Hallo Felix,
das ist ja schon ein erstaunlicher Zufall! Genau diese beiden Dir unbekannten Pilze waren auf unserer Exkursion südlich von Untergneuß die interessantesten Funde und Tanja hat zwei Aquarelle angefertigt.
Zum Schluß zwei Unbekannte: UPO 1:
Das ist ein Cortinarius aus der Untergattung Hautköpfe (Dermocybe).
Aufgrund der eher trüben Färbung von Lamellen (auf Bild 1 gut erkennbar) und des Stieles sollte das der Orangeblättrige Hautkopf (Cortinarius sommerfeltii) sein.
Hier Tanjas Bild:
![[image]](http://www.huperzia.de/Pilze/P040.jpg)
Wenig bekannt, aber im sauren montanen Nadelwald sicherlch nicht allzu selten. Vermutlich wurde sowas früher als Cortinarius cinnamobadius Henry bezeichnet.
Und ein Milchling, geht das in Richtung Lactarius trivialis?
Nicht ganz, denn das ist eine trockenhütige Art, während der Nordische Milchling zu den schmierighütigen gehört. L. trivialis hat auch einen nicht hutfarben überlaufenen, immer hohl werdenden Stiel und die Milch trocknet graugrün ein.
Was Du gefunden hast ist Lactarius trivialis, der Verbogene Milchling. Am ehesten vielleicht mit dem Gebänderten Hainbuchen-Milchling zu verwechseln, der jedoch (meist) deutlicher gezont ist und vor allem enger stehende und ockerfarbenere Lamellen hat. L. trivialis wächst bei Nadelbäumen (Fichte), L. circellatus/pyrogalus bei Hainbuche. Wir hatten in Untergneuß beide, da konnte man die Unterschiede gut sehen. Meist hat L. trivialis übrigens ockergelbliche Töne an der Stielbasis, neben den entfernten Lamellen ein gutes Merkmal.
Hier Tanjas Aquarell:
![[image]](http://www.huperzia.de/Pilze/P039.jpg)
"Verbogener" Milchling übrigens ein gut zutreffender name, denn der Pilz ist meist etwas unregelmäßig geformt, der Stiel auch meist kurz, oft seitlich - der ganze Pilz einfach "verbogen" ....
beste Grüße,
Andreas