Rezepte

Werner, (vor 8437 Tagen)

Hallo,

mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen interessieren.

Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar (erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall zubereitet.

Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.

Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.

Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.

Erstaunlich gut waren beispielsweise Rauchblättrige Schwefelköpfe - ich fand die hatten mehr Biß und waren besser, als viele anerkannte Röhrlinge.

Und - wie sieht es mit dem "Entschleimen" von Maronen aus? Wer hat da Erfahrungen, außer daß man das "Futter" bei allen, außer ganz jungen, wegschneidet?

Fragen über Fragen kulinarischer Art.

Laßt mal hören, auch wenn Ihr z.B. eigenartige Zubereitungen wie Silieren und dgl. praktiziert.

Viele Grüße,

Werner

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Re: Rezepte

Jörg aus HH, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

bei uns gab es am Sonntag Pasta.
Die Kinder hatten sich Spaghetti Bolognese gewünscht und wir
haben uns Pasta mit einer Steinpilz-Sahnesoße gegönnt.
Knoblauch, Basilikum, Zitronenschale, Speck, Scharlotten
und Olivenöl waren noch weitere Zutaten.
Die Steinpilze hatten beim Verzehr noch
einen leichten Biss.

LG
Jörg

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Nudelauflauf mit getrockneten Pilzen

Martl, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

eines meiner Lieblingsgerichte mit getrockneten Pilzen ist folgendes:

Zutaten:

Butter
Lauch
Mehl
passierte Tomaten
getrocknete Pilze
Sahne
Maccheroni (Barilla) oder sonstige Nudeln
geriebener Käse (Emmentaler o.ä.)
Gewürze (Salz, Pfeffer, Petersilie; Bohnenkraut)

Zubereitung:

Butter im Topf schmelzen
kleingschnittenen Lauch andünsten
3 EL Mehl mit Schneebesen zu einer Mehlschwitze einrühren
mit dem Einweichwasser der Pilze (30 Minuten vorher einweichen) unter Rühren aufgiessen
eine Packung passierte Tomaten (500g) und 200 ml Sahne dazugeben
frischgemahlenen Pfeffer (reichlich), frische oder tiefgefrorene Petersilie und getrocknetes Bohnenkraut zugeben und mit Salz abschmecken
ggf. mit Wasser die Flüssigkeitsmenge zu einem Liter ergänzen (am besten Topf mit Skalierung innen verwenden)
Das ganze unter ständigem Rühren aufkochen lassen

250 g Nudeln (ungekocht) und die eingeweichten Pilze in eine Auflaufform geben und vermischen. Die oben beschriebene Soße darübergeben und nochmals mischen, damit alles gut vermengt ist.
Das Ganze mit geriebenem Käse bestreuen und 30 Min. bei 170 °C im Ofen überbacken.
Danach rausnehmen und noch 5-10 Minuten stehen lassen.

Voila, fertig. Reicht für 4 Personen!

Es gibt wohl für jeden ein persönliches Optimum, was die Menge der Pilze im Verhältnis zu den Nudeln angeht. Einfach mal auspropieren.

Das Rezept schmeckt auch lecker mit frischem Gemüse statt Pilzen! Dann halt mit Gemüsebrühe aufgiessen.

Grüße & guten Appetit
Martl

Hallo,
mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen
interessieren.
Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte
Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar
(erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall
zubereitet.
Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.
Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen
interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge
mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht
lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem
relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.
Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.
Erstaunlich gut waren beispielsweise Rauchblättrige Schwefelköpfe - ich fand
die hatten mehr Biß und waren besser, als viele anerkannte Röhrlinge.
Und - wie sieht es mit dem "Entschleimen" von Maronen aus? Wer hat
da Erfahrungen, außer daß man das "Futter" bei allen, außer ganz
jungen, wegschneidet?
Fragen über Fragen kulinarischer Art.
Laßt mal hören, auch wenn Ihr z.B. eigenartige Zubereitungen wie Silieren und
dgl. praktiziert.
Viele Grüße,
Werner

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Re: Rezepte

Manfred Kurt, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

getrocknete Steinpilze kommen bei mir (1-2 Stück je nach Größe) in jede klare Suppe hinen. Erstens bekommt die Brühe davon einen schönen braunen Farbton und zweitens einen delikaten Geschmack.

Was sich nach meiner Meinung noch sehr gut trocknen lässt sind Maronen, Herbsttrompeten und Trompetenpfifferlinge. Mit Birkenpilzen habe ich eher schlechte Erfahrungen (die werden dann so labbelig).

Letzte Woche habe ich einen kleinen Parasol gefunden und mir gedacht, zu klein für die Pfanne – den trockne ich mal. War ne echte Fehlentscheidung ... Ergebnis: Null Duft und Kaugummikonsistenz.

Mit getrockneten Pilzen machen wir auch mitunter eine Pilzsuppe: Alle getrockneten Schätze vor dem Wässern ganz klein schneiden (wir machen das immer mit einem Wiegemesser). Dann wässern und mit dem Wasser in einen Topf. Dazu Champignons, alles püriren. Einen Schuss Sahne dran und dann ganz normal würzen.

Ansosnten habe ich einen interessanten Tipp zum Einfrieren: Kanckige Steinpilze - ohne Untermieter - schneide ich nach dem Putzen in mundgerechte Stücke (3-4 cm) und friere sie unbehandelt ein. Im Winter gibt es die dann oft als leckeres Appetithäppchen und zwar so:
Pilze gefroren in die Pfanne werfen (Die Pfanne gut heiss!). Dann anbraten (Außen kross – innen noch ein wenig roh) und mit einer Mischung Aceto Balsamico, Olivenöl, Salz und Pfeffer beträufeln. Perfekt. hmmmmmmmmmmm

Pfifferlinge und Semmelstoppelpilze frieren wir (nur geputzt) regelmäßig ein. Die vertragen das ganz gut. Ich glaube das wichtigste ist die Pilze nicht auftauen zu lassen sondern gleich in die Pfanne in den Topf zu geben.

Viele Grüsse und guten Apettit
Manfred

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Re: Rezepte

Fritz, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

probier doch mal folgendes:
mittelgroße Steinis in ca. 0,5 cm starke Scheiben schneiden. Diese mit feinstem Olivenöl, in das etwas Knoblauch eingearbeitet wurde, bestreichen. In der sehr heißen Pfanne beiderseits kurz und scharf anbraten. Sie sollen leicht braun sein und noch gut "Biss" haben. Dann auf einen flachen Teller anrichten. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Einen Hauch Balsamico (evtl. aus dem Zerstäuber)drübergeben. Mit ein paar Scheiben feinstgehobeltem Parmesan der besten Güte wird es zu einem Geschmackserlebniss der besonderen Art.

Viele Spässe beim Kochen

Fritz

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Re: Rezepte

Harald Andres Schmid, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo,
mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen
interessieren.
Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte
Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar
(erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall
zubereitet.

hallo,
ja, Steinpilze sind getrocknet eine Delikatesse, als Risotto, Beigabe zu Suppen und Sossen.
Frisch gedünstet sind sie erstaunlich mittelmässig. Schleimen wie alle Röhrlinge, wenn man das Röhrenfutter dranlässt und übezeugen nicht im Geschmack.
Frisch in Scheiben in Olivenöl gebraten wie bei den Italienern mit Kräutern und allenfalls Knoblauch sind sie auch sehr delikat. Nur für junge Exemplare geeignet!

Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.

Einfrieren ist möglich. Sie bleiben knackig. Fragt sich, was man nachher mit ihnen anstellen will..
Trocknen, siehe oben.

Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen
interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge
mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht
lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem
relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.

Trocknen eigent sich für Röhrlinge und viele andere Pilze. Nicht geeignet sind Riesenschirmlinge, Rötelritterlinge, Täublinge, Champignons.
Getrocknete Totentrompeten sind für mich hervorragende Würzpilze. Ich kann deine Erfahrung nicht nachvollziehen.
Ein aromatischer Trockenpilz ist der Perlpilz.

Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.

Das verstehe ich schon eher.

Erstaunlich gut waren beispielsweise Rauchblättrige Schwefelköpfe - ich fand
die hatten mehr Biß und waren besser, als viele anerkannte Röhrlinge.

Der Nachteil bei den Rauchblättrigen ist, dass sie einen leicht metallischen Nachgeschmack haben, so gut sie sonst im Aroma sind. Das kann unangenehm herausschmecken, bei gewissen Gerichten.

Und - wie sieht es mit dem "Entschleimen" von Maronen aus? Wer hat
da Erfahrungen, außer daß man das "Futter" bei allen, außer ganz
jungen, wegschneidet?

Noch schlimmer schleimen Rotfüsse und alle Schmierröhrlinge. Sowas ist eher zum Trocknen geeignet.

Fragen über Fragen kulinarischer Art.
Laßt mal hören, auch wenn Ihr z.B. eigenartige Zubereitungen wie Silieren und
dgl. praktiziert.

Silieren (Milchsäuregärung) ist eine Methode für Tüftler, die gerne stundenlang wie ein Alchimist herumwerkeln. Schwierig, ineffizient und aromazerstörend.

Viele Grüße,
Werner

auch Gruss, Harald Andres

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Re: Rezepte

Frank H., (vor 8437 Tagen) @ Werner

Mein Lieblingsrezept für Steinis, aber auch für Pfifferlinge:

Zwiebeln und durchwachsener Speck in Olivenöl anbraten. Pilze dazugeben, ein paar Minuten braten lassen. Danach eventuell etwas Wasser (falls die Pilze noch nicht genügend abgegeben haben) dazugeben, und noch etwas gekörnte Gemüsebrühe. Dazu süße Sahne. Noch einige Minuten aufkochen lassen. Zum Schluß Kräuter beigeben. Dazu entweder Pasta oder einfach nur Baguette. Guten Appetit.

Frank

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mmmhhh... lecker

Ina, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Mir scheint, dass es hier unter den Pilze-Forum-Freunden einige Feinschmecker gibt! Das hört sich alles so lecker an, dass man direkt aufstehen und sammeln muss!!

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Re: Rezepte

Stinkmorcheling ⌂, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen
interessieren.
Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte
Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar
(erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall
zubereitet.

Ich packe immer ein paar getrocknete zu den frischen Steinpilzen dazu (Tipp aus dem Pilzkochbuch von Antonio Carluccio).

Mein Steinpilzlieblingsrezept habe ich schon einmal gepostet - funghi porcini al cartoccio (Steinpilze im Pergamentpapier): Beitrag 21264

Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.
Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen
interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge
mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht
lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem
relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.

Herbsttrompeten verwende ich hauptsächlich getrocknet als Würzpilz (für Soßen und Suppen). Sehr gut auch als Pulver (das mische ich meist mit Pulver von getrockneten Parasolpilzstielen - die sollte man keinesfalls wegwerfen). Außerdem sehr lecker: Herbsttrompeten in Essigwasser kochen und dann in Olivenöl einlegen. Das mache ich auch gerne mit Semmelstoppelpilzen.

Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.

Letztes Jahr hab ich bei einer Weinprobe ("Burgunder weltweit") Nudeln mit Trompetenpfifferlingen in Sahnesoße kredenzt und frischen Parmesan dazu gereicht. Das kam bei allen Beteiligten sehr gut an. Den Pilzgeschmack hebe ich dabei manchmal durch Würzen mit Cenovis Steinpilz-Hefe-Brühe (aus dem Reformhaus) und/oder Pilzpulver (s.o.) ein wenig an.

mfg Stinkmorcheling

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Re: Rezepte

Reinhard, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo,
mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen
interessieren.
Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte
Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar
(erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall
zubereitet.

Servus Werner,
bin auch der Meinung, dass getrocknet mehr Aroma rüberkommt als frisch, trotzdem gibt's auch frisch einige Varianten die wirklich gut schmecken.
Z.B. als Steinpilzomlette, als Risotto, dickere Scheiben paniert gebacken oder frittiert, auch als Belag einer Pizza oder der Klassiker, einfach mit wenig Zwiebel resp. Schalotte in der Pfanne gebraten.
Schlechte Erfahrungen habe ich mit mehreren italienischen Rezepten gemacht (obwohl absoluter Fan der ital. Küche), so z.B. gegrillte Steinpilzhüte mit Knoblauch, dabei gabs einen wunderbaren Geschmack nach Knoblauch, von den Steinpilzen war nichts mehr zu vernehmen oder als Zugabe zu einer Tomatensosse, auch hier wird der Geschmack total überdeckt. Ich denke bei den Zutaten Knoblauch, Speck und Tomaten ist einfach prinzipiell Vorsicht geboten, soll aber nicht heissen, dass damit keine gute Pilzküche machbar wäre.

Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.

Trocknen: ganz klares eigenes "Steinpilzaroma" (Risotto, Suppen, Sossen, usw.)

Einfrieren der geschnittenen rohen Steinpilze und dann direkt aus der Gefriere in die Pfanne, problemlos und tut dem Geschmack zu frischen keinen Abbruch, zieht aber wesentlich mehr Wasser

Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen
interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge
mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht
lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem
relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.
Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.

Herbstrompeten - absolut begeistert, geschmacklich bei meinen Top 10, kommt gut bei sahnesossen und hellem (weissen) Fleisch oder Fisch wegen dem tollen Kontrast

Trompetenpfifferlinge - denke auch, die sind überbewertet, durchaus essbar aber sicher nicht unter den Top 10

Mohrenkopfmilchling - von vielen als Superspeisepilz bezeichnet, ich fand ihn nicht so toll und es war der bisher erste und einzige Pilz, nach dessen Verzehr ich Verdauungsprobleme und Fieber hatte, hab dann schon fast an meiner Bestimmung gezweifelt und das nächste mal ihn roh im Wald probiert, kein Zweifel, er war es.

Ansonsten meine Lieblinge:
Echter und Fichtenreizker
Brätling
Parasol
Schopftintling
Krause Glucke
Pfifferling
usw.

Grüsse Reinhard

Erstaunlich gut waren beispielsweise Rauchblättrige Schwefelköpfe - ich fand
die hatten mehr Biß und waren besser, als viele anerkannte Röhrlinge.
Und - wie sieht es mit dem "Entschleimen" von Maronen aus? Wer hat
da Erfahrungen, außer daß man das "Futter" bei allen, außer ganz
jungen, wegschneidet?
Fragen über Fragen kulinarischer Art.
Laßt mal hören, auch wenn Ihr z.B. eigenartige Zubereitungen wie Silieren und
dgl. praktiziert.
Viele Grüße,
Werner

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Re: Rezepte

Joachim, (vor 8437 Tagen) @ Werner

Hallo Pilzfreunde,
kaum steht das Wort "Rezepte" im Forum, outen sich die Küchenmykologen. *lacheverstehend*
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Ein Traum, der die Arbeit lohnt!

Gela, (vor 8436 Tagen) @ Werner

Hallo,
mich würden mal alle Eure Steinpilzrezepte und -zubereitungsformen
interessieren.
Einerseits habe ich festgestellt, daß getrocknete und wieder eingeweichte
Steinis durchaus aromatischer sind. Dennoch würden mich auch mal ein paar
(erprobte) Rezepte interessieren, wie man Steinis frisch so überall
zubereitet.
Und - was haltet Ihr vom Einfrieren, Trocknen usw.
Außerdem würden mich auch Erfolge/Mißerfolge bei anderen Pilzen
interessieren. So habe ich z.B. erstaunlicherweise keine tollen Erfolge
mit Herbsttrompeten gehabt - die schmeckten nach fast nichts. Vielleicht
lag das ja daran, daß sie zu spät und zu alt gesammelt wurden - außerdem
relativ feucht. Habe sie aber getrocknet und dann wieder gewässert.
Ebenso Trompetenpfifferlinge. Nicht so der Hit bisher in meiner Küche.
Erstaunlich gut waren beispielsweise Rauchblättrige Schwefelköpfe - ich fand
die hatten mehr Biß und waren besser, als viele anerkannte Röhrlinge.
Und - wie sieht es mit dem "Entschleimen" von Maronen aus? Wer hat
da Erfahrungen, außer daß man das "Futter" bei allen, außer ganz
jungen, wegschneidet?
Fragen über Fragen kulinarischer Art.
Laßt mal hören, auch wenn Ihr z.B. eigenartige Zubereitungen wie Silieren und
dgl. praktiziert.
Viele Grüße,
Werner

Hallo Werner,
meine Familie löchert mich schon seit Wochen, wann es endlich wieder Steinpilzravioli gibt. Leider gibt es bei uns noch nichts zu finden.
Also!!!
Nudelteig nach Schubeck herstellen (Wenn nötig liefere ich das Rezept gerne nach).
Frische Steinpilze schnippseln, mit kleinen Zwiebelwürfel, ein Hauch Knoblauch und Petersilie in Butter gut anbraten (sollen sehr trocken sein). Dann den Nudelteil auf der Nudelmaschine bei Stärke '6' ausrollen und dann ausstechen (geht gut mit einem Glas)
und die runden Scheiben mit der Steinpilzmasse füllen. Zusammenklappen und mit einer Gabel schön zusammendrücken.
Evtl. vorher den Nudelrand mit etwas Wasser bepinseln. (Hält besser)
Wenn Du dann alle Ravioli fertig hast (es dauert schon eine Weile), einen großen Topf Salzwasser kochen und die Ravioli darin nur ca. 2 Minuten kochen. Anschließend gut abtropfen lassen und gleich in eine Pfanne mit brauner Butter geben und leicht anbraten. Auf Teller anrichten und frischen Parmesan darüber streuen. Dazu schmeckt ein Feldsalat mit geröstetem Speck und Sonnenblumenkernen und ein guter Wein einfach hervorragend.
Viel Spaß und nimm Dir Zeit dafür - es lohnt sich wirklich. Bin hierfür schon von meiner Familie und meinen Freunden mit mehreren **** ausgezeichnet worden.
Liebe Grüße Gela

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Re: Ein Traum, der die Arbeit lohnt!

Jörg aus HH, (vor 8436 Tagen) @ Gela

Hallo Gela,

würde mich freuen, wenn Du mir das Rezept geben könntest.
Meine Frau und meine Kids würden sich sicherlich freuen.

LG
Jörg

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Küchenmykologen vs. Wissenschaftler :-)

Werner, (vor 8436 Tagen) @ Joachim

Hallo Pilzfreunde,
kaum steht das Wort "Rezepte" im Forum, outen sich die
Küchenmykologen. *lacheverstehend*

Erst mal vielen Dank an alle, die sich bisher die Mühe gemacht haben, Rezepte einzustellen. Ich werde sicherlich das eine oder andere mal nachkochen - richtig toll, was da so alles rüberkommt. Es darf ruhig noch mehr kommen, denn davon profitiert sicherlich 90% des Forums >:-)

Ich wollte auch noch 2 Dinge anfügen: ich persönlich habe bisher Steinpilze (getrocknet und wieder aufgeweicht) in Rahm-Gemüsebrühe-Weißweinsauce mit minimal Schalotten und minimal Pfeffer auf Tagliatelle am Besten gefunden. Gemüsebrühe läßt sich auch durch Hühner- oder Fleischbrühe ersetzen.

Mit den Herbsttrompeten hatte ich den Verdacht, daß ich zu labbrige gesammelt habe - werde noch mal nachexperimentieren. Auch bei den Mohrenköpfen habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht - nur da habe ich wohl den Fehler gemacht, die nicht scharf genug gebraten zu haben. Die wurden dann irgendwie geschmacklos-lappenartig. Auch wieder ein Experiment, das noch verbessert werden muß.

Lieben tue ich weiterhin panierte Pilze, insbesondere Brätlinge, Lachsreizker und Parasole. Insbesondere erstaunten mich die Lachsreizker, die paniert doch tatsächlich nach Lachs schmecken.

Nun aber mal im Ernst: gibt es denn hier überhaupt jemand, der NIE Pilze zum Essen sammelt? Oder zumindest GAANZ, GAANZ SELTEN?

Ich kann mir bei allem eigenen wissenschaftlichen Ehrgeiz - ja, ich gehöre zu denen, die ein giftiger, kleiner, seltener Rißpilz u.U. viel mehr fasziniert, als 10 Steinis - nicht vorstellen, daß jemand Steinis oder Pfifferlinge stehenläßt und seinen Korb dafür nur mit den benachbarten, ungenießbaren Raritäten füllt. Gut, wenn jemand halt keine Steinis mag, nimmt er statt dessen Reizker, Hexenröhrlinge, Wiesenchampis u.dgl.

Oder gibt es tatsächlich bei uns Leute, die überhaupt keine Speisepilze sammeln - nicht mal für den Nachbarn?

fragt sich,

Werner, der hofft, daß noch mehr Rezepte und Kommentare kommen

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Natürlich esse ich auch Wildpilze. *grins* *oT*

Joachim, (vor 8436 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Mjamm!!! ;-))) *oT*

Harald Andres Schmid, (vor 8436 Tagen) @ Gela

- kein Text -

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Re: Küchenmykologen vs. Wissenschaftler :-)

Do It Now Or...?!, (vor 8436 Tagen) @ Werner

Ja, die gibt es tatsächlich, mindestens einen jedenfalls: mich. Ich sammle gar keine Pilze! Jetzt bitte nicht die Frage, was ich dann in diesem Forum will...

Mein Hobby ist einfach Pilze suchen (und finden) - und zwar da, wo sie sonst überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden - nämlich mitten in der Stadt auf Wiesen, in den winzigen Baumscheiben, in Blumenbeeten usw...

Sammeln tue ich aus zwei Gründen nicht

1: kann ich sowieso nicht kochen (braten oder backen, oder was auch mmmer man Leckeres damit anstellen könnte)

2: bin ich in der Bestimmung viel zu unsicher - und einen Pilz auszureißen, nur um festzustellen, wie er heißen könnte, ist nicht mein Ding, mal davon abgesehen, dass ich es dann vermutlich auch nicht könnte (das Bestimmen, nicht das Ernten).

Was aber nicht heißt, dass meine Kenntnisse nicht jeden Tag durch dieses Forum besser werden, besonders durch die Klassebilder, die vielfach um Länger besser sind als in Pilzbüchern.

Do It Now Or...?!

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Re: Ein Traum, der die Arbeit lohnt!

Rainer_aus_AC, (vor 8436 Tagen) @ Gela

Hallo Gela,
das Rezept für den Nudelteig würde mich auch interessieren.
Und eine noch eine Frage: Braucht man unbedingt eine Nudelmaschine,
oder geht das auch "zu Fuss"?
Viele Grüße,
Rainer.

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*AuchRezepthabenwill* *oT*

Robert Blau, (vor 8436 Tagen) @ Rainer_aus_AC

- kein Text -

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Nudelrezept nach Alfons Schuhbeck

Gela, (vor 8436 Tagen) @ Robert Blau

Hallo zusammen, ich bin überrascht, wieviele männliche Köche es doch gibt.
Also hier das Nudelrezept:

200 g Mehl
80 - 90 g Gries (vorsichtig sein, sonst wird der Teig zu fest und man kann ihn nur noch in dem Müll schmeißen - ist mir schon passiert, als ich einfach mal die doppelte Menge auf einmal machen wollte - das klappt nicht!)
2 Eier
2 Eigelb
3 Eßlöffel Olivenöl
1 Prise Salz
Aus diesen Zutaten einen glatten, geschmeidigen Teig kneten. Diesen dann in eine Frischhaltefolie packen und bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen.
Dann mit der Nudelmaschine - oder mit dem Nudelholz - dünn ausrollen und wie bereits beschrieben verarbeiten.

Gutes Gelingen Euch allen.

Liebe Grüße Gela

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Männliche Köche

Rainer_aus_AC, (vor 8435 Tagen) @ Gela

Hallo zusammen, ich bin überrascht, wieviele männliche Köche es doch gibt.

Hallo Gela,

ich denke, es gibt ziemlich viele Männer, die gerne mal kochen.
(solange es Kür bleibt, anders sieht's sicher beim "Jeden-Tag-Kochen"
aus ;-). Aber das nur am Rande.

Danke für das Nudelrezept. Werd's bald mal ausprobieren.

Liebe Grüße,
Rainer.

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Danke, war sehr lecker! *oT*

Robert Blau, (vor 8424 Tagen) @ Fritz

- kein Text -

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Extrem lecker war das hier... *oT*

Robert Blau, (vor 8424 Tagen) @ Stinkmorcheling

- kein Text -

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Re: Rezepte

Albin, (vor 8422 Tagen) @ Werner

Hallöchen.
Also zum Punkto kochen hab ich folgendes erfahren an mir selbst.
Frauentäublinge,gefeldeder Grünäubling,Speisetäubling,Reifpilze,Reizker,Kuhmaul,Flockis,brate ich am liebsten in Öl raus mit salz,Pfeffer,und einer Spur Knoblauch.Schmeckt jeder Pilz Individuell super.jeder für sich
Die meisten anderen bereite ich meistens zum einfrieren vor.
Zum panieren nehme ich,nicht wie sonst in Österreich üblich nur die Parasole,sondern auch Steinpilze und auch Täublinge her.

Herbsttrompeten,Trompetenpfifferlinge kommen bei mir zum China-Gerichten rein,quasi als Judasohr(was ich noch nie fanf)Ersatz.
Liebe Grüße,Albin

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Und gleich ne Frage zu Essigpilzen

Albin, (vor 8422 Tagen) @ Fritz

Wie lang sollen die denn halten???
Meinungen scheiden sich zwischen 3 Wochen bis 2 Monate und länger.Wer hat erfahrung=???

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ARRRRGHHHH! ;-))

Birgit, (vor 8422 Tagen) @ Albin

Hallo Albin,

Herbsttrompeten,Trompetenpfifferlinge kommen bei mir zum China-Gerichten
rein,quasi als Judasohr(was ich noch nie fanf)Ersatz.

die Armen.... da schmeckt man doch vom Pilz nix mehr :-(((. Gerade Herbsttrompeten haben so ein tolles Aroma und auch Trompetenpfifferlinge haben ein ganz feines Aroma, was nur Werner nicht finden will ;-). Herbsttrompeten im Gulasch sind zum Beispiel toll, sie sind auch die idealen Trockenpilze, dann gibt man sie nachdem man mit Flüssigkeit aufgegossen hat einfach ohne EInweichen dazu und läßt sie mitkochen. Trompetenpfifferlinge friere ich eigentlich immer roh ein, das scheint das Aroma zu verstärken. Judasohren sind dagegen geschmacklos.... du findest sie meist auch außerhalb der normalen Pilzzeiten z.B. im Frühjahr wenn es sehr viel regnet in Auwäldern, da wo viele Holundergebüsche sind. Sie mögen es wärmer als jetzt und extrem naß.

Liebe Grüße

Birgit

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Diesmal das Posting auch mit Text *g*

Robert Blau, (vor 8422 Tagen) @ Stinkmorcheling

Mein Steinpilzlieblingsrezept habe ich schon einmal gepostet - funghi porcini
al cartoccio (Steinpilze im Pergamentpapier):
Beitrag 21264

Also das ist wirklich gut. Fuer Vegetarier kann ich empfehlen, den Kochschinken durch einen sehr milden Ziegenkaese zu ersetzen, bspw. durch eine Ziegenkäserolle(Weichkäse).

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Re: Und gleich ne Frage zu Essigpilzen

Rainer aus GI, (vor 8422 Tagen) @ Albin

Es kommt vor allem darauf an, sauber zu arbeiten (Gefäß vorher ordentlich sterilisieren, Pilze lange genug abkochen etc.). Dann sind sie auch für mind. 1 Jahr haltbar. Zumindest haben die von mir eingelegten mir noch nie geschadet.
Noch ein Tipp: die Pilze schmecken viel besser und sind vielseitiger anwendbar wenn man sie zwar in Essigwasser kocht, aber dann mit Pfeffer, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, ein paar Chilies und einer Zitronenschale in Olivenöl einlegt (besser kein kaltgepresstes). Und sieht auch noch sehr schön aus. Noch viel Erfolg beim zubereiten.
Rainer

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wie sonst in österreich?

felix, (vor 8421 Tagen) @ Albin

Hallöchen.
Also zum Punkto kochen hab ich folgendes erfahren an mir selbst.
Frauentäublinge,gefeldeder
Grünäubling,Speisetäubling,Reifpilze,Reizker,Kuhmaul,Flockis,brate ich am
liebsten in Öl raus mit salz,Pfeffer,und einer Spur Knoblauch.Schmeckt
jeder Pilz Individuell super.jeder für sich
Die meisten anderen bereite ich meistens zum einfrieren vor.
Zum panieren nehme ich,nicht wie sonst in Österreich üblich nur die
Parasole,sondern auch Steinpilze und auch Täublinge her.
Herbsttrompeten,Trompetenpfifferlinge kommen bei mir zum China-Gerichten
rein,quasi als Judasohr(was ich noch nie fanf)Ersatz.
Liebe Grüße,Albin

hallo albin!
also als wiener kann ich dir sagen, dass in allen österreichischen bundesländern nicht nur parasole gebacken werden. sieht man die speisekarten der wirtshäuser im herbst an, findest du praktisch überall (außer heuer) geb. steinpilze.
herzliche grüße

felix

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Re: wie sonst in österreich?

Albin, (vor 8421 Tagen) @ felix

danke für die Antworten.PS:Esse gerade Pilzsuppe mit Gemüse.