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Re: Gift-Riesenschirmling (Chlorophyllum brunneum)

Birgit, (vor 5126 Tagen) @ Der Juergen

Lieber Jürgen

hier wie versprochen eine Doku des Gift-Riesenschirmlings ( Chlorophyllum
brunneum ), welches man nun wunderbar mit Birgits hervorragendem Portrait
vergleichen kann.

Dein Portrait finde ich besser, weil viel ausführlicher ausgearbeitet mit ausgezeichneter Beschreibung, danke, dass du dir die Arbeit gemacht hast.
Die deutsche Namensgebung finde ich interessant, ich hab dir aber wohl keine andere Chance gelassen mit dem Namen, den ich für Chl. rachodes gewählt habe. In Wikipedia wird Chlorophyllum rachodes "Gemeiner Safranschirmling" genannt, aber ob das der Hit ist, wenn jeder dann darunter den stinknormalen Safranschirmling im Wald versteht, wage ich zu bezweifeln. Ob Chlorophyllum brunneum nun giftig ist, weiß man ja wohl noch nicht wirklich (?), allerdings gebe ich z.B. keine Safranschirmlinge von gut gedüngten Standorten zum Essen frei. Ich muss allerdings zugeben, dass ich schon mal Chl. rachodes oder Chl. brunneum verspeist habe ohne Schaden zu nehmen. Die Nachbarn meiner Eltern aber nicht.

Sporen [95% • 20 • SAP • v • H2O(nat)]: 9,6- 11 -12,4(12,5) x (6,6)6,7- 7,3
-7,9 µm; Q = 1,3- 1,5 -1,7; Vm = 307 µm³; ellipsoid, um den Keimporus
abgeplattet, wie abgeschnitten wirkend (truncat), hyalin, glatt, stark
dextrinoid, oft mit zwei großen Öltröpfchen. Cheilozystiden 41-50 x 7-17
µm, länglich keulig, keulig bis birnenförmig. Schnallen in den
Huttramahyphen auffindbar.

Sowohl die mehrheitlich truncaten Sporen als auch die Cheilozystiden sprechen eindeutig für Chlorophyllum brunneum. Eigentlich spricht laut Schlüssel von Vellinga nur der für mich auch "doppelt" aussehende Ring dagegen, die gerandete Knolle kann, muß aber nicht sein.

liebe Grüße

Birgit

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