Mainpilze jetzt im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Stephan, (vor 7847 Tagen)

Hallo! Heute war ich auf einem ausgedehnten Vatertags-Waldspaziergang. Leider wurde ich von oben bis unten nass. Aber ich wurde entschädigt durch zwei schöne Maipilz-Fundstellen, ein kleineres Büschel und einen voll ausgebildeten Hexenring mit ca. 2 Metern Durchmesser, der zwar vorschriftsmäßig am grasigen Waldrand, aber unter einer Fichte (?!) hervorkam. Ich kenne diese Art sonst nur unter Kiefern oder mal aus dem Buchenwald.

Jedenfalls waren die jüngeren Exemplare zum Glück nicht wurmstichig und schmeckten später, in der Pfanne mit Zwiebeln und Speck in Öl gebraten, einfach lecker (und gar nicht so nach Mehl, wie wenn man sie dünstet!).

Weiterhin waren schon einige Exemplare des Nelkenschwindlings und des Violetten Rettichhelmlings zu sehen, die ich bisher für Spätsommerpilze gehalten hatte.

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Druckfehler: meinte natürlich Maipilze! *g*(oT) *oT*

Stephan, (vor 7847 Tagen) @ Stephan

- kein Text -

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Re: Mainpilze jetzt im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Parasol-Lover, (vor 7846 Tagen) @ Stephan

Hallo! Heute war ich auf einem ausgedehnten Vatertags-Waldspaziergang. Leider
wurde ich von oben bis unten nass. Aber ich wurde entschädigt durch zwei
schöne Maipilz-Fundstellen, ein kleineres Büschel und einen voll
ausgebildeten Hexenring mit ca. 2 Metern Durchmesser, der zwar
vorschriftsmäßig am grasigen Waldrand, aber unter einer Fichte (?!)
hervorkam. Ich kenne diese Art sonst nur unter Kiefern oder mal aus dem
Buchenwald.
Jedenfalls waren die jüngeren Exemplare zum Glück nicht wurmstichig und
schmeckten später, in der Pfanne mit Zwiebeln und Speck in Öl gebraten,
einfach lecker (und gar nicht so nach Mehl, wie wenn man sie dünstet!).
Weiterhin waren schon einige Exemplare des Nelkenschwindlings und des
Violetten Rettichhelmlings zu sehen, die ich bisher für Spätsommerpilze
gehalten hatte.

Hallo Stephan,

gratuliere zu Deinem Maipilz-Fund! Bin heute auch bei unmöglichen
Bedingungen unterwegs gewesen. Deine Aussage über den Standort nahe
bei Kiefern überrascht mich, da der Maipilz angeblich unter oder bei
Kiefern selten ist. Beschreibung unter www.natur-lexikon glaube ich.
Vorgestern fand ich auch, entgegen dieser Aussage, bei der einzigen
Kieferngruppe in meinem Hochwaldrevier einen Hexenring von Maipilzen.
Heute hab ich wahrscheinlich ein kleines "El Dorado" für diese Jahres-
zeit gefunden. Wieder mal unterwegs im Auwald inspizierte ich einen
mir noch nicht bekannten Altwasserarm der Amper und fand erstmal so
ca. 30 Stück kleine bis mittelgrosse Maipilze (alle einwandfrei :-)))
Zwischendrin standen ca. 20 Böhmische und einige ausgesprochen
schöne und große Fingerhutverpel. An einigen Holundebüschen ergibige
Funde von Judasohren. Ein paar Meter weiter 6 Stck ausgewachsene
Esculentas.

Ausser eindrucksvollen Schwefelporlingen fand ich dann nichts mehr.
Ist so wie immer. Alles konzentriert sich auf einen Platz.

In der Tat schmeckt der Maipilz ausgesprochen gut. Der gurkige Geruch
und Geschmack verliert sich durch das Kochen und zusammen mit meinen
Stockschwämmchen vom Vortag eine ausgezeichnete Pilzsuppe.

Gruss ins schwäbisch/fränkische
(wo genau ?)

PL

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Re: Mainpilze jetzt im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Stephan, (vor 7844 Tagen) @ Parasol-Lover

Hallo PL,

meine jetzige Heimat ist Öhringen (am Nordrand des Schwäbisch-Fränkischen Waldes). Die hiesigen Wälder sind dominiert von der Fichte und wurden 1999 vom Orkan Lothar besonders stark zerzaust. An vielen Lothar-Stellen ist jetzt halbhoher, undurchdringlicher Birken/Fichten/Kiefern-Bewuchs. Es gibt auch ein paar kleinere Hochmoore, die aber von der Ausbeute nicht so interessant sind.

Zu der Anmerkung, dass Maipilze unter Kiefern wachsen würden: Im von mir oft bereisten Nord-/Osthessen (Ex-Grenzgebiet zu Thüringen) gibt es an der Ex-Zonengrenze ausgedehnte Kiefernforste und -schonungen in Verbindung mit Mager-/Trockenrasen und genau da findet man ihn praktisch an jeder Ecke.