diese
Vermutungen anstellen. Die Fruchtkörper fand ich gesellig an einem Wegrand
wachsend. Es waren außer Buchen keine anderen Bäume in der Nähe. Die
Hutbreite beträgt ungefähr 8 cm; Oberfläche rau, fein bereift, bleigrau
bis mausgrau; Lamellen weißlich und deutlich mit Burggraben. Stiel
weißlich und stark bereift, fast geschuppt. Der Variabilität des
Seifenritterlings bin ich schon konfrontiert, habe ihn zunächst nicht
bestimmen können, letztenendes gelang es aber doch. Diesmal scheine ich
mir nicht so sicher zu sein, aber schaut selbst:
UMO 2
Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei der nächsten Art um
einen Schleierling handelt. Es käme durchaus eine Art der Untergattung
Leprocybe in Frage, doch ist es auch hier nicht leicht. Hätte der
Fruchtkörper nicht so einen gut ausgeprägten Buckel, wäre es sicherlich
der Orangefuchsige Raukopf (C. orellanus), und hätte ich den Pilz im
Nadelwald gefunden käme er dem Spitzbuckeligen Raukopf (C. ribellus) sehr
nahe. Da beides aber nicht zutrifft, blieb diese Art bislang unbestimmt.
Die Fruchtkörper wuchsen an einem sehr grasigen Wegrand unter Erlen und
Weiden. Fruchtkörper mit Hutbreite von etwa 12 cm. Die Oberfläche war
längsfaserig, braun bis rotbraun. Lamellen breit angewachsen bis
ausgebuchtet, kräftig rotbraun gefärbt. Stiel zylindrisch, rotbraun, mit
kaum sichtbaren Cortinaresten.

UMO 3
Die letzte Art ist wohl zu 100% ein Schlauchpilz. Sehr wahrscheinlich einer
aus der Familie der Becherlinge (Pezizaceae). Durch die teilweise
eingeschnittenden Fruchtkörper, die sehr brüchig und bis etwa 4 cm breit
und ebenso hoch waren, erinnerte mich diese Art an einen Öhrling (Otidea).
Die genaue Art konnt ich jedoch nicht bestimmen. Ich fand sie an einem
Krautlosen Wegrand, nahe einer Straße unter verschiedenen Bäumen (u.a.
Buche, Erle und eventl. Pappel. Der Spazierstock-Öhrling (O. apophysata
!!) käme der Art nahe, dieser ist in Deutschland jedoch sehr selten.
Viele Grüße,
Kazuya

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Re: Ein paar Umo's, von Kazuya

Andreas 2, (vor 8688 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

UMO 1 hab ich wie auch Christoph als Melanoleuca angesehen. Ein Blick durchs Mikroskop könnte Richtung Gattungsproblematik da schon Klarheit schaffen.

Gruß A2