Pilz der Woche! *PIC*

Boris, (vor 9838 Tagen)

Hallo, zusammen! Der heutige Pilz der Woche ist mal wieder eine etwas bekanntere Art, damit auch unsere Neueinsteiger mal mitraten können. Also viel Spaß und nicht vorzeitig auf die Lösung spicken! ;-)

Ich hoffe, daß man genug auf dem Bild erkennen kann, ich besitze leider nur wenige Bilder dieser ausgesprochen schönen Art! :-)

Salü, Boris

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Re: Pilz der Woche!

Markus H., (vor 9838 Tagen) @ Boris

Hallo, zusammen! Der heutige Pilz der Woche ist mal wieder eine etwas bekanntere Art, damit auch unsere Neueinsteiger mal mitraten können. Also viel Spaß und nicht vorzeitig auf die Lösung spicken! ;-)
Ich hoffe, daß man genug auf dem Bild erkennen kann, ich besitze leider nur wenige Bilder dieser ausgesprochen schönen Art! :-)

Hallo Boris !

Also wenn du nicht dazugesagt hättest, daß du nur wenige Bilder dieses Pilzes besitzt, hätte ich sofort auf einen Schönfußröhrling getippt.
ABER da hast du sicher bessere Fotos. Also sag ich mal Boletus splendidus.

Ciao
Markus H.

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Re: Pilz der Woche!

Leonie, (vor 9838 Tagen) @ Markus H.

Na sicher ist das irgendso ein abgefahrener Rotporer, wie der Wolfsröhrling oder was weiß ich, die Boris wieder in seinen wärmebegünstigten Esskastanien- und Eichenwäldern auf Kalk gefunden hat, von denen unsereins nur träumt.

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Re: Pilz der Woche!

Bodo, (vor 9838 Tagen) @ Boris

Hallo, zusammen! Der heutige Pilz der Woche ist mal wieder eine etwas bekanntere Art, damit auch unsere Neueinsteiger mal mitraten können. Also viel Spaß und nicht vorzeitig auf die Lösung spicken! ;-)
Ich hoffe, daß man genug auf dem Bild erkennen kann, ich besitze leider nur wenige Bilder dieser ausgesprochen schönen Art! :-)
Salü, Boris

Hallo Boris,

wenn ich die Bemerkung "ausgesprochen schöne Art"
als Tip verstehen darf, so handelt es sich sicher
um einen boletus calopus (Schönfussröhrling).
Ansonsten hätte ich auf einen boletus satanas
getippt.

Bis denn,Bodo

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Re: Pilz der Woche! *PIC*

KARL, (vor 9838 Tagen) @ Boris

Hallo, zusammen! Der heutige Pilz der Woche ist mal wieder eine etwas bekanntere Art, damit auch unsere Neueinsteiger mal mitraten können. Also viel Spaß und nicht vorzeitig auf die Lösung spicken! ;-)
Ich hoffe, daß man genug auf dem Bild erkennen kann, ich besitze leider nur wenige Bilder dieser ausgesprochen schönen Art! :-)
Salü, Boris
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Wenn der Hut blassgrau wäre, hätte ich auf den B. satanas getippt, aber dieses Gelb irritiert mich!
Aber wie der IE5 bei der Antwort hier oben unter "img src" verrät, ist es eben doch der satanas. Also nicht nur "Pilz der Woche", sonder "Pilz des Jahres 1999".
mfg Karl

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Re: Pilz der Woche!

Tino, (vor 9837 Tagen) @ Boris

Hallo Boris!
Nun ich glaube da rote Röhren erkannt zu haben!
Der Hut ist wohl in Wirklichkeit nicht ganz so
gelblich, wie auf dem Foto!
Mein Tip: Satans Röhrling (Boletus satanas)

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Wissenswertes zum Pilz der Woche...

Boris, (vor 9836 Tagen) @ KARL

Wenn der Hut blassgrau wäre, hätte ich auf den B. satanas getippt, aber dieses Gelb irritiert mich!
Aber wie der IE5 bei der Antwort hier oben unter "img src" verrät, ist es eben doch der satanas. Also nicht nur "Pilz der Woche", sonder "Pilz des Jahres 1999".
mfg Karl

Ist leider durch den Scanner bedingt. Hinter diesem Foto zum Pilz der Woche, oder soll ich besser sagen Pilz des Jahres, steht eine interessante Geschichte:
In meiner eher bodensauren Ecke Südwestdeutschlands ist der Satanspilz über alle Maßen selten, obwohl er im Schwäbischen oder auch bei Markus H. noch lokal häufig auftreten kann. Ich kenne jemanden aus einer nahegelegenen mykologischen Arbeitsgruppe, der jedem der ihm einen Boletus satanas Standort in der nördlichen Rheinebene zeigt, 100.- DM verspricht. Und das schon seit einigen Jahrzehnten, bisher hat er das Geld noch nie zahlen müssen... ;-)

Kurzum, Boletus satanas ist in meiner Ecke ein Pilz den man gezeigt bekommen muß, an Seltenheit zumindest in dieser Region dem Kaiserling ebenbürtig. Es soll genug Pilzsammler geben, die ihr ganzes Leben Pilze suchen und niemals einen Satanspilz gesehen haben. Jeder nennt ihn, keiner kennt ihn, die angeblichen "Satanspilze" in der Pfalz entpuppen sich dann doch meistens als Schönfußröhrlinge o.ä.

Ich war daher extrem happy als Harry sich meiner erbarmt hat, die wärmebegünstigten Wälder voller "abgefahrener Rotporer" sind nämlich auch hier nicht so häufig, wie es bei Leonie und einigen anderen den Anschein hat. Waren etwa 120 km Autofahrt, aber das war's wohl wert: Ich habe noch nie so einen schönen, farbenfrohen Pilz gesehen. Junge Exemplare sehen genauso aus, wie im Buch von Dähncke. Auffallend und in den Pilzbüchern nicht erwähnt ist das leichte spezifische Gewicht des Pilzes, fast wie Styropor. Hat das auch jemand anders (Markus H.?) beobachten können?

Alte Pilze können einen enormen Umfang erreichen, werden jedoch schnell von Maden befallen und entwickeln dann ein ausgesprochen penetrantes Aroma nach Schweinemist! Im jungen Zustand riecht der Pilz lediglich etwas nach Maggi, durchaus nicht unangenehm. Leider sind durch menschliches Versagen alle meine aufgenommenen Aufnahmen nichts geworden. Noch nie habe ich mich beim Pilzefotografieren so geärgert, das abgebildete Bild stammt dann auch nicht von mir, sondern von einem Freund der mit Blitz arbeitet, was vielleicht beim Scannen die Farben etwas verfälscht. Ich bin aber froh, daß ich wenigstens noch ein Foto sicherstellen konnte, der Satanspilz hat nämlich die nette Eigenschaft in meiner geographischen Ecke oft jahrelang auszubleiben! :-P

Zumindest kann ich nun von mir etwas sagen, was nicht viele Pilzsucher von sich behaupten können, ich habe den "Pilz des Jahres 1999" zumindest einmal gesehen... :-)

Ciao, Boris

"Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief, zur schlechtmöglichsten Zeit und mit schlimmstmöglichen Auswirkungen!"
(Erstes Gesetz von Mc Murphy)

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P.S...

Boris, (vor 9836 Tagen) @ Boris

Wenn der Hut blassgrau wäre, hätte ich auf den B. satanas getippt, aber dieses Gelb irritiert mich!

P.S. Nach einigem Rumspielen mit der Helligkeit konnte ich dem Bild auf meiner Webseite nun doch endlich ein etwas "satanischeres" Äußeres geben.

Das kommt davon, wenn man immer nur diesen gelben Strom benutzt!... ;-)

Gruß, Boris

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Strom

Birgit, (vor 9836 Tagen) @ Boris

Das kommt davon, wenn man immer nur diesen gelben Strom benutzt!... ;-)

Na dann können wir uns ja bald auf Deine Fotos von grünen Pilzen freuen? ;-)

Schöne Grüße

Birgit

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Re: Wissenswertes zum Pilz der Woche...

Markus H., (vor 9835 Tagen) @ Boris

Wenn der Hut blassgrau wäre, hätte ich auf den B. satanas getippt, aber dieses Gelb irritiert mich!
Aber wie der IE5 bei der Antwort hier oben unter "img src" verrät, ist es eben doch der satanas. Also nicht nur "Pilz der Woche", sonder "Pilz des Jahres 1999".
mfg Karl

Ist leider durch den Scanner bedingt. Hinter diesem Foto zum Pilz der Woche, oder soll ich besser sagen Pilz des Jahres, steht eine interessante Geschichte:
In meiner eher bodensauren Ecke Südwestdeutschlands ist der Satanspilz über alle Maßen selten, obwohl er im Schwäbischen oder auch bei Markus H. noch lokal häufig auftreten kann. Ich kenne jemanden aus einer nahegelegenen mykologischen Arbeitsgruppe, der jedem der ihm einen Boletus satanas Standort in der nördlichen Rheinebene zeigt, 100.- DM verspricht. Und das schon seit einigen Jahrzehnten, bisher hat er das Geld noch nie zahlen müssen... ;-)
Kurzum, Boletus satanas ist in meiner Ecke ein Pilz den man gezeigt bekommen muß, an Seltenheit zumindest in dieser Region dem Kaiserling ebenbürtig. Es soll genug Pilzsammler geben, die ihr ganzes Leben Pilze suchen und niemals einen Satanspilz gesehen haben. Jeder nennt ihn, keiner kennt ihn, die angeblichen "Satanspilze" in der Pfalz entpuppen sich dann doch meistens als Schönfußröhrlinge o.ä.
Ich war daher extrem happy als Harry sich meiner erbarmt hat, die wärmebegünstigten Wälder voller "abgefahrener Rotporer" sind nämlich auch hier nicht so häufig, wie es bei Leonie und einigen anderen den Anschein hat. Waren etwa 120 km Autofahrt, aber das war's wohl wert: Ich habe noch nie so einen schönen, farbenfrohen Pilz gesehen. Junge Exemplare sehen genauso aus, wie im Buch von Dähncke. Auffallend und in den Pilzbüchern nicht erwähnt ist das leichte spezifische Gewicht des Pilzes, fast wie Styropor. Hat das auch jemand anders (Markus H.?) beobachten können?
Alte Pilze können einen enormen Umfang erreichen, werden jedoch schnell von Maden befallen und entwickeln dann ein ausgesprochen penetrantes Aroma nach Schweinemist! Im jungen Zustand riecht der Pilz lediglich etwas nach Maggi, durchaus nicht unangenehm. Leider sind durch menschliches Versagen alle meine aufgenommenen Aufnahmen nichts geworden. Noch nie habe ich mich beim Pilzefotografieren so geärgert, das abgebildete Bild stammt dann auch nicht von mir, sondern von einem Freund der mit Blitz arbeitet, was vielleicht beim Scannen die Farben etwas verfälscht. Ich bin aber froh, daß ich wenigstens noch ein Foto sicherstellen konnte, der Satanspilz hat nämlich die nette Eigenschaft in meiner geographischen Ecke oft jahrelang auszubleiben! :-P
Zumindest kann ich nun von mir etwas sagen, was nicht viele Pilzsucher von sich behaupten können, ich habe den "Pilz des Jahres 1999" zumindest einmal gesehen... :-)
Ciao, Boris

Hallo Boris !

Du hast vollkommen recht, der Satanspilz kann echt groß werden und dabei überraschend leicht bleiben - zumindest dann, wenns trocken ist.
Bei regenerischem Wetter saugen sich die alten Ex. schnell mit Wasser an und fangen dann fürchterlich zum stinken an. Der Geruch erinnert stark an den Stinktäubling, mit einer zusätzlichen Hygrophorus cossus - Penetranz und einem muffigen Unterton. (aber Nasen sind ja wie Geschmäcker verschieden).
In den letzten eher feuchten Sommern hab ich ihn im Gebirge nicht mehr angetroffen (da wars ihm scheinbar zu kalt). Dafür besiedelt er dann die Schottergruben in der Ebene (genauer gesagt die Böschungskante zur Schottergrube - dort wo niemand was verloren hat :-)).
Im Gebirge liebt er die warmen Hänge (südwest), wo er dann am Waldrand stets in der Nähe von Buchen oft in vollsonniger Lage anzutreffen ist. Auch Nährstoffen ist er anscheinend nicht abgeneigt, da ich ihn schon öfter am Rande von Viehalmen entdeckt habe.
Alle Standorte, die ich kenne, sind auf sehr gut durchlüfteten Böden und stets kalkreich.
Der Satanspilz ist auch bei uns nicht häufig. Oft wird ein Schönfußröhrling, oder gar ein Hexenröhrling als Satanspilz bezeichnet.
Eigentlich hätte ich bei deinem Pilz eher an D.splendidus gedacht, den ich leider noch nicht gefunden habe, und der es anscheinend auch nicht so kalkreich braucht.

Beste Grüße
Markus H.

PS: Den Schnee hats bis auf 500m NN schon wieder weggeregnet.

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Boletus splendidus und andere Raritäten

Boris, (vor 9834 Tagen) @ Markus H.

Der Satanspilz ist auch bei uns nicht häufig. Oft wird ein Schönfußröhrling, oder gar ein Hexenröhrling als Satanspilz bezeichnet.
Eigentlich hätte ich bei deinem Pilz eher an D.splendidus gedacht, den ich leider noch nicht gefunden habe, und der es anscheinend auch nicht so kalkreich braucht.

Andere Rotporer aus der Purpurei-Gruppe sind bei uns noch seltener. In den Muschelkalkvorkommen der Südwestpfalz scheint zumindest Boletus rhodoxanthus noch gemeldet worden zu sein. Boletus purpureus scheint offenbar hier gar nicht vorzukommen, ebenso B. splendidus der offenbar eine noch wärmeliebendere Art mit südlicher Verbreitung ist (der nördlichste Meßpunkt liegt nach dem Krieglsteiner-Atlas bei Stuttgart.)

Und in meiner sauren Ecke ist sowieso tote Hose. Bei einem Exkurs in die Kalkgebiete konnte ich noch einen großen Röhrling finden, den ich als Boletus speciosus alias pseudoregius ansprach (ich hab das Bild auf meine Webseite gelegt). Auch der echte Regius muß irgendwo hier schon aufgetaucht sein, aufgrund des Mangels an Kalkgebieten sind diese Arten alle bei mir noch seltener als sie es ohnehin schon sind... :-(

PS: Den Schnee hats bis auf 500m NN schon wieder weggeregnet.

Bei mir ist im Moment sonnig und fast warm. Wenn das noch ein paar Tage anhält ist das eine gute Zeit um in Auwäldern auf Winterpilz- und Austernpilzpirsch zu gehen... :-)

Gruß, Boris