Re: Megacollybia platyphylla giftig?

Jens ⌂, (vor 8314 Tagen) @ Jürgen Buchwald

Hallo Jürgen,

schön, daß mal wieder jemand aus Sachsen-Anhalt dazugestoßen ist.

Zu dem von Dir genannten Vergiftungsfall kann ich im Moment nicht viel sagen, es war lange vor meiner Zeit. Auch in den mykologischen Mitteilungsblättern der DDR (die ich nur unvollständig habe) war dazu nichts zu finden.
Werde aber mal Prof. Pohle aus Magdeburg kontaktieren, der Fall ist ihm möglicherweise bekannt.

Im BLV Bestimmungsbuch von E. Gerhardt wird bspw. von Vergiftungen in Nordamerika berichtet, er schätzt ihn als nicht empfehlenswert ein.
Im großen BLV Pilzführer für unterwegs (auch von Gerhardt) ist er wiederum als essbar angegeben, also Verwirrung pur.
Vielleicht kann ich nächste Woche noch ein paar Infos zu dem Thema bekommen.

Gruß Jens

Hallo,
kennt dazu jemand den neuesten Stand? In allen gängigen Bestimmungsbüchern
wird der Breitblättrige Rübling als eßbar angegeben, nur im "Handbuch
für Pilzfreunde" (Kreisel, 1985, 1. Band) steht Wert: Giftig, roh und
gekocht. Dort steht auch, daß sich 1981 in der DDR ein Vergiftungsfall
ereignete. Diese werden doch eigentlich sorgfältig dokumentiert. Ich kenne
mich da nicht so aus, aber wieviel Vergiftungsfälle müssen auftreten, bis
ein Pilz als giftig in die Bücher eingeht?
Der M. platyphylla tritt in manchen Jahren im Auenwald bei Magdeburg schon
relativ zeitig als Massenpilz auf.
Beste Grüße
Jürgen

Eintrag gesperrt
35 Aufrufe

gesamter Thread: