Hallo Täublingsfreunde, von Michel *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8553 Tagen)

Juhee, Habe dieses Jahr meinen ersten Täubling gefunden, er wuchs unter einer Birke, hat einen deutlichen Gelbstich in den Lamellen (Sporenfarbe konnte ich noch nicht prüfen) und ist recht scharf in den Lamellen. Kann ihn nicht einmal in eine Sektion einordnen. (Am liebsten hätte ich ihn bei den Speitäublingen versorgt, aber diese haben immer ganz weisse Lamellen und meistens nicht so wolkige Färbungen. Die Konsistenz dieses Pilzes ist zudem nicht sehr brüchig, aber auch nicht besonders hart (Lepidae).
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Was mich komisch dünkt ist, dass das Fleisch und die Huthaut keinerlei Schärfe aufweisen! Könnte dies ein Schutz der Täublinge sein, sich vor ungebetenen Gästen zu schützen? Dabei frage ich mich, ob es stimmt, dass Sporen die Verdauung überstehen, denn ich meine mal gehört zu haben, dass Tiere durch das Verspeisen der Pilze einen wichtigen Beitrag zur Verteilung der Sporen beitragen.
Weiss jemand mehr darüber?

Viele Grüße
Michel

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Re: Hallo Täublingsfreunde, von Michel

Matthias, (vor 8553 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Juhee, Habe dieses Jahr meinen ersten Täubling gefunden, er wuchs unter einer
Birke, hat einen deutlichen Gelbstich in den Lamellen (Sporenfarbe konnte
ich noch nicht prüfen) und ist recht scharf in den Lamellen. Kann ihn
nicht einmal in eine Sektion einordnen. (Am liebsten hätte ich ihn bei den
Speitäublingen versorgt, aber diese haben immer ganz weisse Lamellen und
meistens nicht so wolkige Färbungen. Die Konsistenz dieses Pilzes ist
zudem nicht sehr brüchig, aber auch nicht besonders hart (Lepidae).

Was mich komisch dünkt ist, dass das Fleisch und die Huthaut keinerlei
Schärfe aufweisen! Könnte dies ein Schutz der Täublinge sein, sich vor
ungebetenen Gästen zu schützen? Dabei frage ich mich, ob es stimmt, dass
Sporen die Verdauung überstehen, denn ich meine mal gehört zu haben, dass
Tiere durch das Verspeisen der Pilze einen wichtigen Beitrag zur
Verteilung der Sporen beitragen.
Weiss jemand mehr darüber?
Viele Grüße
Michel

Hallo Michel,
da hast du den verblassenden Täubling Russula pulchella gefunden
viele Grüsse
Matthias

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Re: Hallo Täublingsfreunde, von Michel

Gelbfieber, (vor 8553 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo und guten Abend Michel,

Stielfarbe weiß leicht rotlila überlaufen, die gelbliche Lamellenfarbe und der fleckige Hut würden gut auf Russula rosea den Zinnober Täubling passen.

Liebe Grüße
Gelbfieber

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Re: Hallo Täublingsfreunde, von Michel

Harald Andres Schmid, (vor 8553 Tagen) @ Notizbrettbildservice

hallo,
ich bin mir nicht sicher bei dem Pilz.
Zu den Meinungen meiner Vorposter:
Russula pulchella? Kannst du uns einen Hinweis geben, wie du auf ihn kommst? Ich kenne diesen Pilz kaum.
Russula rosea (rosacea?), der Zinnobertäubling, den halte ich für möglich.
Die leichte weisse Bereifung auf dem Hut würde stimmen, ebenso dass das Fleisch des Pilzes nicht scharf, sondern bitter ist.
Allerdings fehlt mir der typische Übergang der Hutfarbe in die Lammellen,die von aussen her meist ein wenig eingefärbt sind.
Frage an Michel: Riecht er nach Zedernholz? Falls sich die Huthaut auch kein bischen abziehen liesse, wäre das auch ein Hinweis, der auf den Zinnobertäubling passen würde.
Zur Frage wegen des Verdauens von Sporen:
Sie sind unverdaulich. Dies ist ein Glück in der Spitaldiagnostik, wenn selbst aus dem Darm noch Sporen zur Idendifikation eines Giftpilzes unter das Mikroskop kommen...
Gruss, Harald Andres

Juhee, Habe dieses Jahr meinen ersten Täubling gefunden, er wuchs unter einer
Birke, hat einen deutlichen Gelbstich in den Lamellen (Sporenfarbe konnte
ich noch nicht prüfen) und ist recht scharf in den Lamellen. Kann ihn
nicht einmal in eine Sektion einordnen. (Am liebsten hätte ich ihn bei den
Speitäublingen versorgt, aber diese haben immer ganz weisse Lamellen und
meistens nicht so wolkige Färbungen. Die Konsistenz dieses Pilzes ist
zudem nicht sehr brüchig, aber auch nicht besonders hart (Lepidae).

Was mich komisch dünkt ist, dass das Fleisch und die Huthaut keinerlei
Schärfe aufweisen! Könnte dies ein Schutz der Täublinge sein, sich vor
ungebetenen Gästen zu schützen? Dabei frage ich mich, ob es stimmt, dass
Sporen die Verdauung überstehen, denn ich meine mal gehört zu haben, dass
Tiere durch das Verspeisen der Pilze einen wichtigen Beitrag zur
Verteilung der Sporen beitragen.
Weiss jemand mehr darüber?
Viele Grüße
Michel

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Re: Hallo Täublingsfreunde, von Michel *PIC*

Matthias, (vor 8553 Tagen) @ Harald Andres Schmid

hallo,
ich bin mir nicht sicher bei dem Pilz.
Zu den Meinungen meiner Vorposter: Russula pulchella? Kannst du uns einen
Hinweis geben, wie du auf ihn kommst? Ich kenne diesen Pilz kaum.
Russula rosea (rosacea?), der Zinnobertäubling, den halte ich für möglich.
Die leichte weisse Bereifung auf dem Hut würde stimmen, ebenso dass das
Fleisch des Pilzes nicht scharf, sondern bitter ist.
Allerdings fehlt mir der typische Übergang der Hutfarbe in die Lammellen,die
von aussen her meist ein wenig eingefärbt sind.
Frage an Michel: Riecht er nach Zedernholz? Falls sich die Huthaut auch kein
bischen abziehen liesse, wäre das auch ein Hinweis, der auf den
Zinnobertäubling passen würde.
Zur Frage wegen des Verdauens von Sporen: Sie sind unverdaulich. Dies ist ein
Glück in der Spitaldiagnostik, wenn selbst aus dem Darm noch Sporen zur
Idendifikation eines Giftpilzes unter das Mikroskop kommen...
Gruss, Harald Andres

Hallo Harald,
der verblassende Täubling wächst bei mir vorm Büro unter Birken, dieses Jahr ist er noch nicht aufgetaucht, aber die letzten Jahre habe ich in immer Mitte Mai gefunden. Hier noch zwei Bilder von 2002

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viele Grüsse
Matthias

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@Harald

Boletus ⌂, (vor 8553 Tagen) @ Harald Andres Schmid

ich bin mir nicht sicher bei dem Pilz.
Zu den Meinungen meiner Vorposter: Russula pulchella? Kannst du uns einen
Hinweis geben, wie du auf ihn kommst? Ich kenne diesen Pilz kaum.

Hallo Harald,

Ich hoffe dass Du das Baregg3-Fest gut überstanden hast :-))

R. pulchella müsstest Du eigentlich kennen. Wir hatten diesen Pilz schon wiederholt bei unsern Bestimmungsabenden.
2001 an der Frühjahrsbestimmung und im Herbst 2001 2 mal.
Letztes Jahr im Herbst hab ich ihn auch 2 mal mitgebracht. Zudem war er die letzten drei Jahre an allen unseren Austellungen auf der Baldegg vertreten.
Versuche Dich zu erinnern, nimm Deine Notizen hervor. Unsere Pilze waren meist nicht mehr so farbenfroh....deshalb wohl auch der deutsche Name "ausblassend".

Lieber Gruss
Sepp

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Re: Hallo Täublingsfreunde, von Michel

Piwo, (vor 8552 Tagen) @ Harald Andres Schmid

hallo,
ich bin mir nicht sicher bei dem Pilz.
Zu den Meinungen meiner Vorposter: Russula pulchella? Kannst du uns einen
Hinweis geben, wie du auf ihn kommst? Ich kenne diesen Pilz kaum.
Russula rosea (rosacea?), der Zinnobertäubling, den halte ich für möglich.
Die leichte weisse Bereifung auf dem Hut würde stimmen, ebenso dass das
Fleisch des Pilzes nicht scharf, sondern bitter ist.
Allerdings fehlt mir der typische Übergang der Hutfarbe in die Lammellen,die
von aussen her meist ein wenig eingefärbt sind.
Frage an Michel: Riecht er nach Zedernholz? Falls sich die Huthaut auch kein
bischen abziehen liesse, wäre das auch ein Hinweis, der auf den
Zinnobertäubling passen würde.
Zur Frage wegen des Verdauens von Sporen: Sie sind unverdaulich. Dies ist ein
Glück in der Spitaldiagnostik, wenn selbst aus dem Darm noch Sporen zur
Idendifikation eines Giftpilzes unter das Mikroskop kommen...
Gruss, Harald Andres

Hallo Harald Andres,
das frühe Erscheinen und das Vorkommen unter Birke sprechen stark für R. pulchella. Dieser Täubling ist fast immer einer der ersten.
Gruß Piwo

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Matthias dürfte richtig liegen.

Werner2, (vor 8550 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Michel,

Hutfarbe, Lamellenfarbe(und damit die vermutlich hellocker-farbige Sporen)sowie die zebriert-netzige Sporenornamentation passen neben dem Standort Birke gut zu Russula exalbicans (R.pulchella).
Das nur die Lamellen scharf sind und nicht das Fleisch, ist für diese Art, welche nicht selten bereits im Juni zu finden ist, ebenfalls typisch; das kommt aber auch bei anderen Täublingsarten vor.

Gruß Werner2

Juhee, Habe dieses Jahr meinen ersten Täubling gefunden, er wuchs unter einer

Birke, hat einen deutlichen Gelbstich in den Lamellen (Sporenfarbe konnte
ich noch nicht prüfen) und ist recht scharf in den Lamellen. Kann ihn
nicht einmal in eine Sektion einordnen. (Am liebsten hätte ich ihn bei den
Speitäublingen versorgt, aber diese haben immer ganz weisse Lamellen und
meistens nicht so wolkige Färbungen. Die Konsistenz dieses Pilzes ist
zudem nicht sehr brüchig, aber auch nicht besonders hart (Lepidae).

Was mich komisch dünkt ist, dass das Fleisch und die Huthaut keinerlei
Schärfe aufweisen! Könnte dies ein Schutz der Täublinge sein, sich vor
ungebetenen Gästen zu schützen? Dabei frage ich mich, ob es stimmt, dass
Sporen die Verdauung überstehen, denn ich meine mal gehört zu haben, dass
Tiere durch das Verspeisen der Pilze einen wichtigen Beitrag zur
Verteilung der Sporen beitragen.
Weiss jemand mehr darüber?
Viele Grüße
Michel

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Re: Hallo Täublingsfreunde, von Michel

Mischi, (vor 8549 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Danke für die wertvolle Hilfe!

Habe selbst einen ganzen Abend mit der Bestimmung dieses Pilzes verbracht und ebenfalls auf den verblassenden Birkentäubling gekommen. Ein gewisser Zweifel blieb jedoch noch mit R. versicolor, dem Vielfarbigen T., welcher auch unter Birken wächst und ebenfalls scharf sein soll.

Gruss, Mischi