Ich glaub' nicht an Frühjahrsstockschwämmchen

Andreas ⌂, (vor 8222 Tagen) @ Thomas Pruß

.... denn das kommt auf Nadelholz (auch Rindenschrot) und vorwiegend im Bergnadelwald vor, wächst meist gesellig bis kleinbüschelig und nicht in solchen Büscheln wie beim Gemeinen Stockschwämmchen. Das Frühlings-Stockschwämmchen hat übrigens ebenfalls eine Ringzone, allerdings eine faserige statt einer häutigen und ist darunter weißlich faserig über gelbbraunem Grund und dunkelt bald von unten her. Es hat also einen Stiel wie der Gift-Häubling und zu Deinem Bild paßt dieser Stiel mindestens genauso schlecht als zum Gemeinen Stockschwämmchen.
Letzteres ist übrigens nicht so selten im Frühling und es erstaunt mich, dass das anderswo nicht so zu sein scheint. Für Ba.-Wü. gibt es z.B. mehr Fundmeldungen aus dem Mai als aus dem November! Hier mal spaßßeshalber die Auswertung nach Monaten (siehe Ba.-Wü.-Flora Bd. 4):
Jan 6 - Feb 1 - März 1 - Apr 19 - Mai 93 - Juni 89 - Juli 111 - Aug 167 - Sep 313 - Okt 346 - Nov 84 - Dez 11

Also für mich ist das weiterhin das ganz normale Gewöhnliche Stockschwämmchen, bis mir einer das Gegenteil beweisen kann (z.B. mittels mikroskopischer Untersuchung der Cheilozystiden).

Beste Grüße,
Andreas

Moin zusammen,
vielen Dank für eure schnelle Hilfe! Auch mein erster Gedanke kreiselte um
das Stockschwämmchen, aber man wagt ja eigentlich garnicht, das zu dieser
Jahreszeit auszusprechen ;-)
Nachdem Joachim per Mail den Vorschlag „Frühjahrsstockschwämmchen“ machte und
Rudi dito, werde ich ihn als solchen „zu den Akten nehmen“. Die Frage ist
nur: Unter „Pholiota“ (wie bei Andreas) oder unter „Kuehneromyces“ (wie
bei Rudi)?
Grüsslis
Thomas

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