Hallo,
mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen
interessieren.
Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte
Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar
(erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall
zubereitet.
Servus Werner,
bin auch der Meinung, dass getrocknet mehr Aroma rüberkommt als frisch, trotzdem gibt's auch frisch einige Varianten die wirklich gut schmecken.
Z.B. als Steinpilzomlette, als Risotto, dickere Scheiben paniert gebacken oder frittiert, auch als Belag einer Pizza oder der Klassiker, einfach mit wenig Zwiebel resp. Schalotte in der Pfanne gebraten.
Schlechte Erfahrungen habe ich mit mehreren italienischen Rezepten gemacht (obwohl absoluter Fan der ital. Küche), so z.B. gegrillte Steinpilzhüte mit Knoblauch, dabei gabs einen wunderbaren Geschmack nach Knoblauch, von den Steinpilzen war nichts mehr zu vernehmen oder als Zugabe zu einer Tomatensosse, auch hier wird der Geschmack total überdeckt. Ich denke bei den Zutaten Knoblauch, Speck und Tomaten ist einfach prinzipiell Vorsicht geboten, soll aber nicht heissen, dass damit keine gute Pilzküche machbar wäre.
Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.
Trocknen: ganz klares eigenes "Steinpilzaroma" (Risotto, Suppen, Sossen, usw.)
Einfrieren der geschnittenen rohen Steinpilze und dann direkt aus der Gefriere in die Pfanne, problemlos und tut dem Geschmack zu frischen keinen Abbruch, zieht aber wesentlich mehr Wasser
Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen
interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge
mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht
lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem
relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.
Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.
Herbstrompeten - absolut begeistert, geschmacklich bei meinen Top 10, kommt gut bei sahnesossen und hellem (weissen) Fleisch oder Fisch wegen dem tollen Kontrast
Trompetenpfifferlinge - denke auch, die sind überbewertet, durchaus essbar aber sicher nicht unter den Top 10
Mohrenkopfmilchling - von vielen als Superspeisepilz bezeichnet, ich fand ihn nicht so toll und es war der bisher erste und einzige Pilz, nach dessen Verzehr ich Verdauungsprobleme und Fieber hatte, hab dann schon fast an meiner Bestimmung gezweifelt und das nächste mal ihn roh im Wald probiert, kein Zweifel, er war es.
Ansonsten meine Lieblinge:
Echter und Fichtenreizker
Brätling
Parasol
Schopftintling
Krause Glucke
Pfifferling
usw.
Grüsse Reinhard
Erstaunlich gut waren beispielsweise Rauchblättrige Schwefelköpfe - ich fand
die hatten mehr Biß und waren besser, als viele anerkannte Röhrlinge.
Und - wie sieht es mit dem "Entschleimen" von Maronen aus? Wer hat
da Erfahrungen, außer daß man das "Futter" bei allen, außer ganz
jungen, wegschneidet?
Fragen über Fragen kulinarischer Art.
Laßt mal hören, auch wenn Ihr z.B. eigenartige Zubereitungen wie Silieren und
dgl. praktiziert.
Viele Grüße,
Werner