Seit Jahren nicht bestimmt!! *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7736 Tagen)

Hallo Pilzler,

Hier ist ein Vertreter der momentan auf Sandboden überall im Massen anzutreffen ist.
Jedes Jahr um dieselbe Zeit erscheint er in Trupps.
Jedes Jahr bin ich an ihm vorbeigelaufen, habe ihn nicht beachtet.
Jetzt will ich doch mal endlich wissen was das ist.

Hut: Sehr veränderlich, von weiß über Elfenbein bis ins schmutzig weiß ist alles Vertreten, je nach Standtort, alter und Wetter. Wobei die Mitte des Hutes immer dunkler ist als nach außen hin. Auch je nach Standort leicht schleimig oder trocken.

Lamellen: Hutfarben, mit typischen braunen Flecken, an den Lamellenschneiden kleine Tropfen.

Stiel: An der Spitze weiß überhaucht, dann wieder Hutfarben zu Basis hin ins braune übergehend.

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Habt Ihr eine Idee?
Ist bestimmt nix besonderes und verdammt häufig.

Danke
Felix

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Re: Seit Jahren nicht bestimmt!!

Karl-Heinz ⌂, (vor 7736 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo,
tippe mal auf Collybia (Rhodocollybia) maculata, Gefleckter Rübling, wobei die Tröpfchen an den Lamellenschneiden nicht so passen.
Gruß
Karl-Heinz

Hallo Pilzler,
Hier ist ein Vertreter der momentan auf Sandboden überall im Massen
anzutreffen ist.
Jedes Jahr um dieselbe Zeit erscheint er in Trupps.
Jedes Jahr bin ich an ihm vorbeigelaufen, habe ihn nicht beachtet.
Jetzt will ich doch mal endlich wissen was das ist.
Hut: Sehr veränderlich, von weiß über Elfenbein bis ins schmutzig weiß ist
alles Vertreten, je nach Standtort, alter und Wetter. Wobei die Mitte des
Hutes immer dunkler ist als nach außen hin. Auch je nach Standort leicht
schleimig oder trocken.
Lamellen: Hutfarben, mit typischen braunen Flecken, an den Lamellenschneiden
kleine Tropfen.
Stiel: An der Spitze weiß überhaucht, dann wieder Hutfarben zu Basis hin ins
braune übergehend.

Habt Ihr eine Idee?
Ist bestimmt nix besonderes und verdammt häufig.
Danke
Felix

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Re: Seit Jahren nicht bestimmt!!

Der Juergen, (vor 7736 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

Ich schließe mich Karl-Heinz an; mein erster Gedanke war auch Collybia maculata - die Species kommt jetzt gerade.

Grüßle
Juergen

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Re: Seit Jahren nicht bestimmt!!

zuehli ⌂, (vor 7735 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo,

die Lamellen erinnern mich an Fälbling, evtl. Richtung Hebeloma crustuliniforme.
Hat er denn z.B. nach Rettich gerochen?

Guck mal, ob das paßt.

Gruß Harald

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Fälbling vs. Rübling

Thüringer-Holz, (vor 7735 Tagen) @ zuehli

Hi,

Danke erstmal.

der Tonblasse Fälbling gefällt mir ganz gut,
ich gebe zu ich habe nicht daran gerochen, mist.

Collybia maculata kenn ich eigentlich, alle Exemplare hatten nicht diese typischen rostbraunen Flecken auf dem Hut. Der Hut war eher so wie beim Fälbling beschrieben, hell tonfarben , bei älteren Exemplaren Ockerbarben zum Rand hin ausblassend.
Ich werde beim nächsten mal nicht um einen Sporenabdruck rum kommen.
Und eine Geruchsprobe mach ich auch.

So was passiert, wenn man wie ein Irrer durch den Wald hastet und nicht wirklich Zeit hat.

Grüsse Felix

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Re: Fälbling vs. Rübling

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7735 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo zusammen,

das ist sicher ein Fälbling! Die braunen Tropfen entstehen durch die braunen Sporen, die sich darin sammeln.
Aber welche Art: da verhandle ich bei Fälblingen nur über einen Anwalt....
Grüsse, Markus

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Re: Seit Jahren nicht bestimmt!!

Der Juergen, (vor 7735 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,

die Lamellen erinnern mich an Fälbling, evtl. Richtung Hebeloma
crustuliniforme .

Du hast völlig Recht, es ist ein Fälbling. Ich war da etwas voreilig. Bei Collybia maculata sind die Lamellen am Stiel 'scharf' ausgeranden (fast ein Burggraben wie bei den Ritterlingen).

Grüßle
Juergen

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Re: Seit Jahren nicht bestimmt!!

Andreas ⌂, (vor 7734 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix und alle anderen Fälblings-Fans! *ggg*

Also ja, es ist ein Fälbling, wie ja auch allgemeiner Konsens herrscht. Und die braunen Tropfen an der Schneide sind ein wichtiges Merkmal und leiten in die Sektion zu der auch H. crustuliniforme gehört (Tonblasser Fälbling). Mit den Tropfen ist es aber so eine Sache: Wenn sie da sind ist es ein prima Merkmal. Wenn sie aber nicht da sind, heißt das noch lange nicht, dass es eine Art außerhalb der Sektion Crustuliniformes sein muss. Denn die Tropfen sind sehr witterungsabhängig oder fehlen auch mal aus unbekannten Gründen.

Es handelt sich bei dem Pilz von Felix aber ´nicht um den Tonblassen Fälbling (Hebeloma crustuliniforme), sondern um eine andere Art aus dieser Gruppe. Der "echte" Tonblasse Fälbling muss eine relativ grob gepustelte Stielspitze aufweisen, beim 3. Bild von Felix sieht man aber klar, dass die bei seinen Pilzen nur fein bepudert ist. Zudem hat crustuliniforme eine recht deutliche Basisknolle, kommt zudem nicht im Nadelwald vor.

Die genaue Art in der Gruppe müsste eine mikroskopische Untersuchung klären, es würde mich aber nicht wundern wenn Hebeloma leucosarx dabei herauskommt. Der deutsche Name "Großer Weiden-Fälbling" täuscht darüber hinweg, dass die Art überall vorkommt, wenn auch gerne unter Weiden. Möglicherweise handelt es sich aber auch um eine Sammelart.

beste Grüße,
Andreas