bestimmungshilfe *PIC*

gunter, (vor 8605 Tagen)

nabei wieder mal 3 sorgenkinder des vorjahres, welche ich nicht eindeutig bestimmen konnte
1. ein stummelfüßchen, welcher an grashalmen wuchs
2. vermutlich omphalina
3. stinkschwindling ?

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bin für jeden tip dankbar
tschüß gunter

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Re: bestimmungshilfe

Harald Andres Schmid, (vor 8605 Tagen) @ gunter

hallo, Gunter
die Bilder sind sicher sehr schön...
ich habe aber nicht die Zeit, sie herunterzuladen (noch kein ADSL!)
hast du sie noch in etwas kleinerer Dateigrösse?
Gruss, Harald Andres

nabei wieder mal 3 sorgenkinder des vorjahres, welche ich nicht eindeutig
bestimmen konnte
1. ein stummelfüßchen, welcher an grashalmen wuchs
2. vermutlich omphalina
3. stinkschwindling ?

bin für jeden tip dankbar
tschüß gunter

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Re: bestimmungshilfe *PIC*

gunter, (vor 8605 Tagen) @ Harald Andres Schmid

hallo harald,

leider ist die Qualität so schlecht, das ich dir nur ein paar auszüge anbieten kann

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hilft das ?

mfg gunter

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Re: bestimmungshilfe

Andreas ⌂, (vor 8605 Tagen) @ gunter

nabei wieder mal 3 sorgenkinder des vorjahres, welche ich nicht eindeutig
bestimmen konnte
1. ein stummelfüßchen, welcher an grashalmen wuchs
2. vermutlich omphalina
3. stinkschwindling ?
bin für jeden tip dankbar
tschüß gunter

Hallo Gunter,

Bild 1 ist Omphalina acerosa, der Muschelartige Nabeling.
War auch schon in den Gattungen Arrhenia, Leptoglossum und Pleurotellus zu finden .....
Der Pilz wuchs sicherlich am Boden, oder? Möglicherweise sogar zwischen den Grashalmen und nur zufällig drauf.

Bild 2 und 3 halte ich für dieselbe Art, meiner Meinung nach ein Glöckchennabeling (Gattung Xeromphalina).
Den häufigen Geselligen Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella) würde ich ausschließen wollen, da der dichtbüschelig wächst und kürzer gestielt ist. Den kennst Du außerdem sicherlich gut genug.
Ich vermute stark, dass es sich bei Deinen Funden um den Bitteren oder den Schwefelgelben Glöckchennabeling (Xeromphalina fellea bzw. cauticinalis ) handelt, die ich jedoch beide nicht aus eigener Anschauung kenne. Krieglsteiner in der Ba.-Wü.-Flora führt die beiden als Varietäten zueinander, wohl nur durch den bitteren bzw. milden Geschmack getrennt ....
Alle mir bekannten Bilder passen sehr gut, auch das truppweise Vorkommen zwischen Nadeln wird meist angegeben. Den Ökodaten der Ba.-Wü.-Flora zu urteilen scheint es eine kalkliebende, trockenheitstolerierende Art zu sein, was gut zu Deinem Sammelgebiet passen würde,wenn ich mich recht erinnere.
Schöner Fund, sicherlich eine recht seltene Art!

Beste Grüße,
Andreas

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Re: bestimmungshilfe

Christoph ⌂, (vor 8604 Tagen) @ Andreas

Hallo Gunter, hallo Andreas,

ich gehe in fast allen Punkten mit Andreas konform...

Auch und gerade, dass es sich um Xeromphalina handelt.
Aber die Bestimmung als X. cauticinalis/fellea etc. ist doch ohne Mikroskopie nicht möglich.

Bild 2 und 3 halte ich für dieselbe Art, meiner Meinung nach ein
Glöckchennabeling (Gattung Xeromphalina).
Den häufigen Geselligen Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella) würde ich
ausschließen wollen, da der dichtbüschelig wächst und kürzer gestielt ist.
Den kennst Du außerdem sicherlich gut genug.
Ich vermute stark, dass es sich bei Deinen Funden um den Bitteren oder den
Schwefelgelben Glöckchennabeling (Xeromphalina fellea bzw. cauticinalis )
handelt, die ich jedoch beide nicht aus eigener Anschauung kenne.
Krieglsteiner in der Ba.-Wü.-Flora führt die beiden als Varietäten
zueinander, wohl nur durch den bitteren bzw. milden Geschmack getrennt
....

"wohl nur" ist der richtige Ausdruck. Es ist leider oder spannenderweise nicht ganz so einfach mit Xeromphalina. Es gibt eine Reihe an Merkmalen. So z.B. die KOH-Reaktion der Lamellentrama, die Cheilocystiden (ob vorhanden, Form), die Caulocystiden (Form, Anordnung - in Büscheln oder vereinzelt) usw. usf. Und es gibt weitere Arten aus dem Komplex. So habe ich z.B. Xer. fraxinophila gefunden (in der letzten Mycol. Bav. publiziert). Antonin hatte auch schon wenige Funde der Art aus Europa. Derzeit bereitet Dr. Antonin eine Europamonographie der Gattung vor. Es gibt aber schon einen (etwas älteren) Weltschlüssel aus den USA, sowie tschechische Studien aus den 60er Jahren. Die Sysnonymie von X. cauticinalis var. acida mit X. fellea muss erst belegt werden (wie von Krieglsteiner postuliert).
Möglicherweise kann X. cauticinalis mild bis bitter schmecken, und es gibt ne zweite bittere Art, u.a. mit anderer Laugenreaktion in der Lamellentrama.

Aber wie auch immer, es ist ein interessanter Fund. Fall es Beleg gibt, würde ein Prüfen der Mikromerkmale sinnvoll sein. Dann kann man mehr sagen...

Grüße
Christoph

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Re: bestimmungshilfe

Andreas ⌂, (vor 8604 Tagen) @ Christoph

Hallo Gunter, hallo Andreas,
ich gehe in fast allen Punkten mit Andreas konform...
Auch und gerade, dass es sich um Xeromphalina handelt.
Aber die Bestimmung als X. cauticinalis/fellea etc. ist doch ohne Mikroskopie
nicht möglich.
"wohl nur" ist der richtige Ausdruck. Es ist leider oder
spannenderweise nicht ganz so einfach mit Xeromphalina. Es gibt eine Reihe
an Merkmalen. So z.B. die KOH-Reaktion der Lamellentrama, die
Cheilocystiden (ob vorhanden, Form), die Caulocystiden (Form, Anordnung -
in Büscheln oder vereinzelt) usw. usf. Und es gibt weitere Arten aus dem
Komplex. So habe ich z.B. Xer. fraxinophila gefunden (in der letzten
Mycol. Bav. publiziert). Antonin hatte auch schon wenige Funde der Art aus
Europa. Derzeit bereitet Dr. Antonin eine Europamonographie der Gattung
vor. Es gibt aber schon einen (etwas älteren) Weltschlüssel aus den USA,
sowie tschechische Studien aus den 60er Jahren. Die Sysnonymie von X.
cauticinalis var. acida mit X. fellea muss erst belegt werden (wie von
Krieglsteiner postuliert).
Möglicherweise kann X. cauticinalis mild bis bitter schmecken, und es gibt ne
zweite bittere Art, u.a. mit anderer Laugenreaktion in der Lamellentrama.
Aber wie auch immer, es ist ein interessanter Fund. Fall es Beleg gibt, würde
ein Prüfen der Mikromerkmale sinnvoll sein. Dann kann man mehr sagen...
Grüße
Christoph

Hallo Christoph,

na, da hab' ich ja mal wieder Dusel gehabt, dass ich mich nicht festgelegt hatte. Dein Artikelwar mir zwar bekannt, aber die Myc. Bav. ist schon in Jena und daher z.Zt.nicht zugänglich .....

Beste Grüße,
Andreas

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danke euch vielmals *oT*

gunter, (vor 8604 Tagen) @ gunter

- kein Text -

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Re: bestimmungshilfe

Kazuya, (vor 8604 Tagen) @ gunter

Hallo,
also Bild 1 halte ich auf Grund der grauen Lamellen nicht für ein Stummelfüßchen, sondern für den "Gattungswanderer" Phaeotellus (oder wie auch immer) acerosa. Dieser pilz ist recht variabel und könnte auch genauso auf dem Erdboden vorkommen.
Bild zwei ist vielleicht der Bittere Glöckchennabeling (X. fellea), der nicht so büschelig wächst wie so manche gattungsverwandte.
Bidl drei könnte dieser noch einmal sein. Vielleicht ist es jedoch auch ein anderer, wenn nicht gar ein Schwindling.
Viele Grüße,
Kazuya

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Re: bestimmungshilfe

Christoph ⌂, (vor 8603 Tagen) @ Kazuya

Hallo Kazuya...

also Bild 1 halte ich auf Grund der grauen Lamellen nicht für ein
Stummelfüßchen, sondern für den "Gattungswanderer" Phaeotellus
(oder wie auch immer) acerosa.

Bzw. Omphalina acaerosa, wie ihn Andreas nannte... oder Arrhenia, oder oder oder...

Bild zwei ist vielleicht der Bittere Glöckchennabeling (X. fellea), der nicht so büschelig wächst wie so manche Gattungsverwandte.

Wie ich schon geschrieben habe, ohne Mikroskop geht da wohl recht wenig. Xer. fraxinophila sieht genauso aus und wächst auch nicht büschelig (und kann auch auf Nadeln vorkommen) und wächst Xer. cauticinalis büschelig? Vielleicht auch mal, aber meist wohl rasig. Xeromphalina cornui kann ebenfalls ähnlich aussehen, hat aber feine glebliche Flöckchen am Hutrand (auch nach Regen?!).

Drum schlage ich vor, einfach zu sagen: Xeromphalina spec., "aber ne interessante" und genaues erst, wenn ein beleg existiert, der mikoskopiert wurde...

Grüße
Christoph

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*ganzbaffsei*

EricS ⌂, (vor 8603 Tagen) @ gunter

Grüß Dich, Gunter!

Tja, allem Anschein nach ist Eure Region doch nicht so arm an (seltenen) Pilzarten. Jedenfalls habe ich weder O.acerosa noch X.fellea/cauticinalis je zu Gesicht bekommen. Da kann man doch verschmerzen, daß es bei Dir keinen Bärlauch oder Herbsttrompeten gibt (oder Kuhmäuler ;-)).

Dazu noch der B.rubrosanguineus und der Mehlschirmling - Glückwunsch!

Grüße aus dem Süden: Eric