Re: Pamtherpilze haben.....
Hallo Birgit,
Pantherpilze haben einen gerieften
Hutrand UND Pantherpilze haben zu 99% eine Ungeriefte Manschette. Es soll
eine Varietät des Pantherpilzes bei Tanne geben (var. abietina), die eine
undeutlich geriefte Manschette besitzt (steht in einigen Pilzbüchern auch
drin!).
vom Schwarzwald und von Schweden her, mehr aber noch aus dem Thüringer Wald meine ich auch die Tannenform des Pantherpilzes ganz gut zu kennen. Mir ist noch nie, kein einziges Mal, eine geriefte Manschette untergekommen. Die Hutriefung dagegen ist kein sicheres merkmal, weil der Tannen-Pantherpilz diese eben nicht hat.
In meinem vorigen Posting ist ein Bild dieser Varietät, da kann man nochmal vergeichen. Der Hut ist konstant dunkel und der Hutrand ungerieft. Meistens ist diese Varietät auch robuster als normaler Pantherpilz, der oft recht schlank wirkt.
Der Grund , warum hier bei einigen Ausbildern der DGFM empfohlen
wird, graue WUlstlinge prinzipiell nicht zum Verzehr freizugeben, noch
dazu wo sie eh keine guten Speisepilze sind.
Es leuchtet mir nicht ein, warum man einen Pilz nicht freigeben sollte, nur weil er verwechselt werden kann. Dann müßte wohl noch manch andere Art von der Freigabeliste verschwinden, ich denke da z.B. an den Reifpilz oder den Semmelgelben Schleimkopf, die auch erst mit einiger Erfahrung sicher erkannt werden, in den Gegenden wo sie häufig sind jedoch zum Standard-15-Arten-Repertoir der Bevölkerung gehören.
Natürlich weise ich entsprechend energisch darauf hin, dass dies keine Pilze für Anfänger ist und dass es wichtig ist, nur Pilze zu nehmen bei denen man sich absolut sicher ist. Es bringt notorische Wulstlings- und Schleierlingssammler auch oft ins Grübeln, wenn man Ihnen anhand von verschiedenen Abbildungen die große Variabilität zeigt, bzw. die eben so große Variabilität ihrer Doppelgänger. Gerade ein Bild von Tannen-Pantherpilz oder ein kurzes Blättern durch die Cortinarius-Fotoflora hat schon den einen oder anderen hier überzeugt, mit solchen Pilzen immer zum Pilzberater zu kommen ....
beste Grüße,
Andreas