Z. Untersuchung v. coprophilen Pilzarten v. Kazuya *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 7927 Tagen)

hallo,

auf den Kuhfladen hat sich (nach 10 Tagen) mittlerweile ein kleiner weißer Becherling prächtig entwickelt: Weißlicher Kotling (Ascobolus albidus Crouan & Crouan). Hier die Beschreibung.

Fruchtkörper 0,3-0,5 (0,8) mm breit, bis 0,7 mm hoch, meist also höher als breit, stiellos dem Substrat aufsitzend; Hymenium glatt, weißlich, später mit stark hervorstehenden, als schwarze "Striche" erscheinenden Asci besetzt, ohne erkennbaren Rand; Außenseite glatt bis etwas granuliert, uneben.

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Vergrößerung: x40

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Vergrößerung: x100

Sporen 23,4-24,5x11,7-12,2 µm, elliptisch, anfangs glatt und hyalin, später durch Epispor intensiv violett und mit etwas helleren Längsrillen überzogen, mit unilateraler (einseitiger), hyaliner Hülle. Asci 300-350x10-13 µm, achtsporig, hyalin, Sporen unregelmäßig biseriat. Paraphysen fädig, 2,5-3 µm dick, teilweise (vor allem an der Spitze) verzweigt, septiert, hyalin, in einer hyalinen Schicht eingebettet.

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Vergrößerung: x400
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Vergrößerung: ca. x1100
Kennzeichen für Ascobolus albidus sind die weißen, meist höher als breiten Fruchtkörper mit den stark hervorstehenden Asci sowie die in einer hyalinen Schicht eingebetteten Paraphysen. Die Sporengröße von A. albidus wird in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben (von 13 bis über 36 µm Länge). Verwechslungen sind möglich mit A. furfuraceus (Paraphysen in gelber Schicht eingebettet) und A. roseopurpurascens (Fk. rosa bis purpur, mit deutlichem Rand).

Fortsetzung folgt...

Beste Grüße,
Kazuya

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Herrliche Dokumentation von Sch..., Detlef

Dedimyk, (vor 7927 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

ich bin begeistert von Deinen Zuchtversuchen und vor allem auch von der zugehörigen Dokumentation. Es juckt mir in den Fingern, das nachzuvollziehen, wenn das Wetter besser wird und frische Exkremente gesucht werden können.
( Startversuche mit Schaf,- und Hasenköttel ).
Das wird ein weiteres Betätigungsfeld für mich werden, nachdem ich mich seit ca.3 Jahren verstärkt den phytoparasitischen Kleinpilzen zugewendet habe(Echte und falsche Mehltaue, Brand,- und Rostpilze und diverse Deuteromyces ),die bei uns in Niedersachsen bisher äußerst sparsam, bzw.überhaupt nicht bearbeitet wurden (da hat sich in den 3 Jahren schon einiges bewegt).
Ich bin richtig gespannt auf Deine nächsten Präsentationen.

Herzliche Grüße Detlef

hallo,
auf den Kuhfladen hat sich (nach 10 Tagen) mittlerweile ein kleiner weißer
Becherling prächtig entwickelt: Weißlicher Kotling (Ascobolus albidus
Crouan & Crouan). Hier die Beschreibung.
Fruchtkörper 0,3-0,5 (0,8) mm breit, bis 0,7 mm hoch, meist also höher als
breit, stiellos dem Substrat aufsitzend; Hymenium glatt, weißlich, später
mit stark hervorstehenden, als schwarze "Striche" erscheinenden
Asci besetzt, ohne erkennbaren Rand; Außenseite glatt bis etwas
granuliert, uneben.


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Vergrößerung: x100
Sporen 23,4-24,5x11,7-12,2 µm, elliptisch, anfangs glatt und hyalin, später
durch Epispor intensiv violett und mit etwas helleren Längsrillen
überzogen, mit unilateraler (einseitiger), hyaliner Hülle. Asci
300-350x10-13 µm, achtsporig, hyalin, Sporen unregelmäßig biseriat.
Paraphysen fädig, 2,5-3 µm dick, teilweise (vor allem an der Spitze)
verzweigt, septiert, hyalin, in einer hyalinen Schicht eingebettet.

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Vergrößerung: ca. x1100
Kennzeichen für Ascobolus albidus sind die weißen, meist höher als breiten
Fruchtkörper mit den stark hervorstehenden Asci sowie die in einer
hyalinen Schicht eingebetteten Paraphysen. Die Sporengröße von A. albidus
wird in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben (von 13 bis über 36
µm Länge). Verwechslungen sind möglich mit A. furfuraceus (Paraphysen in
gelber Schicht eingebettet) und A. roseopurpurascens (Fk. rosa bis purpur,
mit deutlichem Rand).
Fortsetzung folgt...
Beste Grüße,
Kazuya

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Re: Z. Untersuchung v. coprophilen Pilzarten v. Ka

Nobi, (vor 7927 Tagen) @ Notizbrettbildservice

hallo,

auf den Kuhfladen hat sich (nach 10 Tagen) mittlerweile ein kleiner weißer
Becherling prächtig entwickelt: Weißlicher Kotling (Ascobolus albidus
Crouan & Crouan). Hier die Beschreibung.
Fruchtkörper 0,3-0,5 (0,8) mm breit, bis 0,7 mm hoch, meist also höher als
breit, stiellos dem Substrat aufsitzend; Hymenium glatt, weißlich, später
mit stark hervorstehenden, als schwarze "Striche" erscheinenden
Asci besetzt, ohne erkennbaren Rand; Außenseite glatt bis etwas
granuliert, uneben.


Vergrößerung: x40

Vergrößerung: x100
Sporen 23,4-24,5x11,7-12,2 µm, elliptisch, anfangs glatt und hyalin, später
durch Epispor intensiv violett und mit etwas helleren Längsrillen
überzogen, mit unilateraler (einseitiger), hyaliner Hülle. Asci
300-350x10-13 µm, achtsporig, hyalin, Sporen unregelmäßig biseriat.
Paraphysen fädig, 2,5-3 µm dick, teilweise (vor allem an der Spitze)
verzweigt, septiert, hyalin, in einer hyalinen Schicht eingebettet.

Vergrößerung: x400

Vergrößerung: ca. x1100
Kennzeichen für Ascobolus albidus sind die weißen, meist höher als breiten
Fruchtkörper mit den stark hervorstehenden Asci sowie die in einer
hyalinen Schicht eingebetteten Paraphysen. Die Sporengröße von A. albidus
wird in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben (von 13 bis über 36
µm Länge). Verwechslungen sind möglich mit A. furfuraceus (Paraphysen in
gelber Schicht eingebettet) und A. roseopurpurascens (Fk. rosa bis purpur,
mit deutlichem Rand).
Fortsetzung folgt...
Beste Grüße,
Kazuya
Hallo Kazuya,

beteff Verwechslungsmöglichkeiten möchte ich unbedingt noch den ebenfalls hyalinen Ascobolus sacchariferus Brumm. erwähnen, der gelegentlich mit A. albidus vergesellschaftet vorkommt und makroskopisch praktisch nicht zu trennen ist. Die Sporen sind mit durchschnittlich 20 x 10 µm jedoch deutlich kleiner. Mögen Deine Bilder und Kommentare noch mehr Pilzfreunde dazu bringen, sich intensiver mit dieser so faszinierenden Welt zu beschäftigen, wo man auf Schritt und Tritt Neues entdeckt. Ich würde es mir sehr wünschen.

Beste Grüße vom Nobi --------------------------------------------------------------------------------

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Re: Z. Untersuchung v. coprophilen Pilzarten v. Ka

Kazuya, (vor 7926 Tagen) @ Nobi

hallo,
beteff Verwechslungsmöglichkeiten möchte ich unbedingt noch den ebenfalls
hyalinen Ascobolus sacchariferus Brumm. erwähnen, der gelegentlich mit A.
albidus vergesellschaftet vorkommt und makroskopisch praktisch nicht zu
trennen ist. Die Sporen sind mit durchschnittlich 20 x 10 µm jedoch
deutlich kleiner. Mögen Deine Bilder und Kommentare noch mehr Pilzfreunde
dazu bringen, sich intensiver mit dieser so faszinierenden Welt zu
beschäftigen, wo man auf Schritt und Tritt Neues entdeckt. Ich würde es
mir sehr wünschen.
Beste Grüße vom Nobi
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hallo,

richtig, Ascobolus sacchariferus ist eine weitere Verwechslungsart, da sie ebenfalls weiß ist. Lt. Doveri (2004) kommt A. sacchariferus jedoch bevorzugt auf Rehdung vor und weißt einen gut differenzierten, granulierten Rand auf. Die Sporenmaße scheinen bei A. albidus sehr variabel zu sein und sind daher meines Erachtens nicht unbedingt das Hauptunterscheidungsmerkmal (Sporen von albidus werden in manchen Büchern von 16 µm bis fast 40 µm angegeben).

Gruß,
Kazuya

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Re: Z. Untersuchung v. coprophilen Pilzarten v. Ka

Nobi, (vor 7926 Tagen) @ Kazuya

hallo,
richtig, Ascobolus sacchariferus ist eine weitere Verwechslungsart, da sie
ebenfalls weiß ist. Lt. Doveri (2004) kommt A. sacchariferus jedoch
bevorzugt auf Rehdung vor und weißt einen gut differenzierten,
granulierten Rand auf. Die Sporenmaße scheinen bei A. albidus sehr
variabel zu sein und sind daher meines Erachtens nicht unbedingt das
Hauptunterscheidungsmerkmal (Sporen von albidus werden in manchen Büchern
von 16 µm bis fast 40 µm angegeben).
Gruß,
Kazuya

Hallo nochmals,

ich kann Deine Antwort nicht ganz unkommentiert lassen, da ich schon glaube, daß die Sporenmaße ein gutes Unterscheidungsmerkmal zwischen A. albidus und A. sacchariferus sind. Bei ca. 80 eigenen Funden von albidus konnte ich folgende mittlere Sporengrößen feststellen: 25-30(32)x(11)12-14(15)µm. Bei der Substrathäufigkeit steht übrigens Pferd (28 Nachweise) deutlich an erster Stelle, gefolgt von Reh (17). Ich weiß nicht, wo die geringen Sporenmaße in der Literatur herkommen, möglicherweise beruhen sie ja auch auf Verwechslungen mit A.sacchariferus, der erst 1967 durch van Brummelen beschrieben wurde. Die Sporenmaße deutlich über 30µm sind wohl einer britischen, dunkelbraunen Unterart zu verdanken. Demgegenüber konnte ich bei 50 Nachweisen von A. sacchariferus durchschnittliche Sporenmaße von 17-20(21)x8-10(12)µm vermessen. Für mich ist das schon ein signifikanter Unterschied. Im Übrigen ist der granulierte Rand nicht in jedem Fall ausgebildet. Das dominierende Substrat ist dabei in der Tat Reh (22 Nachweise), überraschend gefolgt von der nicht sehr oft untersuchten Wildschweinlosung (8). An Pferdedung konnte ich die Art bisher nicht finden, lediglich 4x an Rinderdung. Somit wäre also das Substrat auch ein gutes Trennmerkmal.
Ein großes Kompliment noch für die sehr schöne Darstellung der Podospora decipiens.

Herzliche Grüße Nobi