Angst beim Pilzesuchen

Anne, (vor 9617 Tagen)

Hallo,
ich hab mal eine Frage, vor allem an die Frauen hier im Forum. Ich gehe eigentlich total gern Pilze suchen finde aber nicht immer eine Begleitung. Alleine zu gehen traue ich mich nicht, da ich dauernd unter der irrationalen Angst leide, daß mir jemand auflauert. Geht ihr alleine oder habt ihr vielleicht schon mal etwas unangenehmes erlebt? Mir ist mal folgendes passiert:
Vor einigen Jahren wollte ich mit dem Fahrrad von Offenbach durch den Frankfurter Stadtwald nach Frankfurt Sachsenhausen fahren, um meinen Freund zu besuchen. Um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden , dachte ich es wäre doch nett auf dem Weg schon für das Mittagessen zu sorgen und packte den Pilzkorb auf den Gepäckträger. Als mir am Wegrand einige schöne Maronen auffielen , beschloß ich mein Fahrrad abzustellen und etwas tiefer in den Wald vorzudringen. Plötzlich merke ich, daß da im Unterholz schon jemand steht. Oh nein Konkurrenz, dachte ich, wunderte mich zwar daß Der gar keinen Korb dabei hat, beschloß aber trotzdem das Feld zu räumen und ein Stück weiter zu fahren. Nach einigen Metern steige ich ab und schiebe, schließlich will ich mir ja nichts entgehen lassen. Wie ich so mit der Nase am Wegrand entlangschleife, bemerke ich erst gar nicht, daß mir da jemand entgegenkommt. Bis plötzlich eine Stimme neben mir sagt :,,Na g-anz all-ein unterwegs,,
Ein Typ ca. 50 Jahre leicht grenzdebil grinste mich an. Mir wurde schon ein bisschen mulmig, schließlich war ich ja wirklich ganz allein . Er: ,, Da mü-ssen sie auf-passen, da ist je-mand im Wald der macht so Sachen im Wald (Handbewegung) na sie w-issen schon. Er legte vertraulich den Arm um mich und sagte : ,,Da be-gleite ich sie mal be-sser. Da ich nicht wußte, vor wem ich mich da mehr graulte, lehnte ich dankend ab und fuhr in zügigem Tempo nach Sachsenhausen. Aus den Pilzen ist an diesem Tag nichts mehr geworden.
Als ich dann einige Monate später einen Bericht in der Zeitung las, daß im Frankfurter Stadtwald eine Frau die mit dem Fahrrad unterwegs war ermordet wurde, wußte ich, ich gehe bestimmt nie mehr alleine dort Pilze suchen.

Hat von Euch auch schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Tschüss Anne

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Re: Angst beim Pilzesuchen

david.ge, (vor 9617 Tagen) @ Anne

Hello Anne

Jeder Mensch soll immer vorsichtig sein, aber kein Angst! besonders beim pilzsammeln. Wir lieben wanderunge, weil sie uns von Stressen befreien und wir sind rechtlich-schreckliche und paranormale geschichte geschehen im Wald mehrmals in "X-files" als in richtigen Leben. Ich will keinerfalls deine Gefuehle ironisieren aber hast du Detektivfilme gern?

Sonst ist immer besser Pilze nicht alein zu sammeln, so findet man mehr Pilze, vertraut man eigene Pilzkenntnisse anderen, endlich verbringt man Zeit lustiger. Leider kann ich dir meine Geselschaft nicht vorbieten-nur wenn du nach Georgien kommst.

wunsche nur angenehme eindruecke beim Pilzsammeln

David

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Re: Angst beim Pilzesuchen

Leonie, (vor 9617 Tagen) @ Anne

ich kann das nachvollziehen! Ich habe immer eine Schreckschußpistole dabei, wenn ich Pilzesammeln gehe. Eine Riesenwumme, die aussieht wie echt! Habe sie aber noch nie benötigt. Noch nie irgendwelche unangenehmen Situationen gehabt! Habe mehr Schiß beim Waldlauf, da habe ich keine Waffe dabei!

Hallo,
ich hab mal eine Frage, vor allem an die Frauen hier im Forum. Ich gehe
eigentlich total gern Pilze suchen finde aber nicht immer eine Begleitung.
Alleine zu gehen traue ich mich nicht, da ich dauernd unter der
irrationalen Angst leide, daß mir jemand auflauert. Geht ihr alleine oder
habt ihr vielleicht schon mal etwas unangenehmes erlebt? Mir ist mal
folgendes passiert: Vor einigen Jahren wollte ich mit dem Fahrrad von
Offenbach durch den Frankfurter Stadtwald nach Frankfurt Sachsenhausen
fahren, um meinen Freund zu besuchen. Um das Angenehme mit dem Nützlichen
zu verbinden , dachte ich es wäre doch nett auf dem Weg schon für das
Mittagessen zu sorgen und packte den Pilzkorb auf den Gepäckträger. Als
mir am Wegrand einige schöne Maronen auffielen , beschloß ich mein Fahrrad
abzustellen und etwas tiefer in den Wald vorzudringen. Plötzlich merke
ich, daß da im Unterholz schon jemand steht. Oh nein Konkurrenz, dachte
ich, wunderte mich zwar daß Der gar keinen Korb dabei hat, beschloß aber
trotzdem das Feld zu räumen und ein Stück weiter zu fahren. Nach einigen
Metern steige ich ab und schiebe, schließlich will ich mir ja nichts
entgehen lassen. Wie ich so mit der Nase am Wegrand entlangschleife,
bemerke ich erst gar nicht, daß mir da jemand entgegenkommt. Bis plötzlich
eine Stimme neben mir sagt :,,Na g-anz all-ein unterwegs,,
Ein Typ ca. 50 Jahre leicht grenzdebil grinste mich an. Mir wurde schon ein
bisschen mulmig, schließlich war ich ja wirklich ganz allein . Er: ,, Da
mü-ssen sie auf-passen, da ist je-mand im Wald der macht so Sachen im Wald
(Handbewegung) na sie w-issen schon. Er legte vertraulich den Arm um mich
und sagte : ,,Da be-gleite ich sie mal be-sser. Da ich nicht wußte, vor
wem ich mich da mehr graulte, lehnte ich dankend ab und fuhr in zügigem
Tempo nach Sachsenhausen. Aus den Pilzen ist an diesem Tag nichts mehr
geworden.
Als ich dann einige Monate später einen Bericht in der Zeitung las, daß im
Frankfurter Stadtwald eine Frau die mit dem Fahrrad unterwegs war ermordet
wurde, wußte ich, ich gehe bestimmt nie mehr alleine dort Pilze suchen.
Hat von Euch auch schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Tschüss Anne

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Re: Angst beim Pilzesuchen

huhngesicht, (vor 9616 Tagen) @ Leonie

Da tust Du recht, Huebsche.
Frauen im Wald auflauern ist seit je her mein liebstes Hobby.
So bin ich zum Pilzesuchen gekommen.
Nachdem das Weibchen mir genug anteilig geworden war, benoetigte es seine Pilze natuerlich nicht mehr, aber fragen, ob die Pilze auch wirklich ungiftig sind, konnte ich die Gute auch nicht mehr. So war ich gezwungen, mich ueber den Speisewert in Buechern zu informieren. Seit dieser Zeit sind mir die Pilznasenfrauen die gefaelligsten; zwei Triebbeduerfnisse sind in einem befriedigt. Die gruselige Pistole ist aber sehr boesartig, gut, dass ich jetzt bescheid weiss.
Huhngesicht

ich kann das nachvollziehen! Ich habe immer eine Schreckschußpistole dabei,
wenn ich Pilzesammeln gehe. Eine Riesenwumme, die aussieht wie echt! Habe
sie aber noch nie benötigt. Noch nie irgendwelche unangenehmen Situationen
gehabt! Habe mehr Schiß beim Waldlauf, da habe ich keine Waffe dabei!

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Huhngesichts Humor?

Leonie, (vor 9615 Tagen) @ huhngesicht

Huhngesicht, das ist nicht mehr lustig! Stell Dir vor Deiner Frau würde aufgelauert werden.

Da tust Du recht, Huebsche.
Frauen im Wald auflauern ist seit je her mein liebstes Hobby.
So bin ich zum Pilzesuchen gekommen.
Nachdem das Weibchen mir genug anteilig geworden war, benoetigte es seine
Pilze natuerlich nicht mehr, aber fragen, ob die Pilze auch wirklich
ungiftig sind, konnte ich die Gute auch nicht mehr. So war ich gezwungen,
mich ueber den Speisewert in Buechern zu informieren. Seit dieser Zeit
sind mir die Pilznasenfrauen die gefaelligsten; zwei Triebbeduerfnisse
sind in einem befriedigt. Die gruselige Pistole ist aber sehr boesartig,
gut, dass ich jetzt bescheid weiss.
Huhngesicht

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Huhngesichts Humor ist das Letzte!

Birgit, (vor 9615 Tagen) @ Leonie

Huhngesicht, das ist nicht mehr lustig! Stell Dir vor Deiner Frau würde
aufgelauert werden.

Wie recht du hast, Leonie! Huhngesicht hat bekanntermaßen auf dieser Ebene wirklich einen sehr seltsamen Sinn für "Humor"(?).

Birgit

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nicht das Letzte

Bruno, (vor 9614 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

ich bekenne, dass ich Huhngesichts Beitrag wie viele (nicht alle) seiner anderen gekonnt fand. Erfrischend subversiv hält er/es gegen die "political correctness", die man bei einem solchen heiklen Thema automatisch anlegt. Er/es hat bestimmt ein paar Details zu sehr ausgefeilt, die nicht jedem Geschmack entsprechen.

Grundsätzlich hoffe ich, für jede Pilzsammlerin, dass sie nicht in eine der oben geschilderten brenzligen Situationen gerät. Ich drücke jeder die Daumen, sich gegen so einen fiesen Rumschleicher zur Wehr zu setzen und wenn sie nicht in Ruhe gelassen wird, wird sie hoffentlich den Truthahnhals abschneiden können.

Bruno

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Provokateure aller Länder vereinigt Euch! ;-)

Birgit, (vor 9614 Tagen) @ Bruno

Hallo Bruno,

böse Zungen behaupten, daß "political incorrectness" in einigen Kreisen sehr "in" ist, so "in", daß die entsprechende Aussage vollkommen unwichtig wird. Nur gut, daß ich meine eigene "political incorrectness" mühsam zügeln konnte... Ob die Reaktion der hier anwesenden Männer darauf milde ausgefallen wäre, wage ich zu bezweifeln.

Wenn ich hier meine Ängste schildern würde und dann so einen Kommentar vorfinde, dann würde ich das als Schlag ins Gesicht empfinden und wäre mit Sicherheit verletzt. Aber wer dabei verletzt wird, ist bei dieser Art von Kommentar vollkommen unwichtig, die Provokation (und der "geistreiche Witz") an sich, ist doch alles was zählt und wichtig ist.

EIn bißchen Zoff kann eine Diskussion ziemlich beleben, wie du wohl auch noch aus nicht so müden Forumstagen weißt, auf jeden Fall ists immer interessanter als Friede-Freude-Eierkuchen-Gelaber. Schluß ist meiner Meinung nach da, wos unter die Gürtellinie geht und das hat Huhngesicht mal wieder geschafft.

Birgit

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Re: Provokateure aller Länder vereinigt Euch! ;-)

huhngesicht, (vor 9614 Tagen) @ Birgit

Liebe Birgit, Leonie, natuerlich besonders Anne und alle geaengstigten Frauen im Wald,
waere Annes Schilderung von bedrohlicherer Natur gewesen, haette ich mich zurueckgehalten. Leonies Pistolengeschichte hielt ich fuer einen Scherz.
Ich bin wirklich stets bemueht, die Verletzlichkeit meiner Mitmenschen zu beruecksichtigen, aber das Leben nimmt fade Zuege an, wenn man jede denkbare Empfindlichkeit hinsichtlich jedes moeglichen Aspektes zum Ausschluss des Humors heranzieht. Der eine hat seine Hosen gerade runtergelassen, der andere traegt seinen Guertel als Stirnband. Die emotionale Guertellinie ist bedauerlicherweise schwer zu erkennen.
Ich wuerde jeder Frau im Wald kuehn und heldenhaft zuhilfe eilen, wenn es noetig ist.
Huhngesicht

Hallo Bruno,
böse Zungen behaupten, daß "political incorrectness" in einigen
Kreisen sehr "in" ist, so "in", daß die entsprechende
Aussage vollkommen unwichtig wird. Nur gut, daß ich meine eigene
"political incorrectness" mühsam zügeln konnte... Ob die
Reaktion der hier anwesenden Männer darauf milde ausgefallen wäre, wage
ich zu bezweifeln.
Wenn ich hier meine Ängste schildern würde und dann so einen Kommentar
vorfinde, dann würde ich das als Schlag ins Gesicht empfinden und wäre mit
Sicherheit verletzt. Aber wer dabei verletzt wird, ist bei dieser Art von
Kommentar vollkommen unwichtig, die Provokation (und der "geistreiche
Witz") an sich, ist doch alles was zählt und wichtig ist.
EIn bißchen Zoff kann eine Diskussion ziemlich beleben, wie du wohl auch noch
aus nicht so müden Forumstagen weißt, auf jeden Fall ists immer
interessanter als Friede-Freude-Eierkuchen-Gelaber. Schluß ist meiner
Meinung nach da, wos unter die Gürtellinie geht und das hat Huhngesicht
mal wieder geschafft.
Birgit

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stimmt:das allerletzte o.T. *oT*

Heide, (vor 9613 Tagen) @ Bruno

- kein Text -

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Re: stimmt:das allerletzte o.T.

Anne, (vor 9612 Tagen) @ Heide

Naja, ich weiß ja was ich von Huhngesicht zu halten habe. Im übrigen, Hunde die bellen beißen nicht.
Anne

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Waffen und Sicherheit

tom, (vor 9614 Tagen) @ Leonie

Hallo,

ich kann das nachvollziehen! Ich habe immer eine Schreckschußpistole dabei,

Das mit den Waffen ist so ein Problem, sie haben nur Sinn, wenn Du absolut sicher bist sie auch einzusetzen und im Umgang mit ihr sehr sicher bist. Als (in Gefahrensituationen) ungeübte Person, die noch nicht in direktem Kontakt mit einem Angreifer stand, hat man vielleicht doch Angst, das Ding einzusetzen (genau wie die Tatsache, daß angeblich die hälfte der Autofahrer im Notfall keine Vollbremsung machen) und schwuppdiwupps hat der Angreifer die ehemals eigene Waffe nun in seinen Händen. Und dann kann man sich noch so eine Situation vorstellen, in der der Angreifer auf das ziehen der Schreckschußpistole seine eigene, unter Umständen echte, Waffe zieht...Auf der anderen Seite darf man eine Waffe nicht zu früh einsetzen: Ich habe mal einen Spaziergänger im Wald nach dem Weg fragen wollen, und er bedrohte mich darauf mit seiner Tränengasdose, weil er Angst vor mir hatte...
Ich glaube, viele Täter suchen sich ihre Opfer sehr sorgfältig aus, und die Auswahl wird nicht nur nach Gesichtspunkten "jung, hübsch" gesetzt, sondern besonders nach "kann ich mir einen Überfall leisten, gehe ich da keine zu große Gefahr ein". Wenn man durch Körperssprache klarmacht, daß man keine Angst hat, wird sich der potentielle Angreifer überlegen, warum sie denn keine Angst hat, und zu dem Schluß kommen, der Überfall könnte zu gefährlich für ihn werden und weitergehen.
Ich denke, besser ist es, eine Waffe nur solange bei sich zu tragen, bis man sich zu einem Selbstverteidigungskurs angemeldet hat.

Schade, daß man sich überhaupt Gedanken um seine Sicherheit im Wald (und überall sonst auch) machen muß!

Viel Glück,

tom

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Danke für eure Antworten

Anne, (vor 9614 Tagen) @ tom

Hallo,
Das mit den Waffen ist so ein Problem, sie haben nur Sinn, wenn Du absolut
sicher bist sie auch einzusetzen und im Umgang mit ihr sehr sicher bist.
Als (in Gefahrensituationen) ungeübte Person, die noch nicht in direktem
Kontakt mit einem Angreifer stand, hat man vielleicht doch Angst, das Ding
einzusetzen (genau wie die Tatsache, daß angeblich die hälfte der
Autofahrer im Notfall keine Vollbremsung machen) und schwuppdiwupps hat
der Angreifer die ehemals eigene Waffe nun in seinen Händen. Und dann kann
man sich noch so eine Situation vorstellen, in der der Angreifer auf das
ziehen der Schreckschußpistole seine eigene, unter Umständen echte, Waffe
zieht...Auf der anderen Seite darf man eine Waffe nicht zu früh einsetzen:
Ich habe mal einen Spaziergänger im Wald nach dem Weg fragen wollen, und
er bedrohte mich darauf mit seiner Tränengasdose, weil er Angst vor mir
hatte...
Ich glaube, viele Täter suchen sich ihre Opfer sehr sorgfältig aus, und die
Auswahl wird nicht nur nach Gesichtspunkten "jung, hübsch"
gesetzt, sondern besonders nach "kann ich mir einen Überfall leisten,
gehe ich da keine zu große Gefahr ein". Wenn man durch Körperssprache
klarmacht, daß man keine Angst hat, wird sich der potentielle Angreifer
überlegen, warum sie denn keine Angst hat, und zu dem Schluß kommen, der
Überfall könnte zu gefährlich für ihn werden und weitergehen.
Ich denke, besser ist es, eine Waffe nur solange bei sich zu tragen, bis man
sich zu einem Selbstverteidigungskurs angemeldet hat.
Schade, daß man sich überhaupt Gedanken um seine Sicherheit im Wald (und
überall sonst auch) machen muß!
Viel Glück,
tom

Hallo,
auch wenn es generell nicht schön ist, daß man sich um seine Sicherheit Gedanken machen muß, bin ich doch ganz froh, daß es anderen ähnlich geht. Eine Schreckschußpistole wäre mir aber zu unsicher, denn wenn der Angreifer daraufhin nicht sofort die Flucht ergreift sieht man ziemlich alt aus. Einen Selbstverteidigungskurs werde ich mit Sicherheit in der nächsten Zeit machen. Außerdem hat man ja beim Pilzesuchen immer noch ein Messer dabei;).
Tschüss Anne

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Re: Danke fr eure Antworten

Aurelia, (vor 9614 Tagen) @ Anne

nächsten Zeit machen. Außerdem hat man ja beim Pilzesuchen immer noch ein
Messer dabei;).

Bei dem Messer trifft find ich auch Thomas' Argument: stell dir vor du verletzt den Typ nur leicht, er wird dann erst recht wuetend, entreisst es dir und... naja. Ich denk immer: entweder 'volle Kanne rein' (wohin, da beginnt die naechste Frage) oder lieber doch nicht benutzen. Bewundernd hab ich mal gelesen, dass dem Zerwehme oder wie er heisst, ein 16jaehriges Maedel entkommen ist durch einen Tritt an die bestimmte Stelle.
Gruss Aurelia

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Re: Danke für eure Antworten

hanna, (vor 9613 Tagen) @ Anne

Hallo,
auch wenn es generell nicht schön ist, daß man sich um seine Sicherheit
Gedanken machen muß, bin ich doch ganz froh, daß es anderen ähnlich geht.
Eine Schreckschußpistole wäre mir aber zu unsicher, denn wenn der
Angreifer daraufhin nicht sofort die Flucht ergreift sieht man ziemlich
alt aus. Einen Selbstverteidigungskurs werde ich mit Sicherheit in der
nächsten Zeit machen. Außerdem hat man ja beim Pilzesuchen immer noch ein
Messer dabei;).
Tschüss Anne

hallo,
ich bin fast immer alleine unterwegs und habe eigentlich noch nie eine brenzlige situation erlebt, obwohl mir manchmal schon - bisher unbegründet, es waren immer andere pilzsucher - mulmig war. ich habe allerdings immer einen dieser ausziehbaren bergstöcke dabei.
grüße hanna

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Re: Danke für eure Antworten

MUFTI, (vor 9612 Tagen) @ Anne

Eine Schreckschußpistole wäre mir aber zu unsicher, denn wenn der
Angreifer daraufhin nicht sofort die Flucht ergreift sieht man ziemlich
alt aus.

Kleiner Irrtum am Rande....

Wenn man mit so einem Ding wirklich umgehen kann und es z.B. aufsetzt,
dann kann es haesslich tiefe Loecher in menschliche Koerperteile reissen.

So was ist z.B. beim Reinigen von so einem Ding schon mal einem Kumpel
von mir versehentlich passiert. Seither ist er von der Idee geheilt,
sowas mit sich rumschleppen zu muessen.

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Re: Angst beim Pilzesuchen

Aurelia, (vor 9616 Tagen) @ Anne

Hallo
Ich muss sagen, mulmig ists mir auch oft genug, kommt aber meistens beim Laufen vor, weil ich zum Glueck beim Pilze Suchen selten alleine bin.
Ich finde, in den stadtnahen Waeldern laeuft mehr "Gesocks" rum als in den 'dorfnahen', und beim Anblick so mancher Gestalten wirds einem da wirklich seltsam zumute. Ansonsten, wenn viele Wanderer unterwegs sind, wie am Wochenende eigentlich ueberall, hab ich keine Angst.
Mein letztes einpraegsames Erlebnis: 19h im Karlsruher Haardtwald dacht ich "ui, ist das einsam hier, da koennte mir keiner helfen..." Und zwei Tage spaeter steht in der Zeitung von einer vergewaltigten Joggerin, genau an meiner Lauf-Route, um dieselbe Zeit, einen Tag nachdem ich da gelaufen bin. Naja, seither vermeide ich es abends in den Wald zu gehen.
Tagsueber sind zurzeit viele Lothar-Aufraeumer unterwegs, da fuehl ich mich dann sicher. Aber wenn wirklich gar niemand im Wald ist...hm. Ich glaub, um sich einigermassen wehren zu koennen, sollte man einen Selbstverteidigungskurs mitmachen.
Gruss Aurelia

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Re: Angst beim Pilzesuchen

Birgit, (vor 9615 Tagen) @ Anne

Hallo Anne,

Alleine zu gehen traue ich mich nicht, da ich dauernd unter der
irrationalen Angst leide, daß mir jemand auflauert.

Irrational ist deine Angst wohl nicht zu nennen, da du ja offensichtlich schon mal so ein seltsames Erlebnis hattest.

Geht ihr alleine oder
habt ihr vielleicht schon mal etwas unangenehmes erlebt?

Ich gehe eigentlich fast immer alleine, allerdings ziemlich selten am späteren Abend, Angst habe ich nur sehr selten. Wenn mir mal jemand begegnet, dann meist ältere Ehepaare, Gott sei Dank!
Ich habe allerdings immer mein Handy dabei, was mir als Sicherheit eigentlich ausreicht. An deiner Stelle würde ich aber möglicherweise ebenfalls wie Leonie mit einer Schreckschuß- oder Gaspistole oder einer anderen Waffe herumlaufen. Wir hatten eine ähnliche DIskussion schon mal hier im Forum, wichtig ist meines Erachtens, daß du dich in der Handhabung der Waffe auskennst, evtl. Unterricht nimmst, so daß sich das Mitführen nicht gegen dich richtet (indem dir der Angreifer z.B. die Waffe entwendet). Ganz wichtig ist noch die Ausstrahlung eines gesunden Selbstvertrauens, nicht einschüchtern lassen! Daher ist vielleicht ein Selbstverteidigungskurs, speziell für Frauen, doch die richtige Lösung für dich.

Hat von Euch auch schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gott sei Dank nicht. Allerdings gab es in meiner Münchner Zeit auch einmal einen Fall, wo im Englischen Garten nachmittags um 16 Uhr eine Frau vergewaltigt und ermordet wurde. Vielleicht ist es tatsächlich so, daß im dörflichen Bereich weniger passiert. Tatsache ist aber, daß man wohl nirgendwo mit 100%iger Sicherheit gegen so etwas gefeit ist. Meine Reaktion ist aber dann eher, jetzt erst recht, sich als Frau freiwillig so einzuschränken und verunsichern zu lassen, daß man sich nicht mehr alleine raustraut, kann nicht die Lösung des Problems sein.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Angst beim Pilzesuchen

Thomas Pruß, (vor 9614 Tagen) @ Birgit

Moin zusammen,
ganz recht:
Ganz

wichtig ist noch die Ausstrahlung eines gesunden Selbstvertrauens, nicht
einschüchtern lassen! Daher ist vielleicht ein Selbstverteidigungskurs,
speziell für Frauen, doch die richtige Lösung für dich.

Mit ’nem Ballermann im Wald rumhirschen, ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Zu leicht verläßt man sich zu sehr auf die abschreckende Wirkung und unterschätzt ein wirkliche Gefahr

Meine

Reaktion ist aber dann eher, jetzt erst recht, sich als Frau freiwillig so
einzuschränken und verunsichern zu lassen, daß man sich nicht mehr alleine
raustraut, kann nicht die Lösung des Problems sein.

Dem kann ich nur zustimmen, Birgit.

Thomas

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Re: Angst beim Pilzesuchen

felix, (vor 9613 Tagen) @ Anne

Hallo,
ich hab mal eine Frage, vor allem an die Frauen hier im Forum. Ich gehe
eigentlich total gern Pilze suchen finde aber nicht immer eine Begleitung.
Alleine zu gehen traue ich mich nicht, da ich dauernd unter der
irrationalen Angst leide, daß mir jemand auflauert. Geht ihr alleine oder
habt ihr vielleicht schon mal etwas unangenehmes erlebt? Mir ist mal
folgendes passiert: Vor einigen Jahren wollte ich mit dem Fahrrad von
Offenbach durch den Frankfurter Stadtwald nach Frankfurt Sachsenhausen
fahren, um meinen Freund zu besuchen. Um das Angenehme mit dem Nützlichen
zu verbinden , dachte ich es wäre doch nett auf dem Weg schon für das
Mittagessen zu sorgen und packte den Pilzkorb auf den Gepäckträger. Als
mir am Wegrand einige schöne Maronen auffielen , beschloß ich mein Fahrrad
abzustellen und etwas tiefer in den Wald vorzudringen. Plötzlich merke
ich, daß da im Unterholz schon jemand steht. Oh nein Konkurrenz, dachte
ich, wunderte mich zwar daß Der gar keinen Korb dabei hat, beschloß aber
trotzdem das Feld zu räumen und ein Stück weiter zu fahren. Nach einigen
Metern steige ich ab und schiebe, schließlich will ich mir ja nichts
entgehen lassen. Wie ich so mit der Nase am Wegrand entlangschleife,
bemerke ich erst gar nicht, daß mir da jemand entgegenkommt. Bis plötzlich
eine Stimme neben mir sagt :,,Na g-anz all-ein unterwegs,,
Ein Typ ca. 50 Jahre leicht grenzdebil grinste mich an. Mir wurde schon ein
bisschen mulmig, schließlich war ich ja wirklich ganz allein . Er: ,, Da
mü-ssen sie auf-passen, da ist je-mand im Wald der macht so Sachen im Wald
(Handbewegung) na sie w-issen schon. Er legte vertraulich den Arm um mich
und sagte : ,,Da be-gleite ich sie mal be-sser. Da ich nicht wußte, vor
wem ich mich da mehr graulte, lehnte ich dankend ab und fuhr in zügigem
Tempo nach Sachsenhausen. Aus den Pilzen ist an diesem Tag nichts mehr
geworden.
Als ich dann einige Monate später einen Bericht in der Zeitung las, daß im
Frankfurter Stadtwald eine Frau die mit dem Fahrrad unterwegs war ermordet
wurde, wußte ich, ich gehe bestimmt nie mehr alleine dort Pilze suchen.
Hat von Euch auch schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Tschüss Anne

hallo anne!

ich verstehe deine angst, da du schon einschlägige erfahrungen gemacht hast.
da ich schon ein alter hase bin (sicherlich einer der ältensten im forum)und seit jahrzehnten in den wäldern umherstreiche, möchte ich noch auf andere gefahren hinweisen und darum anregen, nicht alleine pilze zu suchen: ich bin vor 20 jahren im gebirge trotz bester ausrüstung schwer gestürzt (feuchter ast, der unter blättern verborgen war)und verletzte mich erheblich. zum glück bin ich beim schwammerlsuchen immer mit rucksack und erste hilfe- packerl unterwegs so dass ich mich erstversorgen konnte. es war damals sehr knapp und die vorwürfe der behandelnden ärzte waren sicherlich berechtigt.
übrigens nützt ein handy bei einem etwaigen überfall wenig.
also: zu zweit ists zweifellos besser außer es herrscht massenbetrieb in euren pilzgründen.

oldie felix

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Re: Angst beim Pilzesuchen

MUFTI, (vor 9612 Tagen) @ Anne

Also eigentlich passen meine Erfahrungen wie die Faust aufs Auge zum
Thema, aber vielleicht ist es genau deswegen interessant:

Die einzige Frau in meinem Bekanntenkreis, die ermordet wurde war nicht
gerade zierlich, Karatemeisterin und wurde offensichtlich Nachts in ihrer eigenen Wohnung von einem Einbrecher erschlagen (Fall bis heute ungeklaert).

Deshalb koennte ich mir vorstellen, dass die Kriminalstatistik aussagt, dass
das heimische Wohnzimmer der gefaehrlichste Ort ist => fuer Eifersuchtsdramen
geht man ja auch nicht gerade in den Wald....