Bestimmungen (7 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 8196 Tagen)

Servus!

Am freien Donnerstag hab ich mich mal wieder im Mangfalltal und am Taubenberg rumgetrieben. Am Stachus in München hätte ich sicher auch nicht mehr Leute getroffen, aber vermutlich weniger Schwammerln ...

Die folgenden Funde bereiten mir Kopfzerbrechen, vielleicht kann mir jemand bei der Bestimmung weiterhelfen.

Die folgenden Pilze wuchsen in großer Zahl und immer büschelig in der Laubstreu des Auwaldes (Buchen, Eschen, Ahorn). Ich tippe mal auf einen Rübling, vielleicht Collybia hariolorum
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Beschreibung: Hutdurchmesser 2-5 cm, Hutfarbe cremefarben bis bräunlich; Sporenpulver: weiß; Stielbasis wollig;

Hier dürfte es sich um einen Helmling handeln, vielleicht Mycena abramsii; ich fand sie im Mischwald an einem modrigen Stumpf.
Hutdurchmesser 1-2 cm; Sporenpulver: weiß
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Auf einem Waldpfad am Taubenberg entdeckte ich diese leicht zu übersehnden Becherlinge, die derzeit wahrscheinlich massenhaft wachsen.
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Bei den folgenden Fotos tippe ich auf einen Glockenschüppling, Pholiotina blattaria könnte passen. Die Pilze wuchsen im Nadelwald auf einem Pfad, wie das zweite Foto zeigt, in Gesellschaft der Becherlinge im Kasten oben.
Hutdurchmesser 1-3,5 cm; Sporenpulver: dunkel ockerbraun;
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Zum Schluss für heute noch ein paar Fotos, die eine Psathyrella-Art zeigen könnten. Die Pilze blassen im Alter auffallend weißlich aus. Für eine ausführlichere Begutachtung fehlte leider die Zeit, sonst wäre mir der Zug davongefahren
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Weitere Fotos und Infos findet ihr auf meiner Internetseite

Bin dankbar für jeden Tipp!

Gruß aus München
Hias

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Re: Bestimmungen (7 Fotos)

Piwo, (vor 8196 Tagen) @ interhias

hallo Hias,

bei den Becherlingen denke ich an Helvella confusa. Aber ohne Mikroskopieren geht da bekanntermaßen nichts.

Gruß
Piwo

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Re: Bestimmungen (7 Fotos)

Andreas ⌂, (vor 8195 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

wie Piwo schon sagte, gilt das auch für die anderen Arten (außer dem Rübling): ohne Mikroskop geht da nix sicheres. Mit Mikroskop würde WAHRSCHEINLICH folgendes rauskommen:

Die folgenden Pilze wuchsen in großer Zahl und immer büschelig in der
Laubstreu des Auwaldes (Buchen, Eschen, Ahorn). Ich tippe mal auf einen
Rübling, vielleicht Collybia hariolorum

Ja, das ist auch ohne Mikro sicher. Nächstes Mal hinriechen, der stinkt übel nach faulem Kohl! Sieht feucht einem Waldfreundrübling sehr ähnlich, wächst aber meist in dichten Büscheln und hat vor allem diese strieglig-filzige Stielbasis (beim WFR ist sie +/- glatt)

Hier dürfte es sich um einen Helmling handeln, vielleicht Mycena abramsii;
ich fand sie im Mischwald an einem modrigen Stumpf.
Hutdurchmesser 1-2 cm; Sporenpulver: weiß

Da sag ich ohne Mikro nix dazu.

Auf einem Waldpfad am Taubenberg entdeckte ich diese leicht zu übersehnden
Becherlinge, die derzeit wahrscheinlich massenhaft wachsen.

Das ist auf jedenfall eine Helvella. Ob es confusa ist, wie Piwo meint, hmmmm. Man sollte halt Mikromerkmale haben. Jedenfalls würde ich sagen, es kann genausogut H. leucomelaena sein, vielleicht sogar H. oblongispora - oder noch eine andere ......

Bei den folgenden Fotos tippe ich auf einen Glockenschüppling, Pholiotina
blattaria könnte passen. Die Pilze wuchsen im Nadelwald auf einem Pfad,
wie das zweite Foto zeigt, in Gesellschaft der Becherlinge im Kasten oben.
Hutdurchmesser 1-3,5 cm; Sporenpulver: dunkel ockerbraun;

Um diese Jahreszeit ist es fast immer Ph. aporos, die ebenfalls einen oberseits gerieften Ring hat. blattaria ist ein häufig unterschiedlich gebrauchter Name, der für mindestens 4 verschiedene Glockenschüpplinge verwendet wurde.

Zum Schluss für heute noch ein paar Fotos, die eine Psathyrella-Art zeigen
könnten. Die Pilze blassen im Alter auffallend weißlich aus. Für eine
ausführlichere Begutachtung fehlte leider die Zeit, sonst wäre mir der Zug
davongefahren

Das dürfte wohl was aus der Psathyrella spadiceogrisea - Gruppe sein. Enderle hat in der ZfM 2000(1) diese Art nebst Verwandten und Formen ausführlich beschrieben. Auch P. fusca käme wohl noch in Frage.
Dr. Haas nannte diese einzeln wachsende, im normalen Laubwald vorkommende Sippe mit dem oft schön weiß gesäumten Hutrand meiner Ansicht nach P. subnuda. Doch erstens ist dieser Name als nomen dubium anzusehen und zweitens handelt es sich eigentlich um eine fast velumfreie Sippe, was nicht ganz auf diesen Pilz zutrifft. Ich kenne jedenfalls auch eine makroskopisch identisch aussehende Art/Sippe, habe aber keinen rechten Namen dafür und subsummiere sie mangels Alternativen unter P. spadiceogrisea.

Beste Grüße,
Andreas