#60: Fuchsrotkappe - Leccinum vulpinum s.l. *PIC*

Jürgen, (vor 7821 Tagen)

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Re: #60: Fuchsrotkappe - Leccinum vulpinum s.l.

Matts & Elli, (vor 7820 Tagen) @ Jürgen

Hallo,

wirklich wunderschöne Bilder! Sind das diesjährige Funde?

Grüße
Elli

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Re: @Elli: Danke! Nein. *oT*

Jürgen, (vor 7820 Tagen) @ Matts & Elli

- kein Text -

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Nachfrage

thomasku, (vor 7818 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

kannst Du mir bitte erklären, warum Bild 4 keine klassische Birkenrotkappe ist? Hut orange-orangebraun, Stielschuppen schwarzbraun...(War keine Birke in der Nähe?!) Es macht mir echt viel Schwierigkeinten L. vulpinum von L. versipelle zu unterscheiden und in unserer Gegend ist das Vorkommen von L.vulpinum gar nicht so unwahrscheinlich.

Viele Grüße
Thomas

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Re: Nachfrage

Jürgen, (vor 7818 Tagen) @ thomasku

Hallo Thomas,

Bild 4 kann schon wegen der deutlich rotbraunen Farbtöne am Stiel (vor allem von der Basis her) keine Birkenrotkappe sein. Begleitbäume waren in diesem Fall Kiefer und (als Einzelbaum) Zitterpappel - wobei es sich aber kaum um Leccinum aurantiacum ss. str. handeln kann, das bis zur Reife am Stiel weißschuppig ist (auf kritische Kollektionen mit roten Stielschuppen in Bezug auf L. quercinum hatte ich weiter unten schon hingewiesen).

Es ist aber durchaus so, dass bei der Eichenrotkappe und auch bei der Fuchsrotkappe die Stielschuppen sehr dunkel bis fast schwarz sein können. In Einzelfällen kann es dann schwierig werden, v. a. L. versipelle von L. vulpinum zu trennen, v. a. wenn Birken im Nadelwald eingestreut sind (ging meinem Bruder mal in Schweden so). Normalerweise sind beide Arten aber makroskopisch doch gut zu trennen (vulpinum: i.d.R. kein Blau in der Stielbasis, Hut ziegelrot bis dunkel braunrot (nie gelb oder orange, schwächere Fleischverfärbung, anderer Begleitbaum; versipelle: Stielschuppen immer dunkelgrau bis schwarz (nie mit "Hutfarbe"), Stiel nie mit rotbraunen Tönen, Poren beim Jungpilz viel dunkler, schwarzgrau).

Eher schon problematisch ist Bild 3 wegen der blassen Stielschuppen, stark überhängenden Huthaut und dem Blau an der Stielbasis. Nur nach dem Foto würde ich das als Leccinum aurantiacum ansprechen, aber der Pilz wuchs im Böhmerwald in reinem Fichtenwald auf 1100 m Meereshöhe.

Wenn man sich Bilder von Leccinum vulpinum/piceinum aus den Alpen ansieht (z. B. diese oder auch im Cetto), wirken diese makroskopisch deutlich anders...

Ansonsten: bitte beim Bilder-Googeln nicht alles glauben, was einem da als Rotkappenbestimmungen so angeboten wird!! Diese angebliche Fuchs-(Fichten)rotkappe beispielsweise ist ohne jeden Zweifel eine Birkenrotkappe (da wurde wohl die Birke am Fundort übersehen)!

Grüße, Jürgen

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Danke für die Erklärung

thomasku, (vor 7818 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

klasse, dass Du hier jedem im Forum ausführlich antwortest, auch wenns "Einsteigerfragen" sind.
Richtig, Bild 3 hätte ich auch tatsächlich als L. aurantiaticum angesprochen, habs aber bei der einen Frage belassen, weil mir die Unterscheidung versipelle und vulpinum letztes Jahr einiges Kopfzerbrechen bereitet hat. Rotbraune Farbtöne an der Stielbasis waren mir bisher noch nicht als Unterscheidungsmerkmal bekannt.

Viele Grüße
Thomas

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Wobei Stielbasis nicht im engen Sinn gemeint ist

Jürgen, (vor 7818 Tagen) @ thomasku

Besser: untere Stielhälfte.

Ein guter Anhaltspunkt für die Birkenrotkappe - Die Birke in der Nähe ist für diese Art ein absolutes Muss - ist v. a. ein markanter Farbkontast zw. Hut (variabel gelb, orange, braunocker, karottenrot) und Stiel (meist konstant grauschwarzgeschuppt auf weißem, manchmal auch etwas olivgrünlichem Grund).

Bei den anderen Rotkappenarten fällt dieser Hut-Stiel-Farbkontrast weniger auf, weil die Stielschuppen eher die Tendenz haben, den Hutfarbton anzunehmen (um aber dann im Alter auch zunehmend nachzudunkeln oder gar zu schwärzen).

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Re: Nachfrage

Matthias, (vor 7817 Tagen) @ thomasku

Hallo Thomas,
in der fränkischen Schweiz kommt L. vulpinum öfter vor, das ist oft einer der ersten Röhrlinge neben dem Kiefernsteinpilz,
viele Grüsse
Matthias

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Nachfrage

thomasku, (vor 7817 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

das hatte ich schon vermutet, auch hier nördlich der fränkischen Schweiz scheinen die ausgedehnten Fichten- und Kiefernwälser auf sandigem Boden ein optimaler Standort zu sein. Schwierig fand ichs letztes Jahr immer dann, wenn ca. 10-15m neben dem Fruchtkörper eine eingestreute Birke stand. Mittlerweile bin ich mir nach den Ausführungen von Jürgen aber sicher, dass ich leider ausschliesslich L.versipelle bisher gefunden habe.

Viele Grüße
Thomas

Hallo Thomas,
in der fränkischen Schweiz kommt L. vulpinum öfter vor, das ist oft einer der
ersten Röhrlinge neben dem Kiefernsteinpilz,
viele Grüsse
Matthias