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Re: Leccinum schistophilum

Mani walter, (vor 5026 Tagen) @ Svampskogen

Sali Mani

Hoi Svampskogen, Liebe Pilzfreunde

1) Unter 3 % (für ITS) wird oft von einer konspezifischen (zur selben Art
gehörigen) Sequenz geredet. Aber eigentlich müsste für jede Gattung ein
anderer Grenzwert festgelegt werden, da die Variabilität der ITS (Internal
transcribed spacer) nicht in jeder Gattung gleich ist (Quelle: Begerow et
al. (2010) Current state cand perspectives of fungal barcoding and rapid
identification procedures.). Ich glaube z.B. bei Leccinum ist sie sehr
variabel, bei Hebeloma dagegen zu konserviert für phylogenetische Studien.
Aber natürlich ist so ein Grenzwert immer mit Vorsicht zu interpretieren.
Ich glaube bei gewissen Cortinarienarten, die morphologisch als Arten
akzeptiert (z.B. ionochlorus und atrovirens) sind, erwies sich, dass sie
identische ITS-Sequenzen besitzen (Quelle: Niskanen, 2008).
Ich kann dir die Sequenzen z.B. als FASTA-Datei schicken, falls du das
meinst. Ich werde sie aber so oder so noch auf die NCBI-Datenbank
hochladen.

Ich denke, dass die ITS-Sequenzen durch diese über 200-zählige Buchstabenreihe gegeben und definiert sind.
Könnte mir vorstellen, dass der Buchstabe E z.B. einer bestimmten Konfiguration von Molekülteilen entspricht und C z.B. ein anderes Element. Und und ....
Ich sah bei Untersuchungen an Morcheln, dass es innerhalb dieser Reihen Abweichungen gab, sodass mich das Beurteilen bzw. Gewichten von ungleichen Buchstaben oder Buchstabenfolgen wenigstens dem Prinzip nach interessiert. Grundsätzliches davon zu verstehen wäre schon toll, doch Vertieftes darüber zu lernen, sehe ich eher nicht.

Darüber vorhandene Berichte interessieren mich selbstverständlich sehr. und über Infos zu Zugriffsmöglichkeiten bin ich dankbar.

2) Ich denke, dass er zumindest in der Schweiz noch nie gefunden wurde. Auf
jeden Fall gibt es keinen Eintrag auf Swissfungi zu L. /
schistophilum/palustre.

Der Eintrag der zwei Pilzearten fehlt dort tatsächlich.

Übrigens gab es letztes Jahr bei uns im Graubündner Rheintal, nach Untersuchungen von H. Kellner, für mich überraschend, keine Funde von Morchella esculenta var. esculenta, sondern nur mal M. crassipes und M. spogniola (seine Benennungen) doch diese unterscheiden sich morphologisch auch tätsächlich etwas voneinander.
Nun weiss ich also, was hier wo wächst. Auch M. elatas gab es noch.

Beste Grüsse Svampskogen

Dank und liebe Grüsse Mani

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