Re: Dikaryophysen bei Dacrymyces

Ingo Wagner, (vor 5332 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas!

bereits an der von Dir erstgenannten Schwelle (Verwechslung mit Jungbasidien)
scheitere ich.
So langsam kommt mir der Verdacht, dass mein erster Verdacht hinsichtlich D.
lacrymalis verdächtig
stinkt. Bis zu Deinem Einwand wusste ich nichts von Dikaryophysen, jedesmal,
wenn ich denke,
das müsste doch eine sein, sieht sie nach kurzer Zeit wieder aus wie eine
Basidie nebenan...

Schätze, so sicher sind meine Theorien auch nicht.
Also sagen wir es mal so: den Namen D. lacrymalis könnte man gut verwenden, wenn man sich nach dem Schlüssel in der B/W-Flora richtet. Da kommt man relativ zielstrebig dorthin.

Schaut man bei Göttel nach, dann gibt es in der Merkmalskombination Dikaryophysen, Hyphen ohne Schnallen, Sporen 3fach septiert + dünnwandig schon mal gar nichts.

Könnte jetzt also sein, dass ich das mit den Dikaryophysen selbst falsch einschätze. Allerdings sehen die schon sehr so aus, wie mitunter gezeichnet.

Nächstes Problem: Gibst du über Tante Gugel "Dacrymyces" und "Japan", wird dir u. a. eine Beschreibung von D. lacrymalis ausgespuckt, bei der die Art keine Dikaryophysen hat. Das ist womöglich richtig. Bei den Großmeistern (kennedy, Reid) wird die Art kaum beschrieben. Der Mac Nabb ist mir gerade abhanden gekommen.

Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es zwischen lacrymalis, minor und capitatus kaum fassbare mikroskopische Merkmale. D. minor soll aber klein und knopfförmig bleiben, D. capitatus +-gestielt sein. Falls du meine Dosenzucht in Bildern auf der HP gesehen hast, da haben sich auch gestielte entwickelt. Also, wer weiß, ob Stiele nicht eher was mit den Standortbedingungen zu tun haben.

Momentan ist mir nicht richtig klar, wie was auszusehen hat. Aber wenn der Kopf brummt, dann verschiebt man das richtige Bestimmen einfach auf den nächsten Fund und legt den jetzigen fort. :-)

VG Ingo W

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